September 2010
Workshop: Der demographische Wandel ist da – als Unternehmen konkret reagieren
01. September 2010 10:00 - 01. September 2010 12:00
Der Demographische Wandel ist im Unternehmen angekommen – wie muss das Unternehmen darauf reagieren? Wie sieht die Struktur in wenigen Jahren aus? Und welche Veränderungen müssen am Arbeitsplatz oder am Anforderungsprofil vorgenommen werden, um Leistungen älterer Mitarbeiter ab-rufen zu können?
Hilfestellungen bei diesen Fragen gibt ein Workshop, den die Arbeitsagentur Essen in Kooperation mit pro Ruhrgebiet durchführt.
Ort: Gebäude der Agentur für Arbeit Essen, Berliner Platz 10, 45127 Essen
Informationen zum Programm und Hinweise zur Anmeldung unter:
http://www.proruhrgebiet.de/?seite=aktuelles&id=7252
Ausstellungseröffnung Hoesch-Museum
12. September 2010 11:00
Ausstellungseröffnung und Buchvorstellung
„Krieg und Frieden. Feindbilder auf Flugblättern und politischen Plakaten aus Westfalen 1914-1932“
ein Gemeinschaftsprojekt des Hoesch-Museums und der Stiftung Westfälisches Wirtschaftsarchiv, und Buchpräsentation der Gesellschaft für Westfälische Wirtschaftsgeschichte: „Erster Weltkrieg, Bürgerkrieg und Ruhrbesetzung. Dortmund und das Ruhrgebiet 1914/18-1924“
Ort: Hoesch-Museum, Eberhardstr. 12, 44145 Dortmund
In Anlehnung an das Thema „Fremd(e) im Revier“, das sich die Ruhrgebietsarchive im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas Ruhr.2010 gestellt hatten, haben das Hoesch-Museum und das Westfälische Wirtschaftsarchiv (WWA) in Dortmund eine Ausstellung erarbeitet, die sich speziell mit Feindbildern in der politischen Propaganda zwischen dem Ersten Weltkrieg und der Endphase der Weimarer Republik beschäftigt. Die Ausstellung zeigt vor allem Originale aus der Sammlung des WWA.
Während der Plakatkunst schon wegen der rigiden staatlichen Zensur zuvor enge Grenzen gesetzt waren, wurden Anschläge und Flugblätter mit dem Ausbruch des Krieges auf beiden Seiten der Schützengräben zum wichtigsten Mittel der psychologischen Kriegführung, der politischen Beeinflussung und Mobilisierung der Massen. Werbematerialien für die Kriegsanleihen aus den Beständen des WWA machen deutlich, dass sich die Stoßrichtung der deutschen Propaganda in erster Linie gegen England und Amerika wandte, weniger gegen den alten „Erbfeind“ Frankreich.
In der von außen- und innenpolitischen Krisen erschütterten Weimarer Republik setzte sich die im Weltkrieg entwickelte Bildsprache mit ihrer teilweise drastischen Gewaltmetaphorik ungebrochen fort, wobei die Plakatkunst in der Agitation gegen die Ruhrbesetzung des Jahres 1923 einen weiteren Höhepunkt erreichte. Die ausgestellten Plakate spiegeln den Zeitgeist und das politische Klima, die außen- wie innenpolitischen Spannungen und Konflikte: die Abwehr von „bolschewistischer Anarchie“ und Sozialisierung, den Kampf gegen „Kriegsschuldlüge“, Versailler Vertrag und Reparationen, gegen Sozialismus, Kapitalismus und Parlamentarismus, aber auch gegen die Feinde der Demokratie von rechts und links.
Zeitgleich mit der Eröffnung der Ausstellung am 12. September erscheint in der Reihe „Kleine Schriften“ der Gesellschaft für Westfälische Wirtschaftsgeschichte e. V. (GWWG), der Fördergesellschaft des WWA, der Band „Erster Weltkrieg, Bürgerkrieg und Ruhrbesetzung. Dortmund und das Ruhrgebiet 1914/18-1924“. Die von Karl-Peter Ellerbrock herausgegebene Publikation enthält den Vortrag „Bürgerkrieg im Ruhrgebiet 1918-1920“ von Klaus Tenfelde, den dieser am 20. Januar 2009 beim Jahresempfang der GWWG hielt, den auf Quellen aus dem WWA gestützten Aufsatz von Margrit Schulte Beerbühl über das Thema „Dortmund unter französischer Besatzung (1923-1924): Erfahrungen und Erinnerungen an die Grenze“ sowie einen Beitrag von Gabriele Unverferth über Plakate und Flugblätter als Instrument der politischen Propaganda.
Weitere Informationen unter:
http://www.dortmund.de/de/freizeit_....oesch/event.jsp?tid=57115
Wissenschaftsnacht an der UDE
24. September 2010 17:00
Nacht der Wissenschaftskultur an der Universität Duisburg-Essen
Die Nacht der Wissenschaftskultur ist ein Projekt der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010. Im Dialog mit kleinen und großen Besuchern werden Neugierde und Interesse auf wissenschaftliche Fragestellungen, Arbeitsmethoden und Ergebnisse geweckt. In enger Kooperation mit den Städten Duisburg und Essen gestalten erstmals beide Universitätsstandorte der UDE das Programm einer Wissenschaftsnacht. Ein Blick hinter die Kulissen der Labore und Institute zeigt, dass Wissenschaft etwas für Jedermann ist. Besucher können sich über aktuelle Forschungsarbeiten informieren und selber aktiv werden.
Das Programm findet an den Standorten Duisburg und Essen unter dem Motto „Wissenschaft zum Anfassen" statt, dabei gibt es nicht nur Vorträge, sondern auch auf Experimente, Laborbesichtigungen, Führungen, Bibliotheksveranstaltungen, Lesungen, Filmvorführungen, Musikdarbietungen, Theateraufführungen, Kunst und vieles mehr.
Ein Programmpunkt ist u.a.:
Interkulturelles Verstehen in Schulen des Ruhrgebiets – Filmvorführung mit Diskussion, Prof. Dr. Ronald Kurt (Kulturwissenschaftliches Institut Essen)
Im Ruhrgebiet haben sich im Zusammenleben von mehreren Millionen Menschen mit unterschiedlicher kultureller Herkunft alltagspraktische Formen interkultureller Kommunikation gebildet. Insbesondere die Schulen des Ruhrgebiets sind Orte, in denen Interkulturalität praktisch gelebt wird. Hier setzt das kultursoziologische DFG-Forschungsprojekt “Interkulturelles Verstehen in Schulen des Ruhrgebiets” empirisch an, indem es Schülerinnen und Schüler als ‚Experten’ für interkulturelles Verstehen ernst nimmt.
Im Rahmen des am Kulturwissenschaftlichen Instituts in Essen durchgeführten Projekts wurde auf der methodischen Basis von narrativen Interviews, Gruppendiskussionen und theatralen Improvisationen erforscht, mit welchen Problemlösungen Schülerinnen und Schüler des Ruhrgebiets auf kulturelle Verschiedenheit reagieren.
Weitere Informationen unter:
http://www.uni-due.de/kulturhauptstadt/wissenschaftsnacht.shtml



