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Dechema Preis 2019 für Dr. Harun Tüysüz: Prof. Walter Leitner überreichte die Auszeichnung
(Quelle: Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion/ Stand: 10.09.2020)

Ende August überreichte Prof. Dr. Walter Leitner in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender der DECHEMA e.V. gemeinsam mit Geschäftsführer Prof. Dr. Kurt Wagemann den DECHEMA Preis 2019 an PD Dr. Harun Tüysüz (Max-Planck-Institut für Kohlenforschung). Dr. Tüysüz erhielt den Preis für seine herausragenden Arbeiten zur Entwicklung von Katalysatoren, die sowohl in chemischen Synthesen als auch bei der Energiewandlung zum Einsatz kommen können. Im Anschluss an die Preisverleihung sprach Prof. Dr. Robert Schlögl über Wasserstoff als das grüne Gas der Zukunft und die Herausforderungen an Wissenschaft und Politik. Die Vorträge wurden live aufgezeichnet und online übertragen, so dass trotz der derzeitigen Einschränkungen viele Interessierte die Möglichkeit hatten, an der Veranstaltung teilzunehmen.

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Neues Werkzeug für die Bewertung von Mensch-Roboter-Interaktion
(Quelle:Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin BAuA / Stand: 10.09.2020)

Wenn Menschen und Roboter zusammenarbeiten, ist es entscheidend, die Faktoren für eine erfolgreiche Zusammenarbeit systematisch beschreiben zu können. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und die HFC Human Factors Consult haben die Kontext-Person-Roboter-Heuristik "KOPROH" entwickelt. Die Methode lässt sich einfach und vielseitig anwenden. Anhand von 16 Skalen hilft "KOPROH" dabei, Klarheit über die Eigenschaften von Szenarien der Mensch-Roboter-Interaktion (MRI) zu bekommen. Darüber hinaus lassen sich mit der Methode mehrere MRI-Szenarien schnell und einfach vergleichen. Die BAuA stellt diese Methode im jetzt veröffentlichten baua: Fokus "MRI-Szenarien einfach klassifizieren mit der Kontext-Person-Roboter-Heuristik 'KOPROH'" vor.

Die KOPROH-Methode kann mithilfe einer Druckvorlage im Anhang des baua: Fokus komfortabel und einfach genutzt werden. Diese Vorlage lädt zu einer grafisch-visuellen Nutzung ein, lässt aber auch Raum für Notizen. Auf den Skalen der Merkmale können einzelne Werte oder Wertebereiche eingezeichnet werden. In einem weiteren Kapitel erläutert der baua: Fokus darüber hinaus die Rahmenbedingungen, die es zu beachten gilt, wenn Roboter in Arbeitsumgebungen zum Einsatz kommen. In diesem Zusammenhang muss neben der Roboterperspektive auch die Beschäftigtenperspektive mitbeachtet werden.

"MRI-Szenarien einfach klassifizieren mit der Kontext-Person-Roboter-Heuristik 'KOPROH'"; Paul Schweidler, Alina Tausch, Astrid Oehme, Thomas Jürgensohn; Dortmund; Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2020; 11 Seiten

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Kommunaler Nachhaltigkeitshaushalt: Drei NRW-Kommunen für 2. Projektphase gesucht
(Quelle: Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW / Stand: 11.12.2019)

Ohne finanzielle Ressourcen fällt es Städten, Kreisen und Gemeinden schwer, ihre gesteckten Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Aber für diese Situation gibt es Unterstützung: Kommunen aus Nordrhein-Westfalen können sich ab sofort für die Ausschreibung „Kommunaler Nachhaltigkeitshaushalt" (2. Projektphase) bewerben. Bereits in der 1. Phase konnte das Modellprojekt aufzeigen, dass eine Verknüpfung von Nachhaltigkeitszielen mit dem kommunalen Haushalt möglich ist und zahlreiche Potentiale bietet. Die Modellkommunen Stadt Köln und der Kreis Unna haben das Projekt 2018 erfolgreich abgeschlossen. Einen Kurzbericht zur 1. Projektphase können Sie gerne hier einsehen.

In der 2. Projektphase sollen nun drei weitere Kommunen die Gelegenheit bekommen, einen eigenen Nachhaltigkeitshaushalt aufzustellen. Hier finden interessierte Kommunen alle Informationen zur Ausschreibung und die Bewerbungsunterlagen. Das Projekt „Kommunaler Nachhaltigkeitshaushalt" wird von der LAG 21 NRW durchgeführt und vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW gefördert. Im Modellprojekt wird das von KPMG geförderte Institut für den öffentlichen Sektor (IöS) als Kooperationspartner mit fachlicher Expertise einbezogen.

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Unstatistik des Monats: Google AI erkennt Brustkrebs besser als die erfahrensten Radiologen
(Quelle: RWI - Leibnitz-Insitut für Wirtschaftsforschung / Stand: 11.02.2020)

Im Januar 2020 publizierte die Fachzeitschrift „Nature" eine Studie über ein AI-System zur Brustkrebsfrüherkennung. AI steht dabei für „Artificial Intelligence", also „künstliche Intelligenz". Die Schlagzeile von nach-welt.com berichtete „Google AI erkennt Brustkrebs besser als die erfahrensten Radiologen". „Spiegel online" titelte „Wie künstliche Intelligenz künftig den Job von Ärzten übernimmt". Ähnliche enthusiastisches Medienecho gab es weltweit. AI-Systeme werden in der Tat immer besser in der Krebsfrüherkennung. Diese aktuelle Unstatistik des Monats, an deren Erstellung auch das RWI Leibnitz-Insitut für Wirtschaftsforschung beteiligt ist, zeigt exemplarisch, wie AI-Erfolge in der Presse übertrieben werden und die Frage nach dem Nutzen für Patientinnen und Patienten nicht gestellt wird.

Die Studie wurde federführend von Google-Wissenschaftlern in Palo Alto und London durchgeführt. Man trainierte und testete künstliche neuronale Netzwerke mit Röntgenbildern der Brust von mehr als 25.000 Frauen aus Großbritannien und über 3.000 Frauen aus den USA. In Großbritannien, wo zwei Radiologen jede Röntgenaufnahme beurteilen und im Fall eines unklaren Ergebnisses ein Konsensus-Urteil erstellt wird, war das AI-System im Durchschnitt etwas besser als der erste Radiologe und leicht schlechter als der zweite Radiologe und das Konsensus-Urteil. In den USA, wo nur ein Radiologe das Urteil trifft, war die AI besser. Im zweiten Teil der Untersuchung wurden sechs US-Radiologen getestet, die schlechtere Werte erreichten als die AI. Von diesen hatten jedoch die meisten kein spezielles Training im Beurteilen von Mammogrammen. Die Autoren der Studie stellten selbst klar, dass die Ergebnisse bei spezialisierten Radiologen wahrscheinlich besser ausgefallen wären; die oben berichtete Schlagzeile spricht dagegen von den „erfahrensten Radiologen".

Die wirkliche Frage, die in den Medienberichten so gut wie nie gestellt wurde, ist: Werden Frauen durch besser werdende AI einen Nutzen haben? Dieser wird suggeriert, aber zwei wissenschaftliche Erkenntnisse raten hier zur Vorsicht. Erstens, je besser die Diagnose-Systeme werden, desto mehr kleine und klinisch irrelevante Krebsformen werden entdeckt, die nur technisch gesehen Krebs sind. Das heißt, man würde diese Formen während seines Lebens nie bemerken, da sie keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Da man zum Zeitpunkt der Früherkennung diese harmlosen Formen von anderen nicht unterscheiden kann, erhalten bereits heute viele verunsicherte Frauen unnötige Operationen, Strahlen- oder Chemotherapien. Mit mehr AI-Diagnostik werden wahrscheinlich noch mehr Frauen unter dieser Überbehandlung leiden.

Die zweite wissenschaftliche Erkenntnis ist der geringe Nutzen des Mammographie-Screenings – für Frauen, im Gegensatz zur Industrie. Untersuchungen mit etwa 500.000 Frauen zeigen, dass von je 1.000 Frauen, die nicht zum Screening gehen, nach 10 Jahren etwa 5 an Brustkrebs gestorben sind; mit Screening sind es 4. Also etwa eine von tausend stirbt weniger an Brustkrebs. Das bedeutet aber nicht, dass Screening Leben rettet, da auch eine Frau mehr an einem anderen Krebs stirbt. Die Gesamtanzahl der Frauen, die an Krebs (einschließlich Brustkrebs) sterben, ändert sich durch Screening nicht. Sie ist jeweils etwa 22 von tausend Frauen (s. https://www.harding-center.mpg.de/de/faktenboxen/krebsfrueherkennung/brustkrebs-frueherkennung). In Deutschland wird diese Information den Frauen immer noch vorenthalten, anders als etwa in der Schweiz (s. https://www.helsana.ch/de/blog/frueherkennung-mammografie?articleSource=gesundheitskompetenz). Das heißt, AI wird zwar immer mehr Krebse frühzeitig erkennen, aber man sollte auch einen Schritt weiter denken und ehrlich sagen, dass all dieser technische Erfolg den Frauen wohl wenig helfen wird.

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Dr. Karl-Ernst Poppendick mit Beuth-Denkmünze geehrt: Verdienste um die Normung und Standardisierung
(Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin / Stand: 04.04.2019)

Dr. Karl-Ernst Poppendick, Fachbereichsleiter "Produkte und Arbeitssysteme" der BAuA, erhielt Ende Februar in Mainz die Beuth-Denkmünze des Deutschen Instituts für Normung e.V. (DIN) in dankbarer Würdigung seiner Verdienste um die Normung und Standardisierung auf dem Gebiet der "Sicherheitstechnischen Grundsätze" im nationalen und internationalen Bereich. 14 Jahre saß Dr. Karl-Ernst Poppendick, Fachbereichsleiter "Produkte und Arbeitssysteme" der BAuA, dem Beirat des Normenausschusses "Sicherheitstechnische Grundsätze" vor. Auf seiner letzten Sitzung als Vorsitzender am 25. Februar in Mainz zeichnete ihn das Deutsche Institut für Normung e.V. (DIN) mit der Beuth-Denkmünze aus. Mit der Denkmünze ehrt DIN verdiente Akteure in der Normung. Poppendick engagierte sich besonders für die Standardisierung im Bereich der Arbeitsschutzmanagementsysteme beziehungsweise der integrierten Managementsysteme auf nationaler und internationaler Ebene. Zurzeit beschäftigt er sich insbesondere mit der Digitalisierung beziehungsweise Industrie 4.0 und deren Auswirkungen auf die Sicherheit dieser neuen Technologien.

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