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Preisverleihung am MPI CEC: Frontiers Award für Prof. James Mayer
(Quelle: Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion / Stand: 11.02.2019)

Das Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (MPI CEC) in Mülheim zeichnete Ende Januar Prof. Dr. James Mayer von der Yale University mit dem „Frontiers in Chemical Energy Science" Award aus. Den Preis verleiht das MPI CEC jährlich an einen international renommierten Wissenschaftler für besondere Verdienste auf dem Gebiet der „Chemischen Energiekonversion". Im Rahmen der Preisverleihung hält der Preisträger sowohl einen Festvortrag als auch mehrere zusätzliche Vorlesungen für Nachwuchswissenschaftler der Region und steht für wissenschaftliche Diskussionen zur Verfügung.

In seinen Vorträgen sprach Prof. Mayer über die Entwicklung von grundlegenden Konzepten des protonengekoppelten Elektronentransport (PCET). Seine Forschung trägt im großen Umfang dazu bei, fundamentale Fragen der Chemie zu beantworten. So konnte er anhand vielfältiger Untersuchungen von Organometallkomplexen und Nanopartikeln ein weitreichendes Verständnis über PCET-Reaktionen erhalten. Diese Reaktionen spielen eine wichtige Rolle in verschiedensten Energiekonversions-Technologien, wie zum Beispiel für Brennstoffzellen oder Solarzellen.

Mayer ist ein Wissenschaftler, dessen Interessen die Bereiche anorganische, stoffliche, bioanorganische, metallorganische und physikalisch-organische Chemie umfassen. Sein Hauptaugenmerk liegt auf Redoxreaktionen, die sowohl Bindungsbildung als auch Bindungsspaltung beinhalten. Sein Einfluss wird durch eine lange Liste von Auszeichnungen unterstrichen, zuletzt durch den ‚ACS Award 2018 in Inorganic Chemistry' der renommierten American Chemical Society. Prof. Mayer steuerte zudem bereits zahlreiche Forschungsartikel, Buchkapitel und Rezensionen zu Sammelbänden und Journalen bei und hält Vorträge an Universitäten und Forschungseinrichtungen auf der ganzen Welt. Den Frontiers Award erhält Prof. Mayer für seine herausragenden Beiträge zum Verständnis protonengekoppelter Elektronenübertragungsreaktionen.

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IAT und RISP begleiten das DigiQuartier-Projekt des Kreises Recklinghausen wissenschaftlich
(Quelle: Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung e.V. (RISP)/Stand: 08.08.2018)

In drei ausgewählten Stadtteilen will der Kreis Recklinghausen in den nächsten drei Jahren modellhaft Konzepte entwickeln, wie Stadtteile und Quartiere mit Hilfe der Digitalisierung lebenswerter werden können, auch und gerade für ältere Menschen: In Habinghorst (Castrop-Rauxel), Wulfen (Dorsten) und in der Hertener Innenstadt.

Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Programms „Umbau 21 – Smart Region" des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. Projektträger ist der Kreis Recklinghausen. Wissenschaftliche Unterstützung erhält das Projekt durch das Institut Arbeit und Technik Gelsenkirchen sowie durch das Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung e.V. an der Universität Duisburg-Essen.

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Unstatistik des Monats: Hexenjagd wegen korrekter Fakten
(Quelle: RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung /STand: 08.02.2017)

Die Unstatistik des Monats Januar hat zum Thema, was einem Statistiker widerfahren kann, der eine „Unstatistik" aufdeckt und korrigiert. Im Jahr 2009 behauptete das hellenische Amt für Statistik (Elstat), das griechische Haushaltsdefizit betrüge 13,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Diese Behauptung wurde vom Europäischen Amt für Statistik (Eurostat) als nicht korrekt moniert. Im Jahr 2010 berechnete der neue Elstat-Präsident Andreas Georgiou das Haushaltsdefizit korrekt nach den europäischen Standards, korrigierte es auf 15,4 Prozent des BIP und wurde dafür von Eurostat mehrfach gelobt.

Nicht aber von der griechischen Politik. Georgiou wird seitdem mit Anklagen überzogen, etwa weil er mit der Veröffentlichung des korrekten Haushaltsdefizits strengere Reformauflagen und einen Schaden von 171 Milliarden Euro für Griechenland verursacht hätte. Oder weil seine Nachfrage, warum nicht gegen seine Vorgänger ermittelt würde, die gefälschte Zahlen veröffentlicht hätten, als üble Nachrede gewertet wurde (und er deshalb zu einer Geldstrafe verurteilt wurde). Darüber hinaus wurde er wegen eines Formfehlers zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt, weil er vor der Veröffentlichung der korrekten Haushaltszahlen den politisch besetzten Aufsichtsrat von Elstat nicht konsultiert hätte. Inzwischen haben mehrere Nobelpreisträger und vierzig Statistikorganisationen einen Protestbrief unterzeichnet und die Einstellung der Verfahren gegen Georgiou gefordert.

Und in Deutschland? „Alternative Fakten" wurde zum Unwort des Jahres gekürt, in zahllosen Talk Shows wird über „Fake News" berichtet und Politiker verabschieden Gesetze zur Einschränkung von deren Verbreitung. Aber die staatliche Verfolgung eines Statistikers, der korrekte Zahlen veröffentlicht, wird weitgehend ignoriert. Diskussionen in Talkshows finden nicht statt. Und die Bundesregierung äußert sich grundsätzlich nicht zu gerichtlichen Verfahren im Ausland.

Auch von den deutschen Medien berichteten nur wenige über den Fall Georgiou, darunter die „Frankfurter Allgemeine Zeitung" und die „Zeit". Anscheinend wird die Bedeutung korrekter und von politischen Einfluss unabhängiger Statistiken für die Demokratie auch in Deutschland noch nicht ausreichend gewürdigt.

Der oben genannten Protestaktion kann man sich hier anschließen. Diese Netzseite liefert auch detaillierte Informationen zum Fall Georgiou.

Mit der „Unstatistik des Monats" hinterfragen der Berliner Psychologe Gerd Gigerenzer, der Dortmunder Statistiker Walter Krämer und RWI-Vizepräsident Thomas K. Bauer jeden Monat sowohl jüngst publizierte Zahlen als auch deren Interpretationen.

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