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Schwarzes Brett

FC Cold Start: Kaltstartsimulation von PEM-Brennstoffzellensystemen
(Quelle: Zentrum für BrennstoffzellenTechnik / Stand: 10.09.2020)

Für die Untersuchung und Entwicklung von PEM-Brennstoffzellensystemen im dynamischen Betrieb sind Kaltstartprozesse von großer Bedeutung. Insbesondere die Bildung von Flüssigwasser und Kondensat bei niedrigen Betriebstemperaturen beeinflussen die Leistungsfähigkeit und den Alterungsprozess von Brennstoffzellen. Daher wird am ZBT ein bereits vorhandenes Brennstoffzellenmodell mit einer 2D-1D-Auflösung aus dem Vorgängerprojekt (Brennstoffzellensystemsimulation - Membranbefeuchtungsmanagement, FVV-Projektnummer 6012982) um die Berücksichtigung von flüssigem Wasser und der Unterscheidung von Diffusionseffekten im Kanal- und Stegbereich erweitert. Um die Echtzeitfähigkeit gewährleisten zu können, wird mit dem Ansatz des maschinellen Lernens eine prädiktive Methode zur Bestimmung der Startbedingungen des deterministischen, numerischen Lösers ausgearbeitet. Am Lehrstuhl für Verbrennungskraftmaschinen (vka) der RWTH Aachen wird das resultierende Brennstoffzellenmodell in einer Gesamtsystemsimulation eingebunden und durch detaillierte mehrdimensionale CFD‑Simulationen ergänzt. Diese CFD-Simulationen fokussieren die Untersuchung der Wasserverteilung innerhalb der Zellschichten, welche aufgrund von Phasenwechselphänomenen als auch Kondensation und Verdunstung von besonderem Interesse für den Kaltstart ist. Die Simulationsergebnisse werden am ZBT mithilfe von experimentellen Messungen an segmentierten Zellen im Kaltstart-Prüfstand validiert. Weiterhin wird am vka das Brennstoffzellensystem mit besonderem Augenmerk auf den Membranbefeuchter, der in Bezug auf den Kaltstart die kritische Peripheriekomponente darstellt, entwickelt.

In diesem Projekt wird ein Modell entwickelt, das in der Lage ist das Kaltstartverhalten von PEM Brennstoffzellen in einer Systemumgebung zu untersuchen. Dieses Modell ermöglich somit einen schnelleren und kostengünstigeren Entwicklungsprozess von Brennstoffzellenfahrzeugen.

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Unstatistik: Die Krisenverliererinnen?
(Quelle: RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung / Stand: 10.09.2020)

In Österreich wird derzeit eine hitzige Debatte darüber geführt, ob Frauen von der Corona-Krise stärker betroffen sind als Männer. So schreibt die österreichische Ausgabe der „Zeit" am 13. August: „Ende Februar, bevor Schulen und Geschäfte zugesperrt wurden, waren in Österreich rund 399.000 Menschen arbeitslos, Ende Juni waren es 64.000 mehr. 85 Prozent dieser sogenannten Corona-Arbeitslosen waren laut Daten des Arbeitsmarktservice Frauen." Ähnlich berichten unter anderem „Der Standard", „Die Presse" und „Kontrast".

Doch es ist falsch, aus dem relativ stärkeren Anstieg der absoluten Arbeitslosigkeit österreichischer Frauen seit Februar die Schlussfolgerung zu ziehen, dass Frauen von der Krise stärker betroffen sind als Männer. Denn die Arbeitslosigkeit unterliegt starken saisonalen Schwankungen, von denen österreichische Männer üblicherweise sehr viel stärker betroffen sind als Frauen. Viele österreichische Männer finden jedes Jahr bis zu den Sommermonaten aus der Arbeitslosigkeit heraus. Um herauszufinden, wie Corona die Arbeitslosigkeit von Männern und Frauen beeinflusst hat, muss man als Vergleichsmaßstab für die Anzahl der Arbeitslosen in diesem Sommer mit Corona nicht die Arbeitslosigkeit im Frühjahr dieses Jahres nehmen, sondern den Wert ermitteln, der sich in diesem Sommer ohne Corona ergeben hätte.

Wenn man hierzu keine komplizierten statistischen Methoden zur Bereinigung saisonaler Schwankungen verwenden möchte, kann man vereinfachend auf die Entwicklung des Vorjahres zurückgreifen. Nach den veröffentlichten Statistiken des Arbeitsmarktservice (AMS) Österreich ist die Zahl der arbeitslosen Männer zwischen Februar und Juni 2019 um 70.603 gesunken (in den Jahren 2017 und 2018 lag dieser Wert sogar bei über 85.000). Die Zahl der arbeitslosen Frauen verringerte sich im gleichen Zeitraum lediglich um 15.549 Personen (ähnlich in den Jahren 2017 und 2018). Das ergibt eine Differenz in der Entwicklung der absoluten Arbeitslosigkeit vom Frühjahr bis zum Sommer zwischen Frauen und Männern von gut 55.000 Personen.

Unter der Annahme, dass sich ohne Corona-Krise die Differenz in der Abnahme der absoluten Arbeitslosigkeit zwischen Frauen und Männern im Jahr 2020 genauso entwickelt hätte wie im Jahr 2019, zeigt sich, dass Männer in dieser Beziehung die eigentlichen Krisenverlierer sind. Zwischen Februar und Juni 2020 ist die Zahl der arbeitslosen Frauen um 54.702 Personen (statt des Rückgangs um 15.549 Personen wie in 2019) und die der arbeitslosen Männer um 9.444 (statt des Rückgangs um 70.603 Personen wie in 2019) gestiegen. Das entspricht einer Differenz von 45.258 Personen - knapp 10.000 Personen weniger, als auf Basis des Jahres 2019 zu erwarten gewesen wäre.

Die Schlagzeile „Männer sind die Krisenverlierer" wäre jedoch ebenfalls voreilig. Um eine fundierte Einschätzung zu erhalten, ob Frauen oder Männer die Verlierer der Corona-Krise sind, müssen weitere Dimensionen des Arbeitsmarktes in den Blick genommen werden: Wie viele Frauen und Männer sind aufgrund der Krise komplett aus dem Arbeitsmarkt ausgeschieden? Wie hat sich die Anzahl der Personen in Voll- und Teilzeitarbeit entwickelt? Wie viele Personen haben in Tätigkeiten mit einer geringeren Bezahlung gewechselt? Welche Auswirkungen hat die Krise auf die Entwicklung der Beschäftigung ausländischer Saisonarbeitskräfte? Bevor diese und weitere Fragen geklärt sind, ist nur eines sicher: Die Corona-Krise hat sowohl Frauen als auch Männer schwer getroffen – nicht nur auf dem Arbeitsmarkt.

Mit der „Unstatistik des Monats" hinterfragen der Berliner Psychologe Gerd Gigerenzer, der Dortmunder Statistiker Walter Krämer, die STAT-UP-Gründerin Katharina Schüller und RWI-Vizepräsident Thomas K. Bauer jeden Monat sowohl jüngst publizierte Zahlen als auch deren Interpretationen. Alle „Unstatistiken" finden Sie im Internet unter www.unstatistik.de und unter dem Twitter-Account @unstatistik.

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Aufbereitung von Hüttengasen für die Produktion von Chemikalien: Messcontainer ziehen ins Carbon2Chem®-Technikum
(Quelle: Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion / Stand: 10.09.2020)

Bevor Hüttengase aus der Stahlproduktion für die Produktion von Chemikalien genutzt werden können, müssen die Hauptkomponenten der verfügbaren Kokereigase, Hochofengase und Konvertergase sowie ihre Spurenkomponenten genau untersucht werden. Diese Analysen werden für die Auslegung der notwendigen Gasreinigung sowie für nachfolgende katalytische Produktionsprozesse, wie beispielsweise die Methanol-Synthese, benötigt. Darum kümmern sich die Wissenschaftler/innen um Dr. Jorge Ivan Salazar Gómez, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe Katalytische Verfahren am MPI CEC, im Rahmen des Carbon2Chem®-Projektes.

Für diese Aufgabe wurden vor vier Jahren im Projekt HüGaProp am MPI CEC spezielle Container konzipiert, mit welchen solche Messungen durchgeführt werden können.* Diese Container wurden dann auf das Stahlwerksgelände von ThyssenKrupp Steel Europe (TKSE) transportiert. Die Max-Planck Wissenschaflter/innen optimierten dazu die Messmethode mit einem neuartigen Massenspektrometer, einem PTR-QiTOF-MS (Proton Transfer Reaction Quadrupole interface Time-Of-Flight Mass Spectrometer), um Spurenkomponenten auch in sehr geringen Konzentrationsbereichen (parts per billion (ppb) bzw. parts per trillion (ppt)) in den Hüttengasen zu charakterisieren. Die Hauptkomponenten der Gase wurden mittels Gaschromatographie ermittelt.

Bisher analysierte die Gruppe die Gase direkt auf dem Gelände des Stahlwerkes. Nun sind die Container in das Carbon2Chem®-Technikum umgezogen, um dort die Gaszusammensetzung der eingesetzten Gase zu untersuchen. Hier erfolgen die Messungen vor und nach einer Gasreinigung. Damit soll nicht nur die einwandfreie Funktionsweise der konzipierten Gasreinigung überprüft werden, sondern auch etwaige Spurenkomponenten, die trotz der Aufreinigung gegebenenfalls im Gas verbleiben. So können die Wissenschaftler/innen des MPI CEC den Projektpartnern helfen, Subtanzen zu identifizieren, die ihre Prozesse stören könnten, was mit konventionellen Messmethoden nicht möglich wäre.

*Salazar Gómez JI, Klucken C, Sojka M, Waydbrink G, Schlögl R, Ruland H. The HüGaProp‐Container: Analytical Infrastructure for the Carbon2Chem® Challenge. Chem Ing Tech. 2020, 92

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Nachruf auf Dr. Wilhelm Beermann
(Quelle: Stiftung Geschichte des Ruhrgebiets /Stand: 10.09.2020)

Die Stiftung Geschichte des Ruhrgebiets trauert um ihren langjährigen Kuratoriumsvorsitzenden Dr. Wilhelm Beermann, der am 5. August 2020 im Alter von 84 Jahren verstorben ist.

Dr. Beermann gehört zu den prägenden Persönlichkeiten des Strukturwandels im Ruhrgebiet. Aus einer katholischen Bergmannsfamilie in Wattenscheid stammend, begann er Anfang der 1950er Jahre eine kaufmännische Ausbildung im Bergbau. Von hier aus begab sich Dr. Beermann auf einen beruflichen Weg, der ihn 1990 als Arbeitsdirektor, seit 1997 auch als stellvertretenden Vorsitzenden, in den Vorstand der RAG Aktiengesellschaft führte. 1998 wurde er der erste Vorsitzende der RAG Deutsche Steinkohle AG und damit oberster Chef des deutschen Steinkohlenbergbaus.

In diesen Funktionen stellte er gemeinsam mit Professor Klaus Tenfelde die Weichen zur Gründung der Stiftung Geschichte des Ruhrgebiets (damals noch Stiftung Bibliothek des Ruhrgebiets), deren erster Kuratoriumsvorsitzender er wurde. Bei der Gründung der Stiftung ging es darum, wichtige Bestandteile des kulturellen und historischen Erbes des Bergbaus im Strukturwandel dauerhaft für die wissenschaftliche Forschung und die geschichtsinteressierte Öffentlichkeit zu sichern. Die Essener Bergbau-Bücherei, die seit den 1860er Jahren als Dienstbibliothek der Arbeitgebervereinigungen im Bergbau aufgebaut worden war und den wohl bedeutendsten Buch- und Zeitschriftenbestand zur Geschichte des industriellen Bergbaus bereithält, wurde mit der Bibliothek des Instituts für soziale Bewegungen und der IGBE zur Bibliothek des Ruhrgebiets vereinigt. Zur Sicherung der Aktenbestände der IGBE gründete die Stiftung ein eigenes Archiv.

Ohne Dr. Beermanns großes Engagement wäre die Sicherung dieses bedeutenden kulturellen Erbes im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets nicht gelungen. Sein Engagement wuchs aus seiner tiefen emotionalen Verbundenheit mit der Region und dem Bergbau, vor allem aber mit den Menschen dieser Region. Die Schätze in der Bibliothek und Archiv ermöglichen den Menschen dieser Region eine Vergegenwärtigung und Aneignung ihrer kollektiven Geschichte, in der Werte wie Solidarität und christliche Nächstenliebe eine Rolle spielen. Dies war Dr. Beermann wichtig.

Dr. Beermann blieb bis 2008 Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung. Auch anschließend war er dem Haus eng verbunden, auf seine Unterstützung konnten sich alle immer verlassen.

Die Mitglieder in den Leitungsgremien sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets trauern um einen großen Mentor und engen Freund unserer Stiftung.

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Gullywood: Neues Filmprojekt „Abwasserbetrieb als Arbeitgeber" in den Startlöchern
(Quelle: IKT – Institut für Unterirdische Infrastruktur/ Stand: 10.09.2020)

Planen, bauen, betreiben, instandhalten – beim Abwasserbetrieb gibt es vielfältige Tätigkeitsbereiche. Vor einiger Zeit haben sich 15 Abwasserbetriebe zusammengetan, um einen Film zu produzieren – einen professionellen Kurzfilm mit allem Drum und Dran. Das gemeinsame Filmprojekt „Bürgerinfo Kanal­bau­stellen" wurde inzwischen erfolgreich auf den Weg gebracht. Jetzt sprudeln die beteiligten Abwasserbetriebe nur so vor neuen Ideen – wie eine angebohrte Druckleitung. Daniela Fiege, Vorstand beim SAL ‑ Stadtbetrieb Abwasserbeseitigung Lünen, hatte den zündenden Einfall für das nächste Filmprojekt. Arbeitstitel: „Der Abwasserbetrieb als Arbeitgeber – so spannend und vielseitig kann Öffentlicher Dienst sein!" Weitere Teilnehmer gesucht!

Abwasserbetriebe Film presents: a Gullywood production
Der Fachkräftemangel macht sich auch im Abwassersektor bemerkbar. Deshalb soll in Zusammenarbeit mit einer erfahrenen Agentur ein professioneller Kurzfilm von drei bis fünf Minuten Länge entstehen, der Schüler/-innen, zukünftige Auszubildende, Techniker/-innen, Jungingenieur/-innen und Verwaltungsfachleute auf kurzweilige, unterhaltsame Art für die vielfältigen Karrieremöglichkeiten in Abwasserbetrieben begeistert. Netzbetreiber können ihn auf ihrer Website nutzen, über die Sozialen Medien verbreiten und bei Jobbörsen, Infotagen an Schulen und anderen öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen zeigen.

Der Film soll

 - den Abwasserbetrieb als attraktiven, vielseitigen und zukunftssicheren Arbeitgeber bekannt machen
- die unterschiedlichen Aufgabenfelder im Abwasserbetrieb aufzeigen
- die vielfältigen Arbeitsfelder innerhalb des Abwasserbetriebs porträtieren
- mit einem modernen, dynamischen Look junge Leute ansprechen

Das Movie wird im Intro und Outro für jeden teilnehmenden Netzbetreiber individualisiert, damit er die Zuschauerinnen und Zuschauer persönlicher anspricht und optimal in die Öffentlichkeitsarbeit der Kommune eingebettet werden kann.

Filmemachen ist Teamarbeit
Dieses Crowdfunding-KOMMUNAL-Projekt koordiniert der Arbeitskreis Kanalbetrieb im Kommunalen Netzwerk Abwasser (KomNetABWASSER). Die Projektbeteiligten sind aber kein geschlossener Club. Weitere Filmproduzenten sind im Team herzlich willkommen – auch über den Kreis der KomNet-Teilnehmer hinaus. Wollten Sie immer schon mal im Abspann eines Films genannt werden? Jeder teilnehmende Abwasserbetrieb profitiert von dem Projektergebnis und kann den Arbeitgeber-Abwasserbetrieb-Film für seine Mitarbeiterwerbung und Öffentlichkeitsarbeit nutzen. Der Film steht den Teilnehmern in der jeweils individualisierten Fassung exklusiv zur Verfügung. Eine allgemeine Fassung des Films soll später vermarktet werden und so auch Rückerstattungen von Kostenbeiträgen ermöglichen.

>> Teilnahmereservierung zum Gullywood-Kurzfilm-Projekt

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ist mehr als die

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