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Schwarzes Brett

ISAS beteiligt sich an Wirkstoffentwicklung für Herzkranke
(Quelle: Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften ISAS / Stand: 11.02.2020)

Die Erforschung eines neuen Wirkstoffs zur Therapie von Herzinsuffizienz und Herzhypertrophie ist eines der zentralen Ziele im Projekt „ChInValue – NRW-China Kooperationen: GRK5 Inhibitoren". Das Vorhaben wird von der Lead Discovery Center GmbH (LDC) koordiniert und gemeinsam mit dem Leibniz Institut für Analytische Wissenschaften (ISAS) und zwei chinesischen Projektpartnern, Shanghai Jemincare Pharmaceutical Co. und Makohs Biotech, durchgeführt. Bis Ende 2022 wird sich das deutsch-chinesische Konsortium der Forschung im Kampf gegen Herzschwäche und Herzhypertrophie widmen. Dafür erhalten die deutschen Partner vom BMBF Fördermittel von insgesamt rund 1 Mio. Euro.

Die Arbeiten werden sich auf die Proteinkinase GRK5 fokussieren, welche bisher in der Arzneimittelentwicklung wenig beachtet wurde. Dabei ist dieses Protein in den allermeisten Fällen mitverantwortlich für ein schwächer werdendes Herz oder einen hypertrophierenden Herzmuskel. Im Rahmen des Projektes sollen niedermolekulare Substanzen entwickelt werden, die GRK5-vermittelte pathologische Aktivität hemmen. Ziel ist es innerhalb des dreijährigen Projekts einen Wirkstoff soweit zu entwickeln, dass er in die präklinische Entwicklung eintreten kann.

Die Förderung wird aus den Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Rahmen der Fördermaßnahme „InterSPIN – Internationalisierung von Spitzenclustern, Zukunftsprojekten und vergleichbaren Netzwerken" bereitgestellt. BIO.NRW hat zusammen mit der BIO Clustermanagement NRW GmbH in diesem Kontext die Internationalisierungsmaßnahme „NRW-China Kooperationen: Eine strategische Perspektive für innovative Life Science-KMU Wertschöpfungsketten" konzipiert und realisiert, aus der auch dieses Projekt zur Bekämpfung von Herzinsuffizienz hervorgegangen ist.

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Steigende Mieten auch im Umland/ ILS-Studie untersucht Mietpreisentwicklung in 32 deutschen Stadtregionen
(Quelle: ILS-Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung /Stand: 11.02.2020)

Großstädte haben in den vergangenen zwei Jahrzehnten ein Comeback als Orte des Wohnens erlebt. Dieser Trend hat vielerorts die Mieten steigen lassen. Die Wohnungsmärkte sind angespannt. Aktuelle Ergebnisse des Instituts für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) zeigen jetzt, dass auch die Mieten im Umland zunehmend teurer werden. Bezieher geringer Einkommen geraten bei der Wohnungssuche dadurch immer stärker unter Druck. Gemeinsam mit einem Team aus Forscherinnen und Forschern untersuchte Prof. Dr. Stefan Siedentop, Wissenschaftlicher Direktor des ILS, Zahlen zur demografischen Entwicklung, zur Entwicklung der Wohnungsmärkte und zur Bautätigkeit in 32 deutschen Stadtregionen, worunter Großstädte und ihr Pendlereinzugsraum verstanden werden. Es ist eine der ersten bundesweiten Studien, die Fragen der Wohnungsmarktentwicklung aus einer regionalen Perspektive behandelt und so eine differenzierte Betrachtung der Wohnungsmärkte in verschiedenen Regionen in Deutschland ermöglicht.

 

Die 32 untersuchten Regionen haben seit 2011 ein Plus von fast 2,5 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern erfahren. Bei der Unterscheidung von Stadt und Umland gibt es je nach Stadtregion große Unterschiede: Während in Leipzig, Dresden und Erfurt vor allem die Kernstädte gewachsen sind, stellt z. B. in München, Frankfurt a. M. und Nürnberg das Umland den größeren Wachstumsanteil. Diese Entwicklung lässt sich vor allem auf die starken Anstiege der Mieten in den Kernstädten zurückführen. Aber auch attraktive Umlandstandorte entwickeln sich vielerorts zu Hochpreislagen. In prosperierenden Regionen wie Augsburg, Berlin, Freiburg, München oder Stuttgart nahmen die mittleren Angebotsmieten im Umland zwischen 2012 und 2017 um ein Viertel zu. Nur in den ostdeutschen Stadtregionen (außer Berlin) und in Wuppertal lagen die Zuwächse der mittleren Umlandmieten in diesem Zeitraum im einstelligen Bereich.

Diese und weitere Ergebnisse sind im aktuellen ILS-TRENDS „'Stadt oder Umland?' Aktuelle Trends des Bauens und Wohnens in deutschen Stadtregionen" aufbereitet. Bis zum Sommer dieses Jahres werden die einzelnen Parameter der Studie außerdem in einem Online-Tool zugänglich sein.

 

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Reformvorschläge aus dem IAQ: Mindestlöhne kontrollieren
(Quelle: Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) / Stand: 11.02.2020)

Damit Mindestlöhne in Betrieben eingehalten werden, bedarf es mehr und effektiverer Kontrollen. Aufgrund intransparenter Arbeitsbedingungen, unterschiedlicher Regelungen für bestimmte Arbeitsformen und immer komplexerer Zuliefererketten ist die Überprüfung für die zuständigen Behörden heute viel schwieriger als in der Vergangenheit. „Für eine wirksame Abschreckung müssen Kontrollen an der Spitze der Wertschöpfungskette ansetzen, nicht erst auf der Baustelle oder im Supermarkt", fordert ein aktueller Report aus dem Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE).

Das IAQ-Team mit Prof. Dr. Gerhard Bosch, Frederic Hüttenhoff und Dr. Claudia Weinkopf hat die Probleme bei der Durchsetzung (Enforcement) und Einhaltung (Compliance) von Mindestlöhnen untersucht und liefert damit eine erste umfassende empirische Untersuchung zur Kontrolle von Mindestlöhnen in Deutschland.

Probleme sieht das IAQ-Team vor allem in Risikobranchen mit vielen Kleinbetrieben, wechselnden Arbeitszeiten und Einsatzorten sowie in Firmen ohne Tarifbindung und ohne Betriebsräte. Viele Beschäftigte wissen gar nicht, welche Lohnbestandteile auf den Mindestlohnanspruch angerechnet werden dürfen. Bei Verstößen müssen sie in Deutschland selbst vor Gericht ziehen, um vorenthaltene Entgelte einzuklagen. Das machen aber nur wenige.

Wenn die Kontrollkräfte nur auf Hinweise reagieren, sind überdies schnell alle Ressourcen verbraucht, ohne die Verhaltensweisen in der Wirtschaft nachhaltig zu verändern. Das IAQ-Team setzt deshalb auf Prävention: Um die Selbstkontrollen durch die Sozialpartner zu stärken, müsste die Allgemeinverbindlicherklärung von Tarifverträgen, d.h. die Übertragung tarifvertraglicher Rechtsnormen auf bisher nicht tarifgebundene Arbeitgeber und Beschäftigte, deutlich erleichtert werden.

Unternehmen an der Spitze von Wertschöpfungsketten wie im Baugewerbe sollten selbst dafür sorgen, dass auch ihre Subunternehmen Mindeststandards einhalten. Diese gehörten in die Entscheidungs- und Produktionsprozesse eingebaut; auch müssten verbindliche Compliance-Vereinbarungen mit Generalunternehmen abgeschlossen werden.

Das IAQ betont außerdem, dass Beschäftigte wissen müssen, was zur bezahlten Arbeitszeit zählt und was nicht. Dafür bedarf es einer manipulationssicheren Erfassung der Arbeitszeit, auf die die Beschäftigten jederzeit das Recht zur Einsicht haben. Schließlich ließe sich auch die Durchsetzung von Mindestlohnansprüchen verbessern. So könnten die Kontrollbehörden den Geschädigten Erkenntnisse aus den Prüfungen für gerichtliche Verfahren zur Verfügung stellen.

Weitere Informationen:
Bosch, Gerhard / Hüttenhoff , Frederic / Weinkopf, Claudia: Ansatzpunkte für eine effektivere Durchsetzung von Mindestlöhnen. Duisburg: Inst. Arbeit und Qualifikation. IAQ-Report, Nr. 2020-01

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Er ist dann mal weg ...das Institut Arbeit und Technik (IAT) verabschiedet geschäftsführenden Direktor
(Quelle: Institut Arbeit und Technik / Stand: 11.02.2020)

Das Institut Arbeit und Technik (IAT) verabschiedet Prof. Dr. Josef Hilbert am 28. Februar 2020. Josef Hilbert war über 30 Jahre am IAT und hat nicht nur das Institut seit 2011 als geschäftsführender Direktor geleitet, sondern auch bis 2019 den Forschungsschwerpunkt "Gesundheitswirtschaft und Lebensqualität" verantwortet. In diesen Funktionen hat es sich während seiner beruflichen Laufbahn mit Fragestellungen der Arbeitsgestaltung im Gesundheits- und Sozialsektor beschäftigt und u.a. den Begriff "Gesundheitswirtschaft" mitgeprägt. Um die Arbeit und das Wirken Prof. Hilberts zu würdigen, findet im Wissenschaftspark am 28. Feburar 2020 ab 14:30 Uhr eine Festveranstaltung statt.

Noch ein Hinweis: Josef Hilbert möchte gern auf Geschenke verzichten. Sollten Sie jedoch partout nicht mit leeren Händen kommen wollen, bittet er stattdessen um eine Spende (Verwendungszweck "Verabschiedung Josef Hilbert)" an die Heinz-Urban-Stiftung (www.heinz-urban-stiftung.de), eine Stiftung zur Förderung der Kinder- und Jugendarbeit in Gelsenkirchen. Die machen eine tolle Arbeit, sind sehr engagiert und freuen sich über jede Unterstützung.

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IAQ unterstützt neuen „Rat der Arbeitswelt"
(Quelle: Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) / Stand: 11.02.2020)

Das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE) unterstützt zusammen mit dem Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) als Teil der wissenschaftlichen Geschäftsstelle den neu geschaffenen Rat der Arbeitswelt. Die „Geschäftsstelle zur Arbeitsweltberichterstattung für Deutschland" unter der Leitung von Prognos hat ihren Sitz in Berlin. Beim IAQ liegt die Leitung bei der Geschäftsführenden Direktorin, Prof. Dr. Ute Klammer, und Dr. Angelika Kümmerling.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, hat am Dienstag (21. Januar 2020) in Berlin den unabhängigen „Rat der Arbeitswelt" vorgestellt, der künftig Politik, betriebliche Praxis und Öffentlichkeit regelmäßig zum Wandel der Arbeitswelt informieren und beraten wird. Der elfköpfige Rat setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern der betrieblichen Praxis und der Wissenschaft, aus unterschiedlichen Branchen sowie aus vorrangig sozialwissenschaftlichen Disziplinen. Die künftige Berichterstattung des „Rates der Arbeitswelt" wird aus einem Arbeitsweltbericht und einem Informationsportal bestehen und soll eine zentrale Anlaufstelle für alle werden, die sich umfassend über die Arbeitswelt und ihre Zukunft informieren wollen.

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ist mehr als die

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