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Schwarzes Brett

IAT startet Online-Befragung zur Arbeitsgestaltung: Digitale Technik und Mitbestimmung in der Altenpflege
Quelle: Institut Arbeit und Technik (IAT) / Stand: 11.09.2019)

Mit einer Online-Befragung will das Institut Arbeit und Technik (IAT/ Westfälische Hochschule) herausfinden, wie betriebliche Interessenvertretungen den Einsatz digitaler Technik in der Altenpflege mitgestalten. Betriebsräte, Mitarbeitervertretungen und Personalräte aus stationären Pflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten sind eingeladen, an der Untersuchung teilzunehmen.

Digitale Technik hat längst auch in der Altenpflege/Altenhilfe Einzug gehalten. Elektronische Dokumentationssysteme, intelligente Pflegebetten, digitale Tourenplanung, Sensoren zur Sturzprophylaxe oder Telemedizin/Telecare sind nur einige Beispiele, wie Pflegekräfte in ihrer Arbeit unterstützt und die Versorgungs- und Lebensqualität der Pflegebedürftigen verbessert werden kann. Einrichtungen können nach dem „Pflegepersonal-Stärkungsgesetz" von 2018 solche Investitionen kofinanzieren lassen. Einführung und Anwendung sind aber auch für Pflegeeinrichtungen mit großen Herausforderungen verbunden. Gestaltungsstrategien sind gefragt: Welche Technik ist für die Einrichtung oder den Pflegedienst geeignet? Was wird gebraucht und was nutzt im Versorgungs- und Arbeitsalltag? Welche Erwartungen bringen Mitarbeitende ein und welche Kompetenzen brauchen sie, um mit der neuen Technik umgehen zu können?

Mit diesen Fragen müssen sich nicht nur Geschäftsführungen und Leitungskräfte auseinandersetzen, sondern auch die betrieblichen Interessenvertretungen – Betriebsräte, Mitarbeitervertretungen und Personalräte. Bislang liegen kaum Erkenntnisse zu den Erfahrungen, Handlungsmöglichkeiten und Handlungsstrategien betrieblicher Interessenvertretungen im digitalen Wandel der Altenpflege/Altenhilfe vor. Diese Lücke soll durch die Online-Befragung geschlossen werden. Zentrale Themen der Befragung sind: Relevanz digitaler Techniknutzung, betriebliche Mitbestimmung, Beteiligung von Mitarbeitenden, betriebliche Regelungen zur Digitalisierung sowie Strategien des Wissens- und Kompetenzerwerbs betrieblicher Interessenvertretungen.

Die Befragung ist Teil des Projektes „DialoG|S plus – Branchendialog in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft in digitalisierten Arbeitswelten", das neue Formate für eine beteiligungsorientierte Mitgestaltung der Digitalisierung in der Altenpflege/Altenhilfe entwickelt und erprobt. Das IAT führt das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im ESF-Programm „Fachkräfte sichern" finanzierte Projekt gemeinsam mit dem Bildungswerk ver.di Niedersachsen, Region Osnabrück, und dem BIG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen, Essen, durch. In DialoG|S plus erarbeiten Arbeit-/Dienstgeber, Fach- und Führungskräfte und betriebliche Interessenvertretungen in der Altenpflege gemeinsame Ziele, Anforderungen und Strategien für neue digitale Lösungen in Pflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten.

Die Teilnahme an der Befragung nimmt 15-20 Minuten in Anspruch.

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IAT startet Online-Befragung: Was das Management vom Jazz lernen kann: Improvisation, Kreativität und Teamgeist für den digitalen Wandel im Betrieb
(Quelle: Institut Arbeit und Technik / Stand: 11.09.2019)

Die Digitalisierung verändert radikal die Arbeitswelt. Die betrieblichen Akteure brauchen viel Kreativität, müssen neue Formen der Teamarbeit entwickeln, neue Kommunikations-, Kooperations- und Problemlösungsformen finden. Erfahrungen aus anderen Lebenswelten – etwa der Musik – könnten diesen Wandel unterstützen. Wie Jazz als Katalysator für authentisch-partizipative Change-Prozesse dienen kann, untersucht das neue Projekt THINK.JAZZ am Institut Arbeit und Technik (IAT / Westfälische Hochschule Gelsenkirchen).

Zusammen mit dem nrwjazz e.V. (Verein zur Förderung des Jazz in NRW) und erfahrenen Jazzmusikern geht der IAT-Forschungsschwerpunkt Innovation, Raum & Kultur der Frage nach, wie sich aus dem Spiel von Jazzbands Parallelen zu den Anforderungen auf betrieblicher und gesellschaftlicher Ebene finden lassen, wie zum Beispiel die Improvisation für den Umgang mit neuen unerwarteten Situationen und das Erschaffen von Innovationen. Ziel ist die Entwicklung eines Instrumentariums, das es ermöglicht schnell und nachhaltig die notwendigen Schlüsselqualifikationen und betrieblichen Rahmenbedingungen zu definieren, die betrieblichen Akteure hierfür zu sensibilisieren und das Denken in neuen Formen betrieblicher Abläufe und Strukturen anzuregen.

Mit einer bundesweiten Online-Befragung will das Forschungsteam die Sicht aus der unternehmerischen Praxis ermitteln. In dem Online-Fragebogen wird unter anderem nach den erwarteten technisch-organisatorischen Veränderungen im Rahmen der Digitalisierung sowie den Veränderungen der Qualifizierungsbedarfe im Bereich der Soft-Skills gefragt.

Die Befragung läuft bis zum 15. September 2019.

Wer sich die 15 Minuten Zeit nimmt, die Fragen zu beantworten, wird selbstverständlich über die Ergebnisse und weitere öffentliche Veranstaltungen des Projekts informiert. Die Projekterkenntnisse werden in aggregierter Form voraussichtlich als PDF-Dokument veröffentlicht.

>> zum Online-Fragebogen

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Klimaschutz vor Ort: Vernetzt geht es besser
(Quelle: ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung / Stand: 11.09.2019)

Klimaschutz ist längst ein Thema für Städte geworden. Das Verbundforschungsprojekt KlimaNetze hat erforscht, wie sich die im lokalen Klimaschutz beteiligten Personen und Organisationen aus Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung miteinander vernetzen. Gemeinsam haben verschiedene Akteure konkrete Ideen entwickelt und die Zusammenarbeit im und als Netzwerk weiter ausgebaut. Projektleiter war Dr. Martin Stark vom Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS).

Das Forschungsprojekt setzte in den vergangenen drei Jahren auf eine Verbindung von Wissenschaft und Praxis. Mit Hilfe einer sozialen Netzwerkanalyse entstand zunächst ein Überblick über die an Klimaschutzaktivitäten beteiligten Personen und Organisationen. Bei einer Ideen-Werkstatt konnten die Bürgerinnen und Bürger ihre Projekt-Ideen einbringen. Zwei dieser Ideen wurden dann auf einer Auswahl-Werkstatt von allen Beteiligten als Reallabore ausgewählt: Das Reallabor „Verkehrsräume umverteilen" zeigte, wie Verkehrsräume auch anders als nur für den Autoverkehr genutzt werden können und  dei dem Reallabor „MobiNetz" stand in der Projektlaufzeit die Bündelung des ehrenamtlichen Engagements für nachhaltige Mobilität im Fokus. Hier wurden gezielte Interventionen für den lokalen Klimaschutz entwickelt und erprobt. Reallabore ermöglichen Forscherinnen und Forschern zum einen weiterführende Erkenntnisse über soziale Prozesse zu erlangen, zum anderen soll durch die Experimente als soziale Innovation die Zusammenarbeit von Akteuren vor Ort verbessert werden. Die Reallabore wurden eigenverantwortlich von den beteiligten Bielefelder Bürgern und Bürgerinnen entwickelt und umgesetzt. Das Forschungsteam hat durch Moderation, Konzeptionsworkshops, Reflexion und Beratung unterstützt. Für eine erfolgreiche Umsetzung der Reallabore hat das Forschungsteam Kommunikationsstrukturen zwischen Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft und Forschung geschaffen.

Das Format der Reallabore erwies sich als motivierend für die Beteiligten. So konnten zum Beispiel Akteure aus unterschiedlichen gesellschaftlich Bereichen oder auch aus verschiedenen Ämtern der Verwaltung über die Zusammenarbeit ein gegenseitiges Verständnis und Vertrauen aufbauen, welches auch für zukünftige gemeinsame Projekte im städtischen Klimaschutz von Nutzen sein kann. Die guten Erfahrungen aus KlimaNetze haben gezeigt, dass große Potentiale in der unterstützten Umsetzung von zivilgesellschaftlich motivierten Projektideen im Klimaschutz stecken. In einem Folgeprojekt sollen deshalb die Erfahrungen aus dem Projekt auf sowohl andere gesellschaftliche Handlungsfelder, wie beispielweise Konsum und Ernährung, übertragen werden, als auch auf weitere Kommunen oder Städte transferiert werden.

KlimaNetze ist ein Verbundprojekt der Städte Bielefeld und Darmstadt mit dem ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung und den Lehrstühlen für Organisationssoziologie sowie Planungstheorie und Stadtentwicklung der RWTH Aachen University. Außerdem wirken die Transition Town Initiative Bielefeld, die B.A.U.M Consult GmbH und die Sennestadt GmbH als Praxispartner im Projekt mit. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und ist Teil des Förderprogrammes „Nachhaltige Transformation urbaner Räume". 

>> Projekthompage KlimaNetze

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Einkaufen vor Ort oder im Internet? Forschungsprojekt nimmt das Einkaufsverhalten im Kreis Höxter unter die Lupe
(Quelle: Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) / Stand: 11.09.2019)

Seit einigen Jahren bekommt der Handel vor Ort zunehmend Konkurrenz, denn immer mehr Menschen kaufen auch im Internet ein. An den Gemeinden im Kreis Höxter geht dieser Trend nicht vorbei. Wie sich die möglichen Veränderungen im Einkaufsverhalten auf den Handel in der Region auswirken, untersucht jetzt das Forschungsprojekt „Digitalisierung und Onlinehandel: Fluch oder Segen für ländliche Räume?". Das Dortmunder Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) erforscht in Zusammenarbeit mit der Universität Bonn und der TU Dortmund das Einkaufsverhalten in ländlichen Räumen.

Mithilfe von 500 Telefoninterviews in verschiedenen Gemeinden im Kreis Höxter will das Forschungsteam mehr über das Einkaufsverhalten erfahren, um gemeinsam mit den Akteuren in der Region mögliche Perspektiven für die Zentren zu diskutieren. Neben den fünf Kommunen im Kreis Höxter werden zehn weitere Gemeinden im Hochsauerlandkreis und im Kreis Euskirchen betrachtet. Gefördert wird das Projekt durch das nordrhein-westfälische Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie (MWIDE).

 

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Spitze Feder: Institut für Zeitungsforschung erhält Karikaturensammlung von Bernd Gutzeit
(Quelle: Institut für Zeitungsforschung / Stand: 11.09.2019)

Eine umfangreiche Sammlung von fast 1.500 Original-Federzeichnungen des 2015 verstorbenen WR-Zeichners Bernd Gutzeit wurde von seiner Witwe dem Institut für Zeitungsforschung übergeben. Mauerfall und Gorbatschow, Nazis und Olympia, FJS und Willy Brandt, Gentechnik und Umweltpolitik – die 1980er- und 1990er-Jahre boten den Karikaturisten viele Gelegenheiten, um Charakterköpfe abzubilden und tagespolitische Entgleisungen mit spitzer Feder zu kommentieren. Eine umfangreiche Sammlung von fast 1.500 Original-Federzeichnungen des 2015 verstorbenen WR-Zeichners Bernd Gutzeit wurde jetzt von seiner Witwe dem Institut für Zeitungsforschung übergeben, ermöglicht durch den Verein zur Förderung der Zeitungsforschung in Dortmund e.V.

Bernd Gutzeit, geboren 1936, lebte, studierte, lehrte und arbeitete in Dortmund und Schwerte. Der Grafiker war an der Werkkunstschule Dortmund als Dozent und am Fritz-Henßler-Haus als Referent für Musisches Gestalten tätig. Seit 1968 war er einer der letzten bei einer deutschen Tageszeitung festangestellten Karikaturisten und prägte die Seite 2 der Westfälischen Rundschau in Dortmund. Seine Zeichnungen dokumentieren die kritische Sicht auf fast drei Jahrzehnte deutscher und internationaler Geschichte und waren bereits in zahlreichen Ausstellungen in NRW zu sehen.

Institut für Zeitungsforschung sollen die Karikaturen inhaltlich erschlossen und dauerhaft aufbewahrt werden. Eine Auswahl kann auch in Ausstellungen gezeigt werden. Die Federzeichnungen sind eine wertvolle Ergänzung der Institutsbestände, die neben Zeitungen, Zeitschriften, Frühdrucken und Plakaten auch eine Karikaturensammlung und die Nachlässe bedeutender Pressezeichner der Weimarer Republik umfasst. Mit den Zeichnungen von Bernd Gutzeit konnte das Institut das Werk jetzt eines für die Dortmunder Pressegeschichte wichtigen Journalisten des 20. Jahrhunderts übernehmen.

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ist mehr als die

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