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Schwarzes Brett

Machbarkeitsstudie prüft einen elektrischen, unterirdischen Gütertransport
(Quelle: Stadt Bergisch Gladbach / Stand: 07.05.2019)

Ein Team unter der Leitung von Prof. Stein  von der CargoCap GmbH prüft im Rahmen einer Machbarkeitsstudie den elektrischen, unterirdischen Gütertransport in Bergisch Gladbach. Die Stadt beteiligt sich finanziell an dieser Studie. Das Projekt wird partnerschaftlich von der CargoCap GmbH, Bochum, der Hochschule Düsseldorf (HSD), dem Ruhr-Forschungsinstitut für Innovations- und Strukturpolitik (RUFIS), Bochum, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR), Berlin und der Stadt Bergisch Gladbach durchgeführt und von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabrück, gefördert.

Der Rat der Stadt Bergisch Gladbach hat beschlossen, das System "Cargo Cap" unter die Lupe zu nehmen und zu prüfen, ob es als Transportmedium für die Stadt geeignet ist. Viele Lkws und Transporter könnten von den Straßen verschwinden und damit auch die von ihnen verursachten Emissionen in Form von Lärm, CO2 und Feinstaub. Stattdessen verspricht "Cargo Cap", die Güter zukünftig unterirdisch und damit unsichtbar, emissionsfrei und ohne Stau durch die Stadt zu transportieren. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt hat nun für die Erstellung der Machbarkeitsstudie ihre Förderung zugesagt, die Arbeiten für das Gutachten können beginnen.

CargoCap ist in Städten und Ballungsräumen eine innovative, umweltfreundliche Alternative zum Lieferverkehr auf der Straße. Der Transport erfolgt in unterirdischen Fahrrohrleitungen unter der Straße mit automatisierten, elektrisch angetriebenen Spezialfahrzeugen, den sogenannten Caps. Das System sorgt für eine schnelle Entlastung bestehender Verkehrswege und ist darüber hinaus witterungsunabhängig, flexibel und zeitgenau. Gleichzeitig kann es einen wichtigen Beitrag zum seit vielen Jahren debattierten Umwelt- und Klimaschutz insbesondere bezüglich der Lärm-, Feinstaub- und CO2-Emission liefern.

Mit dieser neuen Gütertransportalternative steht eine Technik zur Verfügung, die ohne zusätzlichen Raum- und Verkehrswegebedarf einen maßgeblichen Beitrag zur Entlastung der Straßen leistet. Durch die unterirdische Streckenführung kann das CargoCap-System jederzeit und uneingeschränkt ohne Inanspruchnahme wertvoller städtischer Flächen erweitert und damit die Transportkapazität gesteigert werden. Die Verlegung der Fahrrohrleitungen erfolgt unterirdisch und umweltfreundlich ohne Ausheben eines Grabens und damit ohne baustellenbedingte Störungen der Anwohner durch Lärm, Schmutz und Straßensperrungen. Auch der Einzelhandel wird nicht beeinträchtigt, da die ungehinderte Zugänglichkeit zu den Geschäften erhalten bleibt.

Inzwischen ist das CargoCap-System erprobt und bis zur Praxisreife weiterentwickelt, sodass es sofort einsetzbar ist. Nun soll im Rahmen einer Machbarkeitsstudie geprüft werden, inwieweit der Einsatz des CargoCap-Systems in Bergisch Gladbach sowohl aus ökologischer Sicht die Luft- und Lebensqualität in der Stadt verbessert als auch in ökonomischer Hinsicht für potentielle Investoren und Betreiber rentabel ist.

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Aktuelle Unstatistik: Gelsenkirchen #401
(Quelle: RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung / Stand: 07.05.2019)

Im April 2019 wurde eine Studie aus dem Mai 2018 als Unstatistik virulent: Wie u.a. die WAZ berichtet, weigern sich mehrere Oberbürgermeister und Landräte des Ruhrgebiets, an zwei vom ZDF geplanten Ranglisten, dem „Familienatlas" und dem „Seniorenatlas", teilzunehmen. Hintergrund ist die Verärgerung der Lokalpolitiker über die Studie „Wo lebt es sich am besten? Die große Deutschland-Studie" aus der Dokumentations-Reihe ZDFzeit vom Mai 2018, die von der Prognos AG im Auftrag des ZDF erstellt wurde. Auf Basis von 53 Indikatoren, die den Kategorien „Arbeit und Wohnen", „Gesundheit und Sicherheit" sowie „Freizeit und Natur" zugeordnet wurden, kam die Prognos-Studie 2018 zu dem Ergebnis, dass Gelsenkirchen im Ranking der lebenswertesten Regionen Deutschlands den letzten Platz einnimmt. Im Anschluss wurde dieses Ergebnis unter dem Hashtag #401 im Ruhrgebiet breit diskutiert. Die Aufregung der Oberbürgermeister und Landräte wäre wohl sehr viel kleiner, wenn Sie das Städteranking von ZDF als das nehmen würden, was es ist – eine Unstatistik.

Sicherlich betrachtet die Studie von ZDF und Prognos einzelne wichtige Indikatoren zur ökonomischen und kulturellen Situation der Regionen in Deutschland. Diese können auch für Lokalpolitiker sehr hilfreich sein. Aus den Indikatoren jedoch ein allumfassendes Ranking der Lebensqualität in den Regionen abzuleiten, ist zumindest fraglich und birgt eine Vielzahl von Problemen. Die weitgehend willkürliche Gewichtung der einzelnen Indikatoren, die das Ergebnis dieses Rankings erheblich beeinflussen, wollen die Unstatistik-Autoren an dieser Stelle nicht im Detail thematisieren. Denn das viel grundlegendere Problem derartiger Rankings liegt in der Auswahl der dem Ranking zugrundeliegenden Indikatoren und deren Zuordnung zu einzelnen Kategorien.

Regionen mit strukturellen ökonomischen Problemen haben in diesem Ranking keine Chance

Viele der vom ZDF verwendeten Indikatoren sind hoch miteinander korreliert. So verwendete das ZDF in der Kategorie „Arbeit und Wohnen" die Indikatoren Arbeitslosenquote, verfügbares Einkommen, Anteil der Einwohner in Bedarfsgemeinschaften und Anzahl der privaten Schuldner je 100 volljährige Einwohner. Da eine hohe Arbeitslosenquote üblicherweise mit einem geringeren durchschnittlichen Einkommen, einem hohen Anteil von Einwohnern in Bedarfsgemeinschaften und vielen privaten Schuldner einhergeht, werden Regionen mit strukturellen ökonomischen Problemen automatisch ans Ende des Städterankings katapultiert. Daran können die in diesen Regionen üblicherweise geringeren Mieten aufgrund ihrer geringen Gewichtung im Ranking nichts ändern. Zudem ist die Zuordnung der Indikatoren zu den einzelnen Kategorien durchaus diskussionswürdig.

Nicht zuletzt ist die holzschnittartige Interpretation einiger Indikatoren als „gut" oder „schlecht" problematisch. Führen mehr Sonnenstunden pro Jahr wirklich zu einer höheren Lebensqualität? Noch im Rekordsommer 2018 haben viele Medien über die zahlreichen „vorzeitigen Todesfälle" aufgrund der Hitze berichtet. Und warum führt nur die Anzahl klassischer Kulturveranstaltungen mit eigenem Ensemble und institutioneller Förderung zu einer höheren Lebensqualität, nicht aber die Existenz eines traditionellen Fußballvereins in der 1. Bundesliga? Die Gemeinde Wacken, in der jedes Jahr eines der weltweit größtes Heavy-Metal-Festivals mit über 80.000 Teilnehmern stattfindet, würde den dazugehörigen Kreis Steinburg in Schleswig-Holstein in der Kategorie „Freizeit und Natur" sicherlich von einem unteren in die oberen Ränge schieben, wenn auch Rockmusik als Kultur angesehen würde.

Rankings setzen falsche Anreize für die Lokalpolitik

Solche Rankings lenken die Anreize für Lokalpolitiker daher tendenziell in die vollkommen falsche Richtung. Um im Ranking möglichst schnell nach oben zu kommen, dürften ineffiziente Krankenhäuser nicht geschlossen werden (obwohl die Notfallversorgung weiterhin gewährleistet wäre) oder es würde das x-te hochsubventionierte Theater eröffnet. Maßnahmen, die sich nur sehr langfristig positiv auf das Ranking auswirken, wie beispielsweise die nachhaltige Ertüchtigung der Schulen, könnten hingegen in der Dringlichkeitsliste nach unten rücken. Also liebe Oberbürgermeister und Landräte: Nehmt dieses Ranking als das, was es ist – statistischer Unfug – und konzentriert euch auf die in eurem Zuständigkeitsbereich drängendsten Probleme. Das hilft allen Bürgerinnen und Bürgern weit mehr als ein Top-Platz in einem fragwürdigen Städte-Ranking. Liegt das primäre Interesse des vom ZDF geplanten „Familienatlas" und „Seniorenatlas" in einem erneuten Ranking, kann man diese Pläne durchaus boykottieren.

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Spendenaktion: IfADoler sammeln „Deckel gegen Polio"
(Quelle: Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund IfADo / Stand: 07.05.2019)

Das Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) beteiligt sich ab sofort an der Aktion „Deckel gegen Polio" und sammelt Kunststoffdeckel für den guten Zweck. In Deutschland gilt die Infektionskrankheit Poliomyelitis, kurz Polio oder auch Kinderlähmung genannt, seit 1990 als ausgerottet. Ähnliches gilt für weite Teile der Welt seit einer WHO-Impfkampagne aus dem Startjahr 1988. Trotz intensiver Bemühungen kommt das Virus noch in zwei Ländern endemisch vor: Pakistan und Afghanistan. Zudem ist es immer wieder zu Ausbrüchen in bestimmten Regionen gekommen. Die unheilbare Krankheit ist hoch ansteckend, wird hauptsächlich fäkal-oral übertragen, verursacht unter anderem Lähmungserscheinungen und kann schlimmsten Falls tödlich enden.

500 Deckel für Impfdosis

„Nie wieder Kinderlähmung" – lautet daher das Ziel der gemeinnützigen Organisation „Rotary International". Unterstützung erhält die Initiative vom Verein „Deckel drauf e.V.", der eine ungewöhnliche Spendenaktion angeregt hat: Der Verein sammelt deutschlandweit Kunststoffdeckel von Getränkeflaschen und verkauft diese aus hochwertigen Kunststoffen (HDPE und PP) bestehende Deckel an Recyclingunternehmen. Das Geld aus dem Erlös fließt laut Angaben des Vereins ohne Abzug an den Verein Rotary Gemeindienst Deutschland e.V., der davon Schluckimpfungen gegen Polio finanziert. Der Wert von 500 Deckeln ermöglicht eine Impfung: Laut Unicef kostet eine Dosis Impfstoff 15 Cent, ein Kleinkind braucht drei Impfdosen im Abstand von einigen Wochen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IfADo beteiligen sich seit einiger Zeit ebenfalls freiwillig an der Aktion. Dazu wurden mehrere Boxen im Institut aufgestellt, um die bunten Deckel zu sammeln. „Die Erforschung und Entwicklung eines Impfstoffs gegen Poliomyelitis hat dazu geführt, dass die Kinderlähmung bei uns ausgerottet wurde. Als außeruniversitäres Forschungsinstitut mit einer immunologischen Forschungsabteilung möchten wir mit dieser Aktion einen kleinen Beitrag leisten, um Impfungen weltweit zu ermöglichen", sagt Prof. Dr. Carsten Watzl, wissenschaftlicher Leiter der Abteilung Immunologie am IfADo.

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Neues Ehrenamt für MPI-CEC-Gruppenleiter: Berufung von Andreas Vorholt in die Kommission der GeCatS
(Quelle: Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion / Stand: 07.05.2019)

Der Lenkungskreis der Deutschen Gesellschaft für Katalyse hat PD Dr. Andreas J. Vorholt für eine Amtszeit von 5 Jahren als Kommissionsmitglied berufen. Die Deutsche Gesellschaft für Katalyse (German Catalysis Society GeCatS) ist die Plattform für die gesamte deutsche Katalyse-Community im Bereich Forschung und Anwendung. Sie selbst sieht sich als Schnittstelle „für den wissenschaftlich-technischen Austausch zwischen Industrie, Hochschulen, außeruniversitären Forschungsinstituten und forschungs-politischen Organisationen" und vertritt dabei die Interessen der Katalyse-Community auf nationaler und internationaler Ebene. Ein besonderes Anliegen der Gesellschaft ist es das Verständnis für das Thema Katalyse und ihre Bedeutung in der breiten Öffentlichkeit zu fördern. Die GeCatS besteht unteranderem aus einem Lenkungskreis und einer Kommission. Während der Lenkungskreis die Gesellschaft in allen Bereichen im Hinblick auf ihre Aufgaben und Ziele vertritt, widmet sich die Kommission der strategischen Ausrichtung der Katalyseforschung. Sie berät und unterstützt den Lenkungskreis.

Andreas Vorholt, Leiter der Gruppe ‚Multiphasenkatalyse' am MPI CEC und Dozent am Institut für Technische Chemie der TU Dortmund sowie am ITMC an der RWTH Aachen, wird als neues Kommissionsmitglied unteranderem mit Malte Behrens (Universität Duisburg-Essen), Regina Palkovits (RWTH Aachen) und Jennifer Strunk (LIKAT Rostock) – ehemalige Forschungsgruppenleiterin am MPI CEC – zusammenarbeiten. Bereits im vergangenen Jahr würdigte die GeCatS das Engagement und die Forschungsarbeit von Andreas Vorholt, als sie ihn mit dem Jochen Block-Preis 2018 auszeichnete. Andreas Vorholt erhielt den Preis damals „für seine Arbeiten zur homogen katalysierten Umsetzung von nachwachsenden Rohstoffen mit innovativen Reaktorkonzepten." Der Jochen Block-Preis wird von der GeCatS an Nachwuchswissenschaftler für grundlegende und originelle Forschungsvorhaben auf dem Gebiet der Katalyse verliehen.

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Interdisziplinäre Studierendenwerkstatt: Dokumentation der Spring School in der Bochumer Flüssesiedlung jetzt online
(Quelle: InWIS - Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung/ EBZ Business School / Stand: 07.05.2019

Im vergangenen Jahr konnte das InWIS - Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung eine interdisziplinäre Studierendenwerkstatt organisieren - mit Studierenden der EBZ Business School, der TU Dortmund, Fakultät Raumplanung und der Ruhr-Universität Bochum. Spannend, was angehende Master Projektentwicklung, Raumplanung und Geografie gemeinsam schaffen, wenn sie sich ein halbes Jahr mit den Perspektiven einer zentral im Quartier "Flüssesiedlung" gelegenen evangelischen Kirche auseinandersetzen. InWIS-Mitarbeiter Ricardo Lai hat die Ergebnisse dokumentiert.

 >> zur Dokumentation der Spring School in der Bochumer Flüssesiedlung

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