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„Mutiges Projekt, das europäische Öffentlichkeit schafft" - Günter-Wallraff-Preis für Journalismuskritik 2019 geht an das European Journalism Observatory
(Quelle: Erich-Brost-Institut für Internationalen Journalismus / Stand: 04.07.2019)

Das EBI-Projekt European Journalism Observatory (EJO) ist mit dem Günter-Wallraff-Preis für Journalismuskritik 2019 ausgezeichnet worden. Die Preisverleihung fand im Deutschlandfunk statt; die Laudatio hielt die Chefredakteurin des Deutschlandfunks, Birgit Wentzien.

Das European Journalism Observatory ist ein Gemeinschaftsprojekt von 14 west- und osteuropäischen Journalismus-Instituten, u.a. dem Reuters Institute an der Oxford University, und erscheint in 12 Sprachen. Es baut Brücken zwischen Journalismusforschung und Medienpraxis und leistet unabhängige europäische Medienkritik. Gerade in den EJO-Partnerländern wie Ungarn und Polen, in denen zunehmend Druck auf die Medien ausgeübt wird, ist dies von großer Bedeutung.

Geleitet wird das European Journalism Observatory von der TU-Professorin Susanne Fengler, Geschäftsführerin des Erich-Brost-Instituts für internationalen Journalismus (EBI) an der TU. Tina Bettels-Schwabbauer verantwortet die Website redaktionell.

Deutschlandfunk-Chefredakteurin Birgit Wentzien würdigte das EJO als „mutiges Projekt, das europäische Öffentlichkeit in Sachen Medien schafft". Darüber hinaus sporne es Redaktionen in Europa zu einem selbstkritischen und transparenten Umgang mit eigenen Fehlern an. Namensgeber und Mit-Initiator des mit 5.000 Euro dotierten Preises ist der legendäre Investigativ-Journalist Günter Wallraff. Prof. Dr. Susanne Fengler: „Der Preis ist zugleich eine große Auszeichnung für unsere europäischen Partner, die sich – gerade in Süd- und Osteuropa - unter oft sehr schwierigen Rahmenbedingungen für Qualität im Journalismus und unabhängige und transparente Medien einsetzen."

Das Preisgeld wird das EJO-Team für neue gemeinsame Forschungsprojekte einsetzen; in Kürze erscheint eine Studie des EJO, die die Medienberichterstattung über Migration in 17 europäischen Staaten, der USA und Russlands vergleichend untersucht.

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