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Schwarzes Brett

Rohstoff aus Unkraut: Nachhaltigkeitsprojekt mit äthiopischer Universität gestartet
(Quelle: Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion /Stand: 08.08.2019)

Gemeinsam mit der äthiopischen Universität Addis Ababa startete das MPI CEC kürzlich ein Projekt, in dem aus einem „Unkraut" nachhaltige chemische Produkte erzeugt werden sollen. Initiiert wurde die Kooperation durch Prof. Walter Leitner und Prof. Yonas Chebude, Leiter der Fakultät für Chemie in Addis Ababa. Die Forschungsgruppe um Chebude versucht, aus dem Öl der Pflanze Vernonia galamensis, die allgemein als "Unkraut" bezeichnet wird, nachhaltige chemische Produkte – beispielsweise biologisch abbaubaren Plastik oder Klebstoffe - zu erzeugen. Dafür sind Katalysatoren nötig, die im Projekt gemeinsam entwickelt werden sollen. Geplant ist ein wechselseitiger Aufenthalt von Doktoranden und technischen Mitarbeitern.

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Jordanische Gaststudierende erforschen am ISAS Lösungen für die Wasseraufbereitung
(Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften ISAS/ Stand: 08.08.2019)

11 Studierende aus Jordanien sind seit Anfang Juli im Rahmen des DAAD geförderten Programms „A Novel Antimicrobial polymeric Nanocomposite for Antifouling Water Filtration Membrane" zu Gast am ISAS. Bereits seit fünf Jahren bietet das ISAS Studierenden natur- und ingenieurwissenschaftlicher Fachrichtungen aus Hochschulen in Jordanien im Rahmen des DAAD-Programms „Deutsch-Arabische Transformationspartnerschaft" eine achtwöchige Summer School zu wechselnden Schwerpunktthemen mit hoher gesellschaftlicher Relevanz im Zielland. Ziel der diesjährigen Summer School ist es, Lösungsansätze für die Entwicklung effizienter und kostengünstiger Wasserfilter unter Einsatz von Membranen in einem interdisziplinären und anwendungsorientierten Lehrformat zu erforschen.

Die Arbeiten der Studierenden greifen dabei unter anderem Ansätze aus dem Forschungsprojekt „Biohybride Grenzflächen und ihre Anwendung in der Diagnostik" auf. In diesem Projekt wird untersucht, wie Oberflächen so modifiziert werden können, dass sie z.B. für Krankheitskeime abstoßend wirken oder in anderen Anwendungen für Zellen oder Gewebe attraktiv sind und es werden Wechselwirkungen zwischen Material und Biologie erforscht. In diesem Zusammenhang wird auch das „Zuwachsen" von Membranen („Fouling"), wie sie in der Wasseraufbereitung Verwendung findet, betrachtet. Innovative Verfahren, die zur Reduktion von Keimen im klinischen Umfeld führen, könnten so auch für die Wasseraufbereitung genutzt werden. Damit können am ISAS gewonnene Ergebnisse auch in andere Kontexte übertragen und nutzbar gemacht werden.

Neben den anwendungsorientierten Lerneinheiten umfasst das Curriculum fachübergreifende Module wie Statistik, wissenschaftliches Publizieren, zu IT-Anwendungen und seit diesem Jahr auch das Modul Entrepreneurship, das die Themen Technologietransfer und Gründung von Start-ups umfasst. Die Summer School wird durch Besuche an den Dortmunder Hochschulen und bei anderen Instituten und Unternehmen ergänzt. Initiiert wurde der Austausch mit den jordanischen Hochschulen von Roland Hergenröder, der die Gruppe Bioresponsive Materials am ISAS leitet.

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Veränderte Öffnungszeiten im Institut für Zeitungsforschung vom 12.08. - 06.09.19
(Quelle: Institut für Zeitungsforschung / Stand: 08.08.2019)

Vom 12. August bis einschließlich 6. September 2019 ist das Institut von Dienstag bis Freitag jeweils von 10:00 bis 13:00 Uhr geöffnet.

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ZeitzeicheN-Preis 2019 - Bewerbung bis zum 15.8.2019 möglich
(Quelle: Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW /Stand: 08.08.2019)

Zum 13. Mal wird der Deutsche Lokale Nachhaltigkeitspreis ZeitzeicheN verliehen. Damit wird beispielhaftes Engagement für die Umsetzung der Agenda 2030 ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Vorbildliche Initiativen, die die Zeichen der Zeit erkannt haben, immer wieder neue Akteur*innen zum Handeln ermuntern und neue Wege der Kommunikation ihrer Projektideen beschreiten, erfahren Wertschätzung, erhalten neue Anstöße und regen zum Mitmachen an.

Bewerbungen für den ZeitzeicheN-Preis können bis zum 15.8.2019 online eingereicht werden.

Es gibt fünf Bewerbungskategorien:

Die Bewerbung kann in einer der vier Jury-Kategorien erfolgen:

_BNE – außerhalb von Lehrplan und Klassenzimmer
_Nachhaltige Gemeinde-, Stadt- und Regionalentwicklung
_Nachhaltig produzieren und konsumieren
_Internationale Partnerschaften

oder in der fünften Kategorie: „Zukunftstauglich" – Live-Pitch am 12.11.2019 in Berlin

In diesem Jahr stellt die fünfte Kategorie eine Besonderheit dar und ist unabhängig von den oben genannten Jury-Kategorien. Projektideen, die zum Thema „Zukunftstauglichkeit" passen, können auf der Veranstaltung am 12.11.2019 in Berlin direkt in Form eines spannenden kurzen Live-Vortrag präsentiert werden. Die Teilnehmer*innen der Veranstaltung stimmen dann live und vor Ort über das Gewinnerprojekt ab. Interessent*innen für diese Kategorie präsentieren ihre Idee in Form eines 90 Sekunden Bewerbungsvideos und laden es online bei der Bewerbung hoch. Bewerbungen sind entweder in den Jury-Kategorien oder in der fünften Kategorie möglich.

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Internationales Forschungsprojekt: IKT testet passive Wurzelschutzmaßnahmen in weltweit einmaligem Versuchsaufbau
(Quelle: IKT – Institut für Unterirdische Infrastruktur / Stand: 08.08.2019)

Leitungen und Baumwurzeln – da schrillen bei den Betreibern sofort die Alarmglocken. Denn mit Wurzel­einwuchs zum Beispiel in Abwasser­leitungen schlagen sich Abwasser­netz­betreiber fast täglich herum. Bei anderen Netzen wie Fernwärme, Gas oder Trinkwasser ist eher die Umwurzelung der Leitungen problematisch. Denn die Wurzeln können etwa bei Sturm enorme Lasten übertragen. Eigentlich will man Wurzeln gar nicht im Leitungs­graben haben. Und schon gar nicht in den Leitungen. Doch am Stadtgrün die Kettensäge anzusetzen will man mit Rücksicht auf das Stadtklima auch nicht. Zum Glück gibt es innovative Produkte und Verfahren, die die Wurzeln von den Leitungen fern halten. Sollen. Ob sie das wirklich tun, untersucht das IKT zurzeit in einem inter­nationalen Projekt gemeinsam mit Partnern aus den Nieder­landen. In einem weltweit einmaligen Versuchsaufbau werden passive Maßnahmen zum Schutz von Leitungen vor Wurzeleinwuchs wie Platten, porenarme Verfüllbaustoffe, Folien und spezielle Rohr­verbindungen getestet.

Wurzeln beim Wachsen zusehen

In einem Neubaugebiet in der nahe Amsterdam gelegenen Stadt Almere wurden entlang zweier Leitungen zehn Bäume gepflanzt, deren Wurzeln jetzt unter Beobachtung stehen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn an zwei Stellen wurden Glasscheiben eingebaut, sodass man den Wurzeln tatsächlich beim Wachsen zusehen kann. Damit Anwohner und Passanten verstehen, was es mit der Anlage auf sich hat, wurde jetzt eine Informations­tafel aufgestellt, die das Projekt und seine Ziele verständlich erläutert. An den Leitungen und in den Leitungsgräben der Versuchsanlage wurden 24 Systeme aus verschiedenen Werkstoffen zum passiven Schutz vor Wurzeleinwuchs eingebaut. Darunter sind spezielle Rohrverbindungen, porenarme Verfüll­bau­stoffe, Folien und Platten. Die Produkte und Verfahren wurden durch den Auftrag­geber ausgewählt, das heißt es wurden die Systeme eingesetzt, die für die Stadt Almere aus unter­schied­lichen Gründen besonders interessant sind.

Wurzeln und Leitungen auf Distanz halten

Hintergrund des Ganzen: Unterirdisch verlegte Leitungen und die Wurzeln der Stadtbäume teilen sich denselben Bodenraum und geraten immer wieder aneinander. Wegen des hohen Grundwasserspiegels in Almere sind die Platzverhältnisse unter den Straßen hier besonders beengt. Unterirdische Abwasserleitungen werden in Almere nur ungefähr einen Meter unter Gelände­oberkante eingebaut. Um beim Neubau von unterirdischen Leitungen späteren Wurzeleinwuchs zu vermeiden, wurden in der Vergangenheit vereinzelt Bäume im Bestand vorsorglich gefällt. In Zeiten des Klimawandels eine sehr unpopuläre Maßnahme, die man in Zukunft unbedingt vermeiden möchte. Daher ist die Gemeente Almere sehr an neuen Konzepten interessiert, die eine grüne Stadt und optimalen Schutz der Leitungen vor Wurzeleinwuchs vereinen.

Projektziele

Ziel dabei ist es, entweder den Bettungs­bereich der Leitungen für Wurzeln möglichst unattraktiv zu gestalten (porenarme Verfüllbaustoffe), das Wurzel­wachstum in unschädliche Bereiche zu lenken (Platten und Folien) oder das Einwachsen der Wurzeln in die Leitung zu verhindern (Mantelrohre und wurzelfeste Muffen). Ob diese Maßnahmen auch über einen längeren Zeitraum die Wurzeln von den Leitungen fernhalten und wirksam verhindern, dass Wurzeln um die Rohre herum oder in sie hinein wachsen, ist bisher kaum erforscht. Mit diesem internationalen Forschungsprojekt wollen die Beteiligten ein Stück beitragen zu einem besseren Stadtklima, zu grüneren Städten und zu sichererem Kanal­betrieb. Und zu einer besseren Nachbarschaft – zwischen Leitungs­eigentümer und Baumbesitzer genauso wie zwischen benachbarten Ländern.

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"Das Ganze
ist mehr als die

Summe seiner Teile."

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