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Schwarzes Brett

BioSorb: Fraunhofer-Forschende wollen Aktivkohle durch proteinhaltige, nachwachsende Rohstoffe ersetzen
(Quelle: Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT / Stand: 07.05.2019)

Nicht alle Substanzen werden in Kläranlagen abgebaut. Rückstände von Medikamenten, Bioziden und Industriechemikalien etwa gelangen daher in die Umwelt. Zwar verfügen Kläranlagen häufig über eine nachgeschaltete Aktivkohleadsorption, aber auch hier können diese Spurenstoffe nur zum Teil zurückgehalten werden. Hinzu kommt, dass Aktivkohle ein fossiler Rohstoff ist, der in erster Linie unpolare oder we­nig polare Substanzen binden kann. Polare und ionisierte Stoffe hingegen bleiben meist im Wasser zurück. Hier setzt das Projekt BioSorb an.

Das Fraunhofer UMSICHT entwickelt gemeinsam mit dem Fraunhofer ITWM neue Adsorptionsmittel für die Eliminierung von Spurenstoffen in kommunalen Abwässern. Die Adsorptionsmittel sollen auf nachwachsenden Rohstoffen basieren und dabei deutlich ressourcenschonender und auch selektiver als herkömmliche Aktivkohle vorgehen. Besonders proteinbasierte Materialien sind vielversprechende Biosorbenzien, da diese weltweit in großem Umfang und endlos vorhanden sind; oft sogar als Abfallstoffe.

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Urban Farming: Fraunhofer UMSICHT und Chiba University kooperieren
(Quelle: Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT / Stand: 07.05.2019)

Der Anteil der städtischen Bevölkerung wächst stetig. Damit einher geht die Herausforderung der nachhaltigen Versorgung mit Nahrungsmitteln. Deutsche und japanische Forschende wollen zukünftig stärker bei der Entwicklung neuer Technologien für die urbane Landwirtschaft zusammenarbeiten.

Pflanzenfabrik (Versuchsanlage) auf dem Gelände der Chiba University.

Im März war Volkmar Keuter, Leiter der Abteilung "Photonik und Umwelt" am Fraunhofer UMSICHT und Projektleiter inFarming®, zu Besuch am Center for Environment, Health and Field Sciences der Chiba University in Japan. Keuter informierte sich vor Ort über die Aktivitäten des Teams um Prof. T. Kozai, Japan Plant Factory Association (JPFA), und Prof. M. Takagaki, Direktor Center for Environment, Health and Field Sciences, Chiba University. Neben dem technisch-wissenschaftlichen Austausch und dem Besuch der Produktions- und Forschungsanlagen stand vor allem die zukünftige Kooperation zwischen den japanischen Experten und deutschen Forschern im Fokus.

Die Chiba Universität gehört gemeinsam mit der JPFA zu den technologischen Vorreitern sogenannter Plant Factories (Pflanzenfabriken). Hierbei handelt es sich um geschlossene Kultivierungssysteme, in denen Licht, Feuchtigkeit, Kohlendioxid und Temperatur kontrolliert werden. Durch die Unabhängigkeit von äußeren Bedingungen können ganzjährig pflanzliche Produkte mit gleichbleibender Qualität erzeugt werden. Die Zahl der Pflanzenfabriken steigt stetig – und das weltweit. Ziel des Centers ist es, Grundlagenforschung und angewandte Forschung zu den Bereichen Umwelt, Gesundheit, städtischer Gartenbau und Feldwissenschaften zu fördern. Interdisziplinäre und internationale Kooperationen in Forschung, Bildung und verwandten Bereichen spielen dabei eine wichtige Rolle.

Japan Plant Factory Association (JPFA)
Die JPFA ist eine gemeinnützige Organisation, die 2010 von Fakultäten der Chiba University gegründet wurde und am Projekt PlantFactory beteiligt ist, das vom japanischen Ministerium für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei finanziert wird. Das Ziel der JPFA ist es, durch die Entwicklung und Verbreitung nachhaltiger Anlagen praktikable Lösungen für aktuelle Probleme im Zusammenhang mit Lebensmitteln, Umwelt, Energie und Ressourcennutzung zu bieten.

Fraunhofer UMSICHT
Das Fraunhofer UMSICHT ist in Deutschland einer der Pioniere für die gebäudeintegrierte Lebensmittelproduktion. Schon früh hat das Forschungsinstitut die Grundlagen zur Entwicklung von Systemen gelegt, die Stoff- und Energieströme in Metropolregionen flexibel nutzbar machen. Unter der Dachmarke inFARMING® treibt das Fraunhofer UMSICHT die Integration der Agrikultur in Städte und Metropolen voran. Hierfür entwickeln Forschende u. a. Materialien, vertikale Kultivierungsmethoden, spezielle Belichtungsstrategien und Kreislaufverfahren für Nährstoffe, Wasser und Energie. Hinzu kommen Machbarkeits- und Umsetzungsstudien sowie Akzeptanz- und Partizipationsstudien.

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Römischer Bergbau im Kosovo: Montanarchäologische Grabungen des Deutschen Bergbau-Museums
(Quelle: Deutsches Bergbau-Museum Bochum/ Stand: 07.05.2019)

Zum wiederholten Mal sind Forscherinnen und Forscher des Deutschen Bergbau-Museums Bochum (DBM) im April in den Kosovo gereist, um in der Umgebung der antiken Stadt ULPIANA nahe Pristina Anzeichen für römische Blei- und Silberproduktion aufzuspüren und genauer zu beschreiben.

Dazu führt das Team der DBM-Forschungsbereiche Archäometallurgie und Montanarchäologie gemeinsam mit Kollegen vom Archäologischen Institut des Kosovo in diesem Jahr erneut Geländebegehungen in der Region durch. Es gilt, alte Pingen zu identifizieren und Erzreste, Schlacken sowie archäologisch datierbare Keramik oder Holzkohle für C14-Datierungen zu sammeln. Die Proben werden nach der Rückkehr des Teams mit naturwissenschaftlichen Methoden untersucht. Der Survey gehört zu den Forschungsaufgaben des DFG-geförderten Projekts „Römischer Bergbau im Kosovo. Kupfer, Blei und Silber für Ulpiana", das seit einigen Jahren gemeinsam von den Forschungsbereichen Archäometallurgie und Montanarchäologie am Deutschen Bergbau-Museum Bochum durchgeführt wird.

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Call for Papers „Materielle Kulturen des Bergbaus"
(Quelle: Deutsches Bergbau-Museum Bochum / Stand: 07.05.2019)

Vom 05. bis 07. Dezember 2019 veranstaltet das Montanhistorische Dokumentationszentrum (montan.dok) die internationale Fachtagung „Materielle Kulturen des Bergbaus / Material Cultures of Mining" im Deutschen Bergbau-Museum Bochum. Vortragsangebote für die Tagung werden bis zum 15. Juni 2019 erbeten. Das Ziel der Tagung ist es, neuere Ansätze der Material Culture Studies methodisch zu reflektieren und auf die jüngere Geschichte des Bergbaus anzuwenden. Angesprochen sind hier neben Bergbauhistorikerinnen und Bergbauhistorikern insbesondere Vertreterinnen und Vertreter aus der Technik- und Wissenschaftsgeschichte, der Zeitgeschichte, der Museologie und der Archäologie. Die Beiträge sollten sich nach Möglichkeit in einem der folgenden Themenbereiche verorten lassen:

Wissensobjekte
Bergbauobjekte sind z. B. Teil der bergmännischen Ausbildung, bei der sie etwa in Lehre und Forschung in Form von Modellen zum Einsatz kamen. Zu fragen ist nach der Überlieferung dieser und ähnlicher Objekte und ihrer Rolle innerhalb einer wissensbezogenen Geschichte des Bergbaus. Hierzu gehört ebenso die Wissensvermittlung in musealen Kontexten, die etwa in der Aufstellung von Dioramen und der Errichtung von Anschauungsbergwerken ablesbar ist.

Gedächtnisobjekte
Objekte wie Bergbaufahnen oder figürliche bzw. bildliche Darstellungen der Heiligen Barbara stehen oft im Spannungsverhältnis persönlicher Erinnerungen und einer branchenbezogenen Gedächtniskultur. Zu fragen wäre hier nach den institutionellen Rahmenbedingungen, in denen sich das Sammeln, die Präsentation und die Umdeutung dieser Objekte vollziehen. Zugleich geht es um die mit ihnen verbundenen bergbauspezifischen Erzählungen und Geschichtskonstruktionen.

Alltagsobjekte
Gemeint sind hier im Kern Gebrauchsgegenstände und Massenprodukte. Als serielle und normierte Objekte stehen sie etwa als Kunststoff-Schutzhelm für einen bestimmten Sicherheitsstandard im Bergbau. Welche Rolle spielen diese Objekte in der Geschichte des Bergbaus und wie lassen sie sich etwa im Spannungsverhältnis von Standardisierung und Normierung einerseits und alltäglichem Gebrauch andererseits beschreiben?

Technische Objekte
Die Bergbautechnik gehört zum Kernbestand vieler historisch ausgerichteter Sammlungen. Das Spektrum reicht hier von Werkzeugen und Maschinen bis hin zu erhaltenen Bauwerken über und unter Tage. Eine Frage könnte hier beispielsweise lauten, welche Rolle bestimmte Materialien wie Kunststoff oder Aluminium bei ihrer Entwicklung und Herstellung spielten.

Abstracts im Umfang von max. 500 Wörtern und ein CV werden bis zum 15. Juni 2019 erbeten an Dr. Stefan Siemer (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Die Entscheidung über Annahme oder Ablehnung des Vorschlags erfahren die Einsenderinnen und Einsender bis zum 15. Juli 2019.

Die Reise- und Übernachtungskosten der Vortragenden können vom Veranstalter übernommen werden. Eine Veröffentlichung der Tagungsbeiträge ist geplant.

Kontakt: Dr. Stefan Siemer, Deutsches Bergbau-Museum Bochum, Montanhistorisches Dokumentationszentrum (montan.dok), Am Bergbaumuseum 28, 44791 Bochum, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!,">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel.: +49 (0) 234 5877 158

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Forschungsverbund zu Umweltgeschichte und Bergbau im deutsch-deutschen Vergleich gestartet
(Quelle: Deutsches Bergbau-Museum Bochum/ Stand: 07.05.2019)

Wie Ost- und Westdeutschland mit den landschaftlichen Folgen des Bergbaus umgingen, untersucht ein neues Forschungsprojekt, das das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms zur Stärkung der DDR-Forschung mit rund 2,5 Millionen Euro fördert. Im Fokus stehen dabei umweltpolitische Akteure und Praktiken. Partner des Forschungsverbunds „Umweltpolitik, Bergbau und Rekultivierung im deutsch-deutschen Vergleich. Das Lausitzer Braunkohlenrevier, die Wismut und das Ruhrgebiet (1949-1989/2000)" sind die Ruhr-Universität Bochum, das Deutsche Bergbau-Museum Bochum, Leibniz-Forschungsmuseum für Georessourcen, sowie die Technische Universität Bergakademie Freiberg. Das Projekt ist im März 2019 gestartet und läuft für zunächst vier Jahre.

Kippen, Halden, Restlöcher, industrialisierte Flüsse – der Bergbau hinterließ landschaftliche Spuren, die umweltpolitische Herausforderungen darstellen. Ab den 1950er-Jahren bemühte sich die Politik, vor allem die bergbaulichen Brachflächen zu rekultivieren. Dynamiken und Praktiken in Ost- und Westdeutschland scheinen dabei unterschiedlich gewesen zu sein. Im Forschungsprojekt werden daher die Umweltpolitiken der DDR im deutsch-deutschen Systemvergleich am Beispiel dreier Bergbaureviere untersucht: Verglichen werden das Lausitzer Braunkohlerevier, der Uranbergbau der Wismut und der Steinkohlenbergbau im Ruhrgebiet. Das Verbundvorhaben zielt darauf ab, die Forschungsergebnisse nachhaltig wirksam werden zu lassen und zugleich in die Öffentlichkeit zu vermitteln.

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ist mehr als die

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