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Schwarzes Brett

Finanzinvestoren auf dem deutschen Gesundheitsmarkt: Laut aktueller IAT-Studie boomt das Übernahmegeschäft
(Quelle: Institut Arbeit und Technik /Stand: 08.03.2019)

Im Jahr 2018 wurde der Einstieg von kapitalstarken privaten Finanzinvestoren in den deutschen Gesundheitsmarkt in der Medienöffentlichkeit beleuchtet. Ihr Geschäftsmodell basiert darauf Krankenhäuser, Arztpraxen, Pflegeheime und -dienste zu kaufen, diese zu restrukturieren und wieder zu verkaufen. Rund 130 Übernahmen von Unternehmen im Gesundheitssektor gab es seit dem Jahr 2013, 60 Prozent davon allein in den letzten zwei Jahren, stellte das Institut Arbeit und Technik (IAT/ Westfälische Hochschule) in der ersten wissenschaftlichen Studie zu diesem Thema fest.

Das IAT-Forschungsteam mit Dr. Christoph Scheuplein, Michaela Evans und Dr. Sebastian Merkel untersuchte die Aktivitäten von Private Equity-Gesellschaften im Bereich der Patientenversorgung. Dabei zeigte sich, dass der Gesundheitssektor bereits im Jahr 2017 zur wichtigsten Zielbranche dieser Finanzinvestoren geworden ist. Es lassen sich vor allem zwei Trends identifizieren: Erstens: Der wirtschaftlich wichtigste Bereich der Übernahmen waren die Pflegeheime bzw. Pflegedienste. „Für die Beschäftigten sind der Wechsel des Eigentümers und die möglichen Folgen häufig nicht transparent. Gerade in der Altenpflege ist es problematisch, wenn Spielräume der Lohngestaltung und des Personalbesatzes genutzt werden und die ohnehin knappen Ressourcen als Renditen ins Ausland abfließen." sagt die Arbeitsforscherin Michaela Evans. Zweitens, der Trend zur Übernahme von Facharztsparten ist vor allem bei Zahnmedizin, Radiologie und Augenheilkunde erkennbar. Bei den Facharztpraxen beginnt der Übernahme-Prozess offenbar gerade erst. Ein Beispiel hierfür ist die Zahnmedizin, in der inzwischen sieben „Zahnarzt-Ketten" aufgebaut werden, von denen drei erst im Jahr 2018 ihren Expansionsprozess in Deutschland begonnen haben.

Private Equity-Übernahmen bedeuten zugleich eine starke Internationalisierung der Eigentümerstrukturen. Während die ursprünglichen Eigentümer der Gesundheitseinrichtungen ganz überwiegend ihren rechtlichen Sitz in Deutschland hatten, trifft dies nur auf etwa ein Drittel der Käufer zu. Überwiegend wurden die Übernahmen von kapitalkräftigen, fonds-basierten Private Equity-Gesellschaften aus verschiedenen europäischen Ländern und aus den Vereinigten Staaten getätigt. Zwei Drittel der beteiligten Fonds hatten ihren rechtlichen Sitz in einem Offshore-Finanzzentrum, insbesondere auf den Cayman Islands und auf Guernsey. An diese Standorte fließen die im deutschen Gesundheitssektor erzielten Gewinne. Gründe für die gegenwärtige Aktivität an Übernahmen sieht das IAT-Team vor allem in der veränderten Regulierung des Gesundheitsmarktes sowie in dem starken Kapitalangebot der Private Equity-Gesellschaften, dem eine rückläufige Zahl an erwerbbaren (großen) Unternehmen gegenübersteht.

>> Scheuplein, Christoph / Evans, Michaela / Merkel, Sebastian 2019: Übernahmen durch Private Equity im deutschen Gesundheitssektor: eine Zwischenbilanz für die Jahre 2013 bis 2018. Internet-Dokument. Gelsenkirchen: Inst. Arbeit und Technik. IAT discussion paper, no. 19/01

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Alternatives Betreuungs­modell motiviert zu mehr Arbeits­schutz
(Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin BAuA / Stand: 07.03.2019)

In Deutschland nimmt rund jeder siebte Kleinst- oder Kleinbetrieb das alternative Betreuungs­modell bei der Umsetzung von Arbeitsschutz­anforderungen in Anspruch. Vor allem in den Branchen­gruppen "Bau, Energie, Abfall", "Produktionsgüter" und "Investitions- und Gebrauchsgüter" werden mehr als ein Viertel der Betriebe heute alternativ betreut. Dies geht aus einer Auswertung der Ergebnisse der GDA-Betriebsbefragung aus dem Jahr 2015 hervor, die nun von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) veröffentlicht wurde.

Insgesamt deuten die Ergebnisse der Auswertung durch die BAuA darauf hin, dass mit dem alternativen Betreuungsmodell Unternehmensleitungen wie angestrebt zum Arbeitsschutz motiviert und befähigt werden. So schätzt ein größerer Anteil (insgesamt 80 Prozent) der alternativ betreuten Betriebe den Kenntnisstand zum Vorschriften- und Regelwerk im Arbeitsschutz als sehr hoch und eher hoch ein als in der Gruppe der nicht alternativ betreuten Betriebe. Ebenso findet sich unter den alternativ betreuten Betrieben ein deutlich größerer Anteil an Betrieben, die der Meinung sind, dass Arbeitsschutz hilft, Kosten zu senken. Außerdem werden in Betrieben mit alternativem Betreuungsmodell zu 95 Prozent Unterweisungen zum Arbeitsschutz durchgeführt - der Durchschnittswert aller Betriebe liegt hier bei 80 Prozent. In die GDA-Betriebsbefragung 2015 gingen Antworten aus rund 6.500 Betrieben unterschiedlicher Größe, Branche und regionaler Verteilung ein.

Den baua: Fokus "Arbeitsschutzpraxis von Kleinst- und Kleinbetrieben mit und ohne alternative Betreuung: Ergebnisse der GDA-Betriebsbefragung 2015" gibt es als PDF-Datei kostenlos im Internetangebot der BAuA unter www.baua.de/dok/8813924.

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Projektabschluss: Schnellstart Direkt-Methanol-Brennstoffzelle (DMFC) mit minimalem Energieaufwand
(Quelle: Zentrum für BrennstoffzellenTechnik ZBT /Stand: 06.März 2019)

Ziel dieses Projekts war die Entwicklung einer energieeffizienten, elektrischen Vorheizung für Mikro Direkt-Methanol-Brennstoffzellen (µDMFCs), um eine Startzeit unter 5 Minuten zu er­reichen. Dazu war es notwendig, eine nicht-invasive Temperatur- und Geschwindigkeitsmess­technik zu entwickeln, um Erkenntnisse über die Mechanismen der Mikrowärme­übertragung in den kleinen Kanälen einer µDMFC zu gewinnen.

Das Schnellstartkonzept wurde auf Basis einer optisch zugänglichen Mikro Direkt-Methanol-Brennstoffzelle mit metallischen Bipolarplatten und halbleitender Indiumzinnoxid (ITO)-Heizschicht aufgebaut und demonstriert. Die elektrische Vorheizung ermöglicht die Aufheizung von µDMFCs auf Starttemperatur in wenigen Sekunden. 92 % der Maximalleistung der Zelle sind innerhalb von 19s Sekunden verfügbar. Dadurch erschließen sich für die Brennstoffzellentechnologie neue Anwendungsbereiche. Kürzere Startphasen machen Mikro-DMFCs attraktiver für die Anwendung als portable Energieversorgung.

Der Abschlussbericht ist in Kürze verfügbar über die TIB.eu und die Forschungsvereinigung Umwelttechnik (iuta.de), gerne können Interessierte die Abteilung Mikrosysteme und Strömungsmechanik des ZBT jederzeit zu den Projektergebnissen kontaktieren.

Das Forschungsvorhaben der Forschungsvereinigung Umwelttechnik wird über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

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Beschäftigte fühlen sich durch die Arbeit stärker belastet: Hohe Arbeitsintensität stellt Gesundheitsrisiko dar
(Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin BAuA / Stand: 05.März 2019)

Die Arbeitswelt ist komplexer geworden und befindet sich im stetigen Wandel. Wird die Arbeit für Beschäftigte dadurch immer intensiver und belastender? Dies ist eine aktuelle Frage zur Situation der Erwerbstätigen. Um erste Antworten zu geben, wurden von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin BAuA Daten der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragungen aus den Jahren 2006, 2012 und 2018 ausgewertet. An jeder Befragung nahmen über 17.000 abhängig Beschäftigte teil. Die Ergebnisse zeigen, dass die Arbeitsintensität über die Zeit relativ konstant auf einem hohen Niveau geblieben ist und nur teilweise rückläufig ist. Zudem empfinden immer mehr Beschäftigte eine hohe Arbeitsintensität als belastend. Die Ergebnisse zeigen, dass eine hohe Arbeitsintensität mit Erschöpfung der Beschäftigten einhergeht und damit ein gesundheitliches Risiko darstellen kann.

Das BAuA-Faktenblatt empfiehlt, aktiv das Stresspotenzial zu senken. Beispielsweise sollten Führungskräfte ihren Beschäftigten einen angemessenen Handlungsspielraum über Geschwindigkeit, Inhalt und Anordnung ihrer Aufgaben geben. Dies könne den negativen Effekten einer hohen Arbeitsintensität entgegenwirken.

Publikation:
Zeitdruck und Co - Wird Arbeiten immer intensiver und belastender?. BIBB/BAuA-Faktenblatt 26. 1. Auflage. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2019. Seiten 2, PDF-Datei, DOI: 10.21934/baua:fakten20190204

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Hinweis für Besucherinnen und Besucher des Deutschen Bergbau-Museum Bochum
(Quelle: Deutsches Bergbau-Museum Bochum  (DBM) / Stand: 07.03.2019)

Seit dem vergangenen Monat sind die ersten beiden Rundgänge der neuen Dauerausstellung im Nordflügel des Deutschen Bergbau-Museums Bochum für Besucherinnen und Besucher zugänglich. Im Südflügel wird hingegen noch bis Sommer 2019 umgebaut und an der Einrichtung der nächsten beiden Rundgänge gearbeitet. Aus diesem Grund wird das Deutsche Bergbau-Museum Bochum unter der Woche weiterhin ein „Museum im Umbau" bleiben. Das heißt für die Besucherinnen und Besucher: Die neuen Rundgänge sind aus Sicherheitsgründen jeweils an Wochenenden und an Feiertagen geöffnet. Das Anschauungsbergwerk mit dem Seilfahrtsimulator, die Barbara-Ausstellung im DBM+ und das Fördergerüst sind selbstverständlich sowohl unter der Woche als auch am Wochenende geöffnet.

Das Deutsche Bergbau-Museum Bochum informiert Interessierte auf der DBM-Website, wie der Umbau sich auf Ihren Besuch auswirkt. 

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"Das Ganze
ist mehr als die

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