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Schwarzes Brett

Forschungsergebnis: Alter hat kaum Einfluss auf Wirkung von Laser­schutz­filtern
(Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin BAuA / Stand: 15.06.2020)

Das Alter eines Laser­schutz­filters oder einer Laser­schutz­brille hat kaum einen Einfluss auf seine Schutz­wirkung. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forschung­sprojekt der Bundes­anstalt für Arbeits­schutz und Arbeits­medizin (BAuA). In dem Forschungsprojekt wurde untersucht, wie sich die Alterung auf die Filterstandzeit und auf die optischen Kenngrößen spektraler Transmissionsgrad, Lichttransmission und Streulicht auswirkt. Mit Blick auf die Produktsicherheit ist für Hersteller, Inverkehrbringer und Prüfinstitutionen entscheidend, dass die Laserschutzfilter auch nach jahrelanger Benutzung noch laserbeständig sind. Aus Sicht des Arbeitsschutzes ist mit keiner Gefährdung für Beschäftigte durch eine verringerte Laserbeständigkeit bei der Benutzung älterer Glas-, PMMA- und PC-Laserschutzfilter für Wellenlängen von 1064 nm und 10600 nm zu rechnen. Vielmehr sollten Anwender den ersichtlichen Gesamtzustand sowie mögliche mechanische Beschädigungen als nur das bloße Alter beachten, wenn sie eine Laserschutzbrille verwenden.

Die Beständigkeit gegen Laserbestrahlung ist ein entscheidendes Kriterium, um die Tauglichkeit von Laserschutzbrillen zu beurteilen. Für die Prüfung von Laserschutzbrillen ist in Europa die harmonisierte Norm EN 207 "Persönlicher Augenschutz - Filter und Augenschutzgeräte gegen Laserstrahlung (Laserschutzbrillen)" maßgeblich. Da dabei jedoch nur Prüfungen an fabrikneuen Laserschutzbrillen vorgenommen werden, wusste man nicht, ob Alterungseffekte die Schutzwirkung der Brillen negativ beeinflussen. Das Forschungsprojekt untersuchte daher die Auswirkung der Alterung auf die Filterstandzeit und auf die optischen Kenngrößen spektraler Transmissionsgrad, Lichttransmission und Streulicht. Dazu wurde eine Reihe von Laserbelastungsprüfungen mit cw (continuous wave) und gepulsten Nd:YAG-Lasern bei 1064 nm sowie einem CO2-Laser bei 10600 nm im cw- und gepulsten Betrieb durchgeführt. Standardmaterialien für Laserschutzfilter wurden künstlich mittels UV-Strahlung gealtert, auf Laserbeständigkeit getestet und die Ergebnisse mit fabrikneuen Materialien verglichen.

Es zeigte sich nur ein geringer Einfluss der Alterung auf die Filterstandzeiten. Die Auswirkung der Alterung durch UV-Strahlung auf die optischen Kenngrößen Lichttransmission und Streulicht ist teilweise deutlicher ausgeprägt. Zudem wurde auch die natürliche Alterung untersucht. Bei den getesteten Altfiltern war ebenfalls nur eine geringe Bedeutung des Alters auf die Standzeit der Filter und auf die optischen Kenngrößen zu beobachten.

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Corona 2020 and beyond: Der Unsicherheit durch Flexibilität entgegentreten
(Quelle: ILS-Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung / Stand: 14.06.2020)

Die Forschungsgruppe Raumbezogene Planung und Städtebau hat sich mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Städte und Regionen auseinandergesetzt. Das ILS-Working Paper „Corona 2020 and beyond: Der Unsicherheit durch Flexibilität entgegentreten" wurde nun veröffentlicht. Darin benennt die Forschungsgruppe drei zentrale Herausforderungen für Städte und Regionen in der Corona-Pandemie. Ziel der künftigen Forschungsarbeit ist es – in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Praxis – die Anpassungsfähigkeit der Siedlungsräume zu erhöhen.

Dieses Working Paper entstand als Diskussionspapier in der Forschungsgruppe Raumbezogene Planung und Städtebau am ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gGmbH im April 2020. Autoren sind folgende wissenschaftlichen Mitarbeiter/-innen: Jun. Prof. Dr. Jan Polívka, Dr. Mario Reimer, Dr. Stefano Cozzolino, Sebastian Eichhorn, Janne Jacob Fleischer, Runrid Fox-Kämper, Paul Goede, Dr. Olivia Kummel, Magdalena Leyser-Droste, Susanne Lübcker, Franziska Monkenbusch, David Pehlke, Martin Schulwitz, Dr. Kathrin Specht, Peter Stroms, Stefan Wilms
ILS − Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gGmbH

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Corona-Pandemie kann psychisch belasten
(Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin BAuA / Stand: 15.06.2020)

Das Corona-Virus verändert die Arbeitswelt zurzeit massiv. Während manche Bereiche wie die Gastronomie stark heruntergefahren sind, erhöhen sich der Zeit- und Leistungsdruck für andere Beschäftigte in Branchen wie der Pflege, der Logistik oder dem Handel. Zusätzliche Hygienemaßnahmen oder der wachsende Online-Handel müssen mit gleichbleibender Personaldecke bewältigt werden, was zu Überforderungserleben führen kann. Gerade in diesen Bereichen nehmen die manchmal schwierigen Kontakte mit Kunden oder Patienten und Angehörigen zu. Verlängert sich die Arbeitszeit, bleibt weniger Zeit für die Erholung, was zu Erschöpfung und Ermüdung führen kann.

Die Corona-Pandemie geht für viele Beschäftigte mit psychischer Belastung einher, sei es durch überlange Arbeitszeiten, durch veränderte Arbeitsbedingungen oder sogar durch Arbeitsplatzunsicherheit jeweils vor dem Hintergrund des Schutzes vor Infektion. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin BAuA forscht mit Projekten wie "Begrenzung und Fokussierung als Strategien im Umgang mit Zeit- und Leistungsdruck" oder "Intervention zum gesundheitsförderlichen Umgang mit orts- und zeitflexiblem Arbeiten von Beschäftigten und Teams in Organisationen" zu wichtigen Schlüsselfaktoren psychischer Belastung.

Aktuell arbeiten viele Menschen in Deutschland im Homeoffice. Für viele ist dies eine ungewohnte und neue Situation. Die Möglichkeiten flexibler Arbeitszeitmodelle und mobiler Arbeit unabhängig vom Arbeitsort werden auch als orts- und zeitflexibles Arbeiten bezeichnet. Beschäftigte haben also Einfluss darauf, wo und wann sie arbeiten. Bisherige Forschung zeigt, dass orts- und zeitflexible Arbeit Vorteile für Berufstätige bieten kann, zum Beispiel eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Gestaltung der Arbeitszeit entsprechend der eigenen Wünsche, der Wegfall von Pendelzeiten oder konzentrierteres Arbeiten ohne Unterbrechungen. Auch für Arbeitgeber kann es Vorteile haben, wenn ihre Beschäftigten orts- und zeitflexibel arbeiten. So kann dadurch die Mitarbeiterzufriedenheit und Produktivität steigen.

Orts- und zeitflexible Arbeit kann jedoch auch Risiken für Berufstätige mit sich bringen. Studien zeigen beispielsweise, dass Menschen im Homeoffice mehr arbeiten als Menschen, die nicht von zuhause aus tätig sind. Laut einer repräsentativen Befragung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin arbeiten Menschen im Homeoffice durchschnittlich länger, machen häufiger Überstunden und verletzen öfter die gesetzlichen Mindestruhezeiten von elf Stunden zwischen Arbeitsende und dem nächsten Arbeitsbeginn als Menschen, die nicht von zuhause aus tätig sind. Dies kann es erschweren, sich ausreichend zu erholen.

In der aktuellen Lage kommt hinzu, dass die Arbeit im Homeoffice für viele Berufstätige eine neue Situation ist, manchmal in Verbindung mit einer Mehrfachbelastung, beispielsweise durch Kinderbetreuung. Viele Berufstätige müssen daher noch eigene Strategien zum Umgang mit der neuen Situation entwickeln. Dazu gehören zum Beispiel, wie man Grenzen zwischen Lebensbereichen zieht, wie man sich gedanklich von der Arbeit löst, wie man effektiv im Homeoffice arbeitet und wie man selbst dafür sorgt, sich ausreichend Pausen und Erholungszeiten zu nehmen.

Im aktuell laufenden Projekt F 2454 "Intervention zum gesundheitsförderlichen Umgang mit orts- und zeitflexiblem Arbeiten von Beschäftigten und Teams in Organisationen" werden verschiedene Interventionen entwickelt und evaluiert, in denen Berufstätige entsprechende Strategien für eine gesundheitsförderliche Gestaltung orts- und zeitflexiblen Arbeitens erlernen. Basierend auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen werden verschiedene Trainings speziell für Berufstätige entwickelt, die zeitweise oder auch ständig unabhängig von festen Arbeitsorten und Arbeitszeiten arbeiten. In mehreren Studien wird ab Herbst 2020 untersucht, ob die entwickelten Trainingsmaßnahmen Berufstätigen, die (teilweise) flexibel gestalten können, wo und wann sie arbeiten, dabei helfen, mit den Herausforderungen orts- und zeitflexiblen Arbeitens besser umzugehen. Die Projektergebnisse sollen dazu dienen, Berufstätigen, die orts- und zeitflexibel arbeiten, konkrete Strategien und Handlungsmaßnahmen an die Hand zu geben, wie sie ihren Arbeitsalltag so gestalten können, dass sie gesund, zufrieden und effektiv arbeiten.

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Fraunhofer IML entwickelt Pandemiekonzept für Flughäfen
(Quelle: Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML / Stand: 15.06.2020)

Am 15. Juni wird die weltweit verhängte Reisewarnung zumindest für europäische Staaten wieder aufgehoben. Damit dann eine zweite Pandemiewelle verhindert werden kann, gilt es auch an Flughäfen die Abstands- und Hygieneregeln zu beachten. Wissenschaftler des Fraunhofer IML forschen dafür an einem neuen Konzept, das die Sicherheit der Fluggäste gewährleisten soll. Denn hier kommen Reisende an vielen Stellen mit anderen Menschen in Kontakt: beim Check-In, bei der Gepäckaufgabe, bei der Sicherheitsüberprüfung, beim Boarding und im Flugzeug selbst. Wenn der Passagierbetrieb durch die teilweise Aufhebung der Reisewarnung wieder zunimmt, wird die Einhaltung der Abstands- und Hygienevorgaben zur Herausforderung. Darum entwickeln die IML-Forscher ein Sicherheitskonzept, das neue Risiken und Anforderungen im Hinblick auf Krankheitsübertragungen berücksichtigt. Bislang engagieren sich im Projekt bereits die Flughäfen in München, Frankfurt am Main und Rostock-Laage.

Basierend auf Beobachtungen bereits vorhandener Studien entwickeln die Forschenden Konzepte, die unter anderem einen ausreichenden Abstand zwischen den Fluggästen gewährleisten. Ein Lösungsansatz ist die sogenannte "Active Crowd Control": Dabei werden Sensoren eingesetzt, die melden, wenn sich zu vielen Menschen an einer Stelle befinden. Denkbar für die Forscher sind außerdem Push-Nachrichten auf dem Smartphone, die Passagiere über ihre persönliche Boarding-Zeit oder über weniger überfüllte Routen auf dem Weg zum Gate informieren. Langfristige, digitale Lösungen sollen Prozesse auch in Zukunft effizienter gestalten. Ein Beispiel dafür sind schnellere Gepäckkontrollen mittels CT-Scanner, bei denen Flüssigkeiten nicht mehr aus dem Handgepäck entfernt werden müssten.

Partner aus der Luftfahrt und der Mobilität bewerten die erweiterten Prozessanforderungen anschließend nach ihrer Umsetzbarkeit unter Berücksichtigung der bestehenden logistisch relevanten Kriterien sowie der bereits implementierten Luftsicherheitsanforderungen. Aus den Analysen und Bewertungen leiten die Forscher konkrete Maßnahmen und Empfehlungen für Flughäfen ab, die sie im Spätsommer veröffentlichen.

Die Fraunhofer-Gesellschaft fördert das Projekt im Rahmen der Initiative »Fraunhofer vs. Corona«. In dem Sofortprogramm entwickeln die Wissenschaftler der verschiedenen Institute Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, zur Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen sowie zur Prävention zukünftiger Krisenereignisse.

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Cyber-Angriff: Haus der Geschichte des Ruhrgebiets per E-Mail nicht erreichbar
(Quelle: Haus der Geschichte des Ruhrgebiets /Stand: 11.05.2020)

Auch das Haus der Geschichte des Ruhrgebiets ist vom Computerangriff auf die Ruhr-Universität Bochum betroffen. Der Kontakt per E-Mail ist zur Zeit nicht möglich. Bei Servicewünschen an die Bibliothek oder das Archiv rufen Sie bitte an unter: 0234 32-26355

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