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Schwarzes Brett

Journalismus in Krisengebieten: Journalistik-Studierende berichten aus der Ostukraine
(Quelle: Erich-Brost-Institut für Internationalen Journalismus/ Stand: 08.08.2019)

Journalistik-Studierende haben in der Ukraine in einem einwöchigen Seminar praxisnah die professionelle Berichterstattung über den Konflikt gelernt. Zusammen mit ukrainischen Studierenden führten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Interviews mit Augenzeugen, darunter Soldaten, Veteranen und Binnenflüchtlingen. Für ihre Recherchen besuchten sie unter anderem das zerstörte Kinderkrankenhaus Slowjansk-Semeniwka, die Übergangsstelle Majorsk zwischen der Ukraine und den nicht-kontrollierten Gebieten sowie die Vertretung der Vereinten Nationen in Kramatorsk.

Das erforderliche Wissen über journalistische und politische Grundlagen vermittelten Dozentinnen und Dozenten aus Dortmund und Charkiw in einer Blockveranstaltung vor der Praxisphase. Die Veranstaltung wurde wie das Dortmunder Modell der Journalistenausbildung durch die konsequente Verbindung von Theorie und Praxis geprägt: Für eine professionelle Berichterstattung ist dabei neben der journalistischen Kompetenz das Wissen über den Konflikt, dessen Ursachen und die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen notwendig. Das journalistische Arbeiten im Ausland erfordert Kenntnisse über das jeweilige Mediensystem, die journalistische Kultur und die Fähigkeit zur Teamarbeit mit ausländischen Kollegen und Kolleginnen. Am Ende einer intensiven Woche konnten alle formulierten Ziele für die Veranstaltung erreicht werden. Die Studierenden profitierten nach eigenen Angaben vor allem vom fachlichen und interkulturellen Austausch.

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DISS-Neuerscheinung: Handwörterbuch rechtsextremer Kampfbegriffe
(Quelle: Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS) /Stand: 08.08.2019)

Was meinen Rechtsextreme, wenn sie von Islamisierung, Kameradschaft oder Schuld-Kult sprechen? Dieses Hand­wörterbuch zeigt, wie die extreme Rechte mit Begriffs(um)deutungen und Wortneuschöpfungen Bausteine ihrer Welt­anschauung über die Sprache zu vermitteln und zu verankern versucht. Das Buch wendet sich insbesondere an Multiplikator_in­nen aus Schule, Medien, Sozialarbeit und Gewerkschaft. Der Band ist Ergebnis eines Kooperationsprojekts zwischen dem Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung und dem Forschungs­schwer­punkt Rechtsextremismus/Neonazismus an der Hochschule Düsseldorf. Das Handwörterbuch erschließt das begriffliche Kontinuum der extremen Rechten und bietet eine Grundlage für die fundierte Auseinandersetzung damit. Für diese Neuauflage wurde es komplett überarbeitet und um mehrere Stichworte, wie z.B. Identität oder Lügenpresse, ergänzt.

Publikation:
Bente Gießelmann, Benjamin Kerst, Robin Richterich, Lenard Suermann, Fabian Virchow (Hg.): Handwörterbuch rechtsextremer Kampfbegriffe. Wochenschau-Verlag (Frankfurt/M.) 2019

424 Seiten, 29,80 EUR, ISBN: 978-3-7344-0819-9

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Moderne Arbeit ist zunehmend unsichtbar und flexibel: BAuA-Studie identifiziert sieben Heraus­forderungen für den Arbeitsschutz
(Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin BAuA / Stand: 08.08.2019)

Die zunehmende Digitalisierung und Flexibilisierung der Arbeit stellt den Arbeitsschutz vor neue Herausforderungen. Denn traditionell ist der Arbeitsschutz über die betrieblichen Strukturen organisiert - er folgt der örtlich und zeitlich fixierten Logik der Normalarbeit. Alle Beschäftigten befinden sich zur selben Zeit am selben Ort. Durch die Flexibilisierung von Ort und Zeit der Arbeit entzieht sich diese jedoch zunehmend dem Zugriff durch den Arbeitsschutz.

In dem Forschungsprojekt wurden zentrale Herausforderungen des Arbeitsschutzes im Kontext der Digitalisierung analysiert. Auf der Grundlage von Leitfadeninterviews haben die Forschenden dabei insgesamt sieben problematische Phänomene herausgearbeitet: Die fehlende Autonomie der Beschäftigten, die Hartnäckigkeit alter Leitbilder des Arbeitsschutzes, fehlende Zugänge zu Betrieben und Zugriffsprobleme auf Arbeit, Kooperationsprobleme, eine Verantwortungsverlagerung an die Beschäftigten sowie eine fehlende Zukunftsfestigkeit.

Darüber hinaus haben die Forscher "Unsichtbarkeit" als die zentrale Schlüsselkategorie ausgemacht, die mit allen genannten Phänomenen in Zusammenhang steht. Unsichtbarkeit bedeutet etwa, dass Fachkräfte für Arbeitsschutz die Arbeitssituationen und Beschäftigtengruppen aus dem Blick verlieren oder den Betrieben die Arbeitsschutzvorschriften aus dem Blick geraten. Auch für die Beschäftigten werden Führungskräfte, Fachkräfte für Arbeitsschutz und ihre eigenen Gestaltungsmöglichkeiten zunehmend unsichtbar. Die Forscher konstatieren, dass der Arbeitsschutz nicht mehr auf den etablierten Wegen einen Zugang zu seinem Gegenstand findet und sich die Frage stellen muss, wie er trotz der wachsenden Unsichtbarkeit digitalisierter und flexibler Arbeit wirksam bleibt.

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Dreimonatiges Forschungsstipendium für Silikose-Forscher
(Quelle: Deutsches Bergbau-Museum Bochum / Stand: 08.08.2019)

Seit Dezember 2016 erforscht Daniel Trabalski, Forschungsbereich Bergbaugeschichte, in seinem durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Promotionsprojekt „Partizipative Risikopolitik? Die Regulierung der Silikose im westdeutschen und britischen Steinkohlenbergbau" die Geschichte der „Staublunge" im Ruhrkohlenbergbau nach 1945. Im Fokus stehen dabei die zukunftsgerichtete Präventionspraxis in der Sozialversicherung und in den Bergbaubetrieben und die Verwissenschaftlichung und Politisierung der sozialen Probleme, die aus den chronischen gesundheitlichen Belastungen der Arbeit erwuchsen.

Für den Zeitraum vom 01. August bis 31. Oktober 2019 hat Trabalski nun ein Forschungsstipendium beim Deutschen Historischen Institut London (DHIL) eingeworben, das es ihm ermöglicht, in diesem Zeitraum den britischen Vergleichsfall zu untersuchen. Das DHIL bewilligt zweimal im Jahr Fördermittel für Promotions- und Post-Doc-Projekte, die sich u. a. mit der Geschichte der deutsch-britischen Beziehungen oder der Geschichte Großbritanniens auseinandersetzen, um Recherchen vor Ort zu ermöglichen.

Da länderübergreifende Austauschprozesse sowie Beobachtungen und Gegenbeobachtungen auf dem Gebiet des Arbeitsschutzes und der Arbeitsmedizin in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine immer größere Rolle spielten, soll der vergleichende Blick auf Großbritannien dem Promotionsprojekt eine transnationale perspektivische Erweiterung bringen.Das Promotionsvorhaben ist Teil des durch die RAG-Stiftung geförderten Projekts „Vom Boom zur Krise. Der deutsche Steinkohlenbergbau nach 1945"

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„Mutiges Projekt, das europäische Öffentlichkeit schafft" - Günter-Wallraff-Preis für Journalismuskritik 2019 geht an das European Journalism Observatory
(Quelle: Erich-Brost-Institut für Internationalen Journalismus / Stand: 04.07.2019)

Das EBI-Projekt European Journalism Observatory (EJO) ist mit dem Günter-Wallraff-Preis für Journalismuskritik 2019 ausgezeichnet worden. Die Preisverleihung fand im Deutschlandfunk statt; die Laudatio hielt die Chefredakteurin des Deutschlandfunks, Birgit Wentzien.

Das European Journalism Observatory ist ein Gemeinschaftsprojekt von 14 west- und osteuropäischen Journalismus-Instituten, u.a. dem Reuters Institute an der Oxford University, und erscheint in 12 Sprachen. Es baut Brücken zwischen Journalismusforschung und Medienpraxis und leistet unabhängige europäische Medienkritik. Gerade in den EJO-Partnerländern wie Ungarn und Polen, in denen zunehmend Druck auf die Medien ausgeübt wird, ist dies von großer Bedeutung.

Geleitet wird das European Journalism Observatory von der TU-Professorin Susanne Fengler, Geschäftsführerin des Erich-Brost-Instituts für internationalen Journalismus (EBI) an der TU. Tina Bettels-Schwabbauer verantwortet die Website redaktionell.

Deutschlandfunk-Chefredakteurin Birgit Wentzien würdigte das EJO als „mutiges Projekt, das europäische Öffentlichkeit in Sachen Medien schafft". Darüber hinaus sporne es Redaktionen in Europa zu einem selbstkritischen und transparenten Umgang mit eigenen Fehlern an. Namensgeber und Mit-Initiator des mit 5.000 Euro dotierten Preises ist der legendäre Investigativ-Journalist Günter Wallraff. Prof. Dr. Susanne Fengler: „Der Preis ist zugleich eine große Auszeichnung für unsere europäischen Partner, die sich – gerade in Süd- und Osteuropa - unter oft sehr schwierigen Rahmenbedingungen für Qualität im Journalismus und unabhängige und transparente Medien einsetzen."

Das Preisgeld wird das EJO-Team für neue gemeinsame Forschungsprojekte einsetzen; in Kürze erscheint eine Studie des EJO, die die Medienberichterstattung über Migration in 17 europäischen Staaten, der USA und Russlands vergleichend untersucht.

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ist mehr als die

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