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Schwarzes Brett

Erinnerungsorte-Tafel für Rosa Böhmer und ihre Familie: In Gelsenkirchen wird an Schicksale der Zeit des Nationalsozialismus erinnert
(Quelle: Institut für Stadtgeschichte /Stand: 03.08.2020)

Im November des vergangenen Jahres hat die Bezirksvertretung Gelsenkirchen-Mitte entschieden, den neu gestalteten Platz an der Ebertstraße nach dem Sinti-Mädchen Rosa Böhmer (1933-1943), die in der Zeit des Nationalsozialismus mit ihrer Familie ermordet wurde, zu benennen. In diesem Zusammenhang erarbeitete das Institut für Stadtgeschichte mit dem Max-Planck-Gymnasium im Rahmen eines Bildungsprojektes eine Erinnerungsorte-Tafel. Eine Geschichts-AG hatte sich mehrere Monate intensiv mit der Familiengeschichte von Rosa Böhmer beschäftigt.

Anhand von Archivunterlagen aus dem Stadtarchiv sowie Interviews, u.a. mit Roman Franz, dem Vertreter der Roma-Sinti-Union NRW, bereitete die Gruppe nicht nur die Erinnerungsorte-Tafel mit vor, sondern drehte auch einen Film über ihre Recherche. Für die Einweihung der Tafel im Mai dieses Jahres hatten die Schülerinnen und Schüler auch eine Rede vorbereitet. Die Corona-Pandemie machte eine feierliche Einweihung des Rosa-Böhmer-Platzes dann leider unmöglich.

Wo lange eine Baustelle war, kann seit einigen Wochen der Rosa-Böhmer-Platz aufgesucht werden. Eine Tafel schildert das Schicksal von Rosa Böhmer und ihrer Familie. Im Zuge der Neugestaltung des gesamten Areals rund um die Ebertstraße wurden auch die Erinnerungsorte-Tafeln von Fritz Rahkob und Leopold Neuwald überarbeitet bzw. erneuert. Alle drei Tafeln können über die Homepage der Stadt Gelsenkirchen eingesehen werden.

In diesen Tagen wurden auch die neuen Straßenschilder im Umfeld der Ebertstraße angebracht.

Hintergrund:

Rosa Böhmer kam am 22. September 1933 in Gelsenkirchen-Schalke zur Welt. Rosas Vater Karl war Musiker, ihre Mutter Anna war als Kleinhändlerin tätig. Rosa war Deutsche, wie ihre Geschwister und ihr Vater, die Mutter stammte aus Belgien; alle waren katholisch getauft.

Als Angehörige der Sinti gehörte ihre Familie schon lange vor dem Machtantritt der Nationalsozialisten zu den Ausgegrenzten der Gesellschaft. Im „Dritten Reich" verschärften sich die Gesetze und Verordnungen gegen Sinti und Roma. Im Nazi-Jargon wurden sie als „arbeitsscheu" und „asozial" bezeichnet und für ihre Not sie selbst verantwortlich gemacht.

Wegen der beengten Wohnverhältnisse und auch, weil die Familie staatliche Unterstützung erhielt, führte das Fürsorge- und Gesundheitsamt regelmäßige Kontrollbesuche durch. 1937, im Alter von vier Jahren wurde Rosa in ein Kinderheim eingewiesen und zwei Jahre später als Pflegekind zu dem Ehepaar Johannes und Theresia Hunke in Hövelhof/Kreis Paderborn vermittelt. Die Pflegeeltern kümmerten sich innig um Rosa. Im Frühjahr 1943 bereiteten sie die Firmung des Mädchens vor. Doch Rosas Name stand mit auf der Namensliste, als in Gelsenkirchen die Deportationen der Sinti und Roma nach Auschwitz behördlich organisiert wurden.

Eine Fürsorgerin holte die Neunjährige am 5. März 1943 direkt von der Schule ab und brachte sie nach Gelsenkirchen zu ihrer Mutter und ihren acht Geschwistern. Verzweifelt versuchten Rosas Pflegeeltern, das Mädchen zurückzuholen, doch die Nachfragen waren erfolglos. Die Kriminalpolizei riet dem besorgten Ehepaar sogar, anstelle des „Zigeunerkindes" doch ein „arisches Waisenkind" in Pflege zu nehmen.

Der Deportationszug erreichte 13. März 1943 das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Sie wurden in das sogenannte Zigeunerlager gebracht. Innerhalb weniger Monate waren alle Mitglieder der Familie Böhmer tot.

Karl Böhmer, Rosas Vater, war schon am 9. Dezember 1941 im Konzentrationslager Niederhagen-Wewelsburg ums Leben gekommen. Die Registratur in Auschwitz zeichnet die Todesdaten der weiteren Familienmitglieder nach: Werner (7 Monate) starb am 24. März 1943, eine Woche nach der Ankunft in Auschwitz. Am 19. April starb Albert (3 Jahre). Die Kinder Sophie (4 Jahre), Karl (7 Jahre) und Elisabeth (10 Jahre) starben im Juli 1943. Rosas Tod ist am 13. August 1943 notiert. Sie starb zehn Tage nach ihrer Schwester Marie (5 Jahre). Anna Böhmer (34 Jahre), starb am 16. Dezember 1943, Willy (9 Jahre) kam am 10. Januar 1944 ums Leben. Und auch wenn der Tod von Sonia (13 Jahre) nicht registriert wurde, kann als sicher gelten, dass auch sie in Auschwitz ermordet worden ist.

Rosa Böhmer und ihre Familie teilen das Schicksal von Tausenden Sinti und Roma – Männer, Frauen und Kinder, – die unter dem Rassenwahn der Nationalsozialisten litten und sterben mussten.

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IAT startet Online-Umfrage: Homeoffice in der Kinder- und Jugendhilfe?
(Quelle: Institut Arbeit und Technik / Stand: 03.08.2020)

Soziale Dienstleistungsberufe werden seit der Corona-Pandemie als „systemrelevant" bezeichnet. Mitarbeitende in diesem Bereich gelten aber auch als hoch gefährdet, mit dem Coronavirus infiziert zu werden. Unter anderem aus diesem Grund nutzten aktuell auch in manchen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe Beschäftigte die Vorteile des Arbeitens von zuhause.

Auch wenn Homeoffice spätestens seit der Corona-Krise weit verbreitet ist, ergeben sich insbesondere in der Kinder- und Jugendhilfe Besonderheiten. So sind beispielsweise menschennahe Tätigkeiten nur in veränderter Form von zuhause aus durchzuführen.

Um die Besonderheiten und Herausforderungen, aber auch die Chancen zu erfahren, führt das Institut Arbeit und Technik (IAT/Westfälische Hochschule) nun eine Online-Befragung durch. Zur Teilnahme aufgerufen sind Beschäftigte aller Bereiche der Kinder- und Jugendhilfe – mit oder ohne Erfahrungen im Homeoffice. Es soll herausgefunden werden, ob und inwiefern (einzelne) Tätigkeiten von zuhause aus erledigt werden oder erledigt werden könnten und welche Veränderungen sich durch die pandemiebedingten Maßnahmen ergeben haben.

Sind Sie im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe tätig? Dann geben Sie Ihrer Branche eine Stimme! Nehmen Sie teil an der Online-Befragung und helfen Sie dadurch mit, Chancen und Herausforderungen des Homeoffice in der Kinder- und Jugendhilfe zu verstehen – und dadurch vielleicht zu verändern. Die Teilnahme ist anonym und wird ca. 15-20 Minuten in Anspruch nehmen. Bei Rückfragen oder Anmerkungen melden Sie sich gerne auch im IAT.

Unter folgendem Link gelangen Sie zur Umfrage: https://www.soscisurvey.de/kinderjugendhilfe/

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Lesesommer: 3 Neuerscheinungen am Fritz-Hüser-Institut
(Quelle: Fritz Hüser-Institut für Literatur und Kultur der Arbeitswelt / Stand: 03.08.2020)

"Kreditfiktionen. Der literarische Realismus und die Kunst, Schulden zu erzählen" von Philippe Roepstorff-Robiano
Der Kredit gilt gemeinhin als neutrale Transaktion, die dazu dient, ökonomische Akteure möglichst effizient und profitabel miteinander zu vernetzen. In der realistischen Erzählliteratur des 19. Jahrhunderts zeichnet sich jedoch ein ganz anderes Bild ab: Kreditfiktionen von Autorinnen und Autoren wie Honoré de Balzac, Gustave Flaubert, George Eliot, Gottfried Keller oder Herman Melville präsentieren den Kredit als volatile und ruinöse Fiktion, die soziale Reibungen und Konflikte erzeugt und die Realität selbst in ein verkäufliches Gut ummünzt. So kristallisiert sich in Texten des Realismus ein wildes Wissen über die ontologischen, epistemologischen und gesellschaftlichen Verwerfungen der Schuldenwirtschaft heraus.

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"Literatur in der neuen Klassengesellschaft" von Enno Stahl, Klaus Kock, Hanneliese Palm und Ingar Solty
Der Dokumentationsband des Symposiums »Literatur in der neuen Klassengesellschaft« enthält Texte und Debattenbeiträge u.a. von Hans-Jürgen Urban, Christoph Butterwegge, Klaus Dörre, Annett Gröschner, Joachim Helfer, Stefanie Hürtgen, Cornelia Koppetsch, Norbert Niemann, Monika Rinck, David Salomon, Stefan Schmitzer, Erasmus Schöfer, Ingar Solty, Enno Stahl und Michael Wildenhain. Er dokumentiert – quasi in Echtzeit – den Ablauf des Symposiums, das durch einen ungewöhnlich barrierefreien Zugang des Publikums zum Tagungsgeschehen gekennzeichnet war. Das Netzwerk "Richtige Literatur im Falschen", das diese Veranstaltung zum vierten Mal in dieser Form realisierte, versteht sich als offenes Diskussionsforum. Diskutiert wird in diesem Band die Frage, ob Deutschland heute wieder eine Klassengesellschaft ist, was die meisten der Autorinnen und Autoren bejahen. Die Auswirkungen dieser sozialen Spaltung werden aus verschiedenen Perspektiven betrachtet: der Pauperisierung, der Geschlechterproblematik und der Migration. Vor diesem Hintergrund werden sodann Überlegungen angestellt, ob Literatur auf die gesellschaftlichen Verwerfungen reagieren sollte oder gar muss – und wenn ja, in welcher Form.

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"Arbeit am Text", herausgegeben von Iuditha Balint
Die deutschsprachige Literatur interessiert sich nicht für die Arbeitswelt. So heißt es jedenfalls vielfach in der Literaturwissenschaft und Literaturkritik, die regelmäßig die Abwesenheit von Arbeit in der deutschsprachigen Literatur beklagen. Vor diesem Hintergrund mag es überraschen, dass seit den 1970er Jahren immer mehr Untersuchungen zu diesem Themenfeld publiziert werden – und es drängt sich die Vermutung auf, dass die Rede von der Abwesenheit von Arbeit in der neueren deutschsprachigen Literatur mit herkömmlichen Vorstellungen darüber zusammenhängen könnte, was Arbeit ist und wie literarische Darstellungen von Arbeit beschaffen sein sollten; Vorstellungen, die auf Reminiszenzen an körperliche, industrielle Schwerstarbeit aufbauen, die in der Regel männlich konnotiert ist und die gerade in der zeitgenössischen Literatur durch andere Formen von Arbeit ergänzt wird: Schriftstellerische, künstlerische, unternehmerische oder auch emotionale, ästhetische und Care-Arbeit gehören dazu.

Auf die Frage, wie sie es mit ihrer und der Arbeit allgemein halten, haben Jörg Albrecht, Jonas Lüscher, Kathrin Passig und Rainer Komers in diesem Band mit Poetikvorlesungen und in Interviews geantwortet.

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Lesezeit: Neuerscheinungen am Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ)
(Quelle: Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) / Stand: 03.08.2020)

Gleichstellungspolitik an Hochschulen. Was wissen und wie handeln Professorinnen und Professoren? von Ute Klammer, Lara Altenstädter, Ralitsa Petrova-Stoyanov und Eva Wegrzyn
Welches Wissen haben Professorinnen und Professoren über Gender- und Gleichstellungsfragen und wie setzen sie Gleichstellung in ihren wesentlichen Handlungsfeldern – als Führungskräfte in Forschung, Lehre und akademischer Selbstverwaltung – um? Ziel des Bandes ist es, das Zusammenwirken von Wissen und Haltungen von Professor*innen auf der einen Seite und ihren Handlungsorientierungen im Hinblick auf Gleichstellung auf der anderen Seite zu beleuchten.
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Arbeitszeiten in der Nahrungsmittelbranche: Alte und neue Herausforderungen der Arbeitszeitregulierung und der Mitbestimmungspraxis der Betriebsräte, Study der Hans-Böckler-Stiftung, No. 441 von Angelika Kümmerling und Thomas Haipeter
Obwohl die Nahrungsmittelbranche mit knapp 550.000 Beschäftigten zu den zehn größten Branchen - und den vier größten Industriebranchen - in Deutschland gehört, stellt sie aktuell noch weitgehend eine Black Box innerhalb der (Arbeitszeit-)Forschung dar. Die vorliegende Studie versucht, einen Beitrag zur Schließung dieser Forschungslücke zu liefern, indem sie die Arbeits(zeit)situation in vier Teilbranchen der Nahrungsmittelindustrie sowie dem Hotel- und Gastgewerbe mittels Kurzfallstudien und einer Analyse ausgewählter Tarifverträge untersucht.
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Altersübergangs-Report: Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen: Wie werden Ältere gefördert? von Arthur Kaboth und Martin Brussig
Arbeitslosigkeit hat sich aufgrund der verlängerten Erwerbsphasen bis ins höhere Erwerbsalter ausgeweitet, sodass zunehmend Personen ab dem 60. Lebensjahr betroffen sind. Die Altersstruktur bei Teilnehmer*innen arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen hat sich aufgrund der höheren Betroffenheit von Arbeitslosigkeit verändert: Der Anteil der Geförderten im Alter von 60 bis 64 Jahren hat erheblich zugenommen. Allerdings werden Ältere (55 bis 64 Jahre) im Vergleich zu den Jüngeren nach wie vor deutlich weniger gefördert. Unter den Älteren hat die Förderung der Beruflichen Weiterbildung an Bedeutung gewonnen, allerdings nur im Rechtskreis des SGB III (Arbeitslosenversicherung).
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 IAQ-Report: Corona-Hotspot Fleischindustrie: Das Scheitern der Selbstverpflichtung von Gerhard Bosch, Frederic Hüttenhoff und Claudia Weinkopf
Die deutsche Fleischwirtschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten von einem Sektor mit vielen Kleinbetrieben zu einem industrialisierten Wirtschaftszweig mit wenigen Marktführern entwickelt. Die meisten Tätigkeiten, die eigentlich zum Kerngeschäft zählen, sind ausgelagert worden. Ziel war es, den mit der Osterweiterung der EU verfügbaren Pool billiger Arbeitskräfte auszuschöpfen und gleichzeitig die skandalösen Arbeitsbedingungen in undurchsichtigen Subunternehmerstrukturen zu verschleiern. Trotz zahlreicher Medienberichte über die haarsträubenden Arbeitsbedingungen und die Nichteinhaltung des Mindestlohns begnügte sich der Staat lange mit freiwilligen und sanktionsfreien Selbstverpflichtungen der Branche. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit fuhr bei Einführung des Mindestlohns sogar ihre Kontrollen zurück. Erst, als durch die unheilvolle Kombination schlechter Arbeits- und Wohnbedingungen mit hohen Infektionsraten mit Covid-19 im Frühjahr 2020 auch die allgemeine Gesundheit gefährdet wurde, verabschiedete das Kabinett einen Gesetzesentwurf, der das Schlachten und Verarbeiten von Fleisch durch Werkvertragsnehmer ab dem 1.1.2021 untersagt und die Kontrollen verschärfen soll. Die neuen gesetzlichen Regelungen werden die Branche nur ändern, wenn dahinter auch ein ernsthafter staatlicher Umsetzungswille steht. Dazu muss der Kontrolldruck auf die Branche nachhaltig erhöht werden.
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"NuKoS": Mit Kohlendioxid werden Schlacken zu höherwertigen Produkten
(Quelle: Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT / Stand: 03.08.2020)

Schlacken aus der Stahl- und Metallherstellung enthalten wichtige Elemente, die derzeit noch ungenutzt bleiben. Es fehlen hochspezialisierte Methoden, um diese stofflich nutzbar zu machen und in einen effizienten Weiterverarbeitungsprozess einzubringen. Das gerade gestartete Forschungsprojekt "NuKoS" hat zum Ziel, mithilfe von Kohlendioxid aus Prozessgasen Schlacken zu höherwertigen Produkten für die Bau-, Kunststoff-, Zement- und Papierindustrie aufzubereiten. Das auf drei Jahre angelegte Projekt wird im Rahmen der Fördermaßname "CO2 als nachhaltige Kohlenstoffquelle - Wege zur industriellen Nutzung (CO2-WIN)" vom BMBF gefördert.

Hintergrund
Die Stahl- und Zementindustrie zählt zu den größten Emittenten von CO2 und erzeugt jährlich in Deutschland rund 14 Millionen Tonnen Eisenhüttenschlacken. Das Projekt »NuKoS« entwickelt Lösungen, um diese beiden Herausforderungen anzugehen: Einerseits entwickelt das Projektteam Prozesse, um CO2 aus Prozessgasen etwa der Stahl- und Eisenindustrie oder der Zementindustrie stofflich zu nutzen, um so die Rohstoffproduktivität für Produkte in unterschiedlichen Branchen zu erhöhen und gleichzeitig CO2 zu minimieren. Zudem kommen insbesondere Schlacken zum Einsatz, die derzeit noch überwiegend deponiert werden, wodurch Deponiekapazitäten verringert und natürliche Ressourcen geschont werden können. Aufgrund des hohen Gehalts an freiem CaO können einige Stahlwerksschlacken konventionelle Zementbinder in Baustoffen sowie fossilen Kalkstein ersetzen und CO2 dauerhaft binden.

Ziele

Das Projektkonsortium - bestehend aus acht Partnern aus Forschung und Industrie – verfolgt insbesondere folgende drei Prozesse: Bei einer Methode sollen aus Stahlwerksschlacken (SWS) zementfreie Baustoffe wie Dämm- und Baumaterialien hergestellt werden.

In einem weiteren Prozess kommt erstarrte, frische, feinkörnige Schlacke zum Einsatz. Die bisher deponierten Feinfraktionen werden zunächst durch mechanische Aufbereitung wie Mahlung, Sortierung und Klassierung auf die notwendige Kornverteilung gebracht. In einem zweiten Schritt können dann durch Carbonatisierung mittels verdichtetem Kohlendioxid neue hochwertige Grundstoffe für die Bauindustrie hergestellt werden – beispielsweise zementfreie, CO2-emissionsarme Fertigbauteile sowie Schüttdämmungen auf Basis von SWS.

In einem dritten Prozess wollen die Projektpartner neue Prozesse entwickeln, um Calciumcarbonat aus Schlacken für die Weiterverarbeitung in beispielweise der Papierindustrie bereitzustellen.

Die großtechnische Herstellung solcher höherwertigen Produkte aus Schlacken allein mithilfe von CO2 ist bisher einzigartig in Deutschland.

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