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Schwarzes Brett

Deutschlandwetter im März 2019: Bundesweit der zwölfte zu warme Monat in Folge
(Quelle: Deutscher Wetterdienst, Standort Essen / Stand: 04.04.2019)

Die Witterung in Deutschland zeigte im März 2019 einen gänzlich anderen Charakter als im Februar. Die Hochdruckgebiete zogen nach Südosten ab und machten den Weg frei für Tiefdruckgebiete, die nun in rascher Folge vom Atlantik her Richtung Europa zogen. Sie führten vor allem feuchte und meist sehr milde Luft heran. Ihre Starkwindfelder erfassten immer wieder Mitteleuropa und führten hier zu einer außergewöhnlichen Sturmserie. Ende der zweiten Dekade übernahmen dann wieder die Hochdruckgebiete das Wettergeschehen. Sie lenkten abwechselnd warme oder etwas kühlere, aber meist trockene Luft ins Bundesgebiet. Somit verlief der März insgesamt deutlich zu mild und niederschlagsreich bei ausgeglichener Sonnenscheindauer. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen.

Bundesweit der zwölfte zu warme Monat in Folge
Mit 6,6 Grad Celsius (°C) lag im März der Temperaturdurchschnitt um 3,1 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung nach oben 2,3 Grad. Damit erlebte Deutschland bereits zum dritten Mal in diesem Jahrhundert zwölf zu warme Monate in Folge. Im 20. Jahrhundert waren es nie mehr als neun Monate in Folge. Aufgrund der vielen Wolken kletterten die Temperaturen bis zum 18. tagsüber nicht mehr so hoch wie Ende Februar, doch waren dafür die Nächte deutlich milder. Klare Nächte führte ab dem 19. wieder zu größeren Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht. Nun traten vielerorts die ersten Fröste des Monats auf. Den bundesweit tiefsten Wert meldete Oberstdorf am 20. mit -9,2 °C. Am höchsten stieg das Quecksilber bereits zwei Tage später mit 22,0 °C in Waltrop-Abdinghof, nördlich von Dortmund.

Viele Stürme und reichlich Niederschlag
Der März erreichte mit rund 75 Litern pro Quadratmeter (l/m²) etwa 130 Prozent seines Solls von 57 l/m². Obwohl sich Deutschland bis zum 18. im Einfluss von Tiefdruckgebieten befand, blieben die Niederschlagsmengen zunächst meist klein. Im Mittelpunkt standen daher die häufigen schweren Stürme. Vor allem „Bennet" am 4. und „Eberhard" am 10. richteten große Schäden an - zwei Menschen kamen dabei um. Ein Tornado in Roetgen bei Aachen zerstörte am 13. zahlreiche Häuser. Am 10. fielen im Norden, am 14. und 15. auch im Süden und Westen ergiebigere Niederschläge, die gebietsweise auch einige Flüsse über die Ufer treten ließen. Die bundesweit höchste Tagessumme meldete Schöfweg im Bayerischen Wald am 15. mit 91 l/m². Der insgesamt meiste Regen und Schnee fiel im Schwarzwald mit teilweise über 300 l/m². Am trockensten blieben der Oberrheingraben und das Thüringer Becken mit örtlich weniger als 25 l/m².

Das Wetter in den Nordrheinwestfalen im März 2019 (In Klammern: vieljährige Mittelwerte der intern. Referenzperiode)
Nordrhein-Westfalen kam auf 7,1 °C (4,5 °C) und war mit etwa 100 l/m² (71 l/m²) das zweitniederschlagsreichste Bundesland. Die Sonne schien gut 90 Stunden (103 Stunden). Waltrop-Abdinghof, nördlich von Dortmund, meldete am 22. mit 22,0 °C die bundesweit höchste Temperatur des Monats. Am Rosenmontag, dem 4., wurden wegen des Sturmes „Bennet" zahlreiche Karnevalszüge abgesagt oder verschoben. In Ochtrup im Münsterland wurde ein Mann in seinem Auto von einem Baum erschlagen. Auch bei Tief „Eberhard", dessen Sturmfeld am 10. besonders NRW traf, starb im Sauerland ein Mann in seinem Auto durch einen umstürzenden Baum. Fast der komplette Bahnverkehr wurde an diesem Tag eingestellt. Ein Tornado der Stärke F2, was kurzzeitig Winde zwischen 181 bis 253 km/h bedeutet, fegte am 13. durch Roetgen bei Aachen. Etwa 40 Häuser wurden beschädigt und fünf Menschen verletzt.

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Heiraten im Deutschen Bergbau-Museum Bochum - Trauung unter Tage
(Quelle: Deutsches Bergbau-Museum/ Stand: 04.04.2019)

Das Brautpaar fährt gemeinsam mit den Gästen 17 Meter tief in das Anschauungsbergwerk des Deutschen Bergbau-Museums (DBM) ein. Die DBM-Mitarbeitenden werden die Hochzeitsgesellschaft zur Steigerstube begleiten, in der die Trauung in Bergbauatmosphäre stattfinden wird. Im Anschluss an dier Zeremonie besteht die Möglichkeit, hinauf auf das Fördergerüst zu fahren und während eines Sektempfangs die Aussicht über das Ruhrgebiet zu genießen. Die Buchung des Sektempfanges erfolgt separat über den hausinternen Caterer. Trautermine sind jeweils dienstags, mittwochs und freitags um 13:30 Uhr. Die Wunschtermine müssen im Vorfeld mit dem Standesamt Bochum abgesprochen werden.

Kosten: Die Kosten für die Anmietung der Steigerstube belaufen sich auf 220 € zzgl. MwSt. (Im Mietpreis enthalten sind das Herrichten der Steigerstube und ein Blumengesteck. Die Kosten für das Standesamt sind nicht im Preis enthalten.)

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PD Dr. Matthias Jäger neu in den Vorstand der GfA gewählt
(Quelle: Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund IfADo / Stand: 08.03.2019)

PD Dr. Matthias Jäger wurde auf dem 65. Frühjahrskongress der Gesellschaft für Arbeitswissenschaft (GfA) Ende Februar erneut zum geschäftsführenden Vorstandsmitglied der GfA gewählt. Alle zwei Jahre finden die Wahlen statt. Jäger arbeitet seit 1981 am IfADo in der Abteilung Ergonomie und befasst sich mit arbeitswissenschaftlichen Themen wie der Gestaltung von Arbeitsplätzen und Arbeitsabläufen oder der Belastung des Muskel-Skelett-Systems bei beruflicher Arbeit. Die GfA ist eine Vereinigung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie anderen Interessierten mit dem Ziel, die Arbeitswissenschaft zu fördern. Die Arbeitswissenschaft beschäftigt sich mit der Analyse, Ordnung und Gestaltung von Arbeitsprozessen. Dabei werden technische, organisatorische und soziale Bedingungen der Arbeit berücksichtigt. Die GfA fühlt sich der Verwirklichung der Ziele des individuellen Arbeits- und Gesundheitsschutzes, der sozialen Angemessenheit der Arbeit und der technisch-wirtschaftlichen Rationalität verpflichtet. Die GfA versteht sich dabei in besonderem Maße als Plattform für den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis sowie allen interessierten gesellschaftlichen Gruppen.

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Viele Beschäftigte arbeiten immer noch körperlich hart: BIBB/BAuA-Befragung 2018 zu körperlicher Belastung ausgewertet
(Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin BAuA/ Stand: 04.04.2019)

Schwere körperliche Arbeit belastet noch immer viele Beschäftigte in Deutschland. Dies zeigt das zweite Faktenblatt zur BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018, das die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) jetzt unter dem Titel "Körperlich harte Arbeit in Deutschland – immer noch weit verbreitet" veröffentlicht hat. Zugleich gibt es auch Informationen, wie gute Arbeitsgestaltung und Verhaltensregeln gesundheitlichen Beschwerden durch körperliche Arbeit entgegenwirken können.

Körperliche Belastungen bei der Arbeit gehören für viele Erwerbstätige zum Arbeitsalltag. So gibt mehr als jeder Zweite (54%) an, häufig im Stehen zu arbeiten. Das ist für mehr als jeden vierten Betroffenen (27 %) belastend. Auch wenn nur etwa jeder Vierte (23 %) häufig schwere Lasten hebt oder trägt, fühlt sich mehr als die Hälfte (53 %) davon belastet. Schwere körperliche Arbeit kommt unter anderem besonders häufig in Bau- und Gartenbauberufen, aber auch in der Pflege und Gastronomie vor. Das Faktenblatt nennt auch Zahlen zu Arbeit mit den Händen und in Zwangshaltung.

INach wie vor sind Männer in Vollzeit am ehesten harter Arbeit ausgesetzt. Im Teilzeitbereich berichten jedoch Frauen häufiger über körperlich belastende Arbeitsbedingungen. Zudem empfinden Frauen unabhängig von der geleisteten Stundenzahl körperlich harte Arbeit im Vergleich zu Männern häufiger als belastend. Die Daten zeigen auch, dass es ein großes Präventionspotenzial im Bereich körperlicher Belastungen gibt. Entlastung kann eine gesundheitsförderliche Arbeitsgestaltung bringen beispielsweise durch den Einsatz von ergonomischen Arbeitsmitteln oder Trage- und Transporthilfen. Die Beschäftigten können sich beispielsweise durch rückenschonende Hebe- und Tragetechniken, gezielte Ausgleichsbewegungen, aber auch durch Pausen entlasten. Dazu weist das Faktenblatt auf verschiedene BAuA-Broschüren zum Thema hin.

Hintergrund:
Bei der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018 handelt es sich um eine repräsentative Erhebung unter rund 20.000 Erwerbstätigen in Deutschland. Durch sie werden differenzierte Informationen über ausgeübte Tätigkeiten, berufliche Anforderungen, Arbeitsbedingungen und -belastungen, den Bildungsverlauf der Erwerbstätigen sowie über die Verwertung beruflicher Qualifikationen gewonnen.

>> zum Faktenblatt 27: Körperlich harte Arbeit in Deutschland - immer noch weit verbreitet

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Neuerscheinung: Digitalisierung und Nachbarschaft. Erosion des Zusammenlebens oder neue Vergemeinschaftung?
(Quelle: InWIS - Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung/ EBZ Business School; NOMOS / Stand: 08.03.2019)

Herausgegeben vom geschäftsführenden wissenschaftlichen Direktor des InWIS - Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklun Prof. Dr. Rolf G. Heinze zusammen mit Dr. Sebastian Kurtenbach und Dr. Jan Üblacker ist jetzt im Nomos-Verlag das Buch "Digitalisierung und Nachbarschaft. Erosion des Zusammenlebens oder neue Vergemeinschaftung?" erschienen.

Inhalt:
Kaum eine Entwicklung hat unseren Alltag so deutlich verändert wie die Digitalisierung und kaum etwas ist so alltäglich wie Nachbarschaft. Zwischen beiden gibt es aber zunehmend Verknüpfungen, die in Deutschland aus sozialwissenschaftlicher Perspektive wenig erforscht sind. Der Eindruck herrscht vor, als seien das Netz bzw. Social Media Plattformen ohne Verankerung im realen Raum, aber dennoch finden sich auf Facebook unzählige Nachbarschaftsgruppen, auf Twitter Hashtags mit dem Namen von Nachbarschaften oder ganze Plattformen, wie nebenan.de, die zur digital gestützten lokalen Vergemeinschaftung beitragen. Kurzum: Die gesellschaftliche Entwicklung ist bereits wesentlich weiter als das Wissen darüber. Der Sammelband leistet einen grundlegenden Beitrag in der sozialwissenschaftlichen Diskussion um Digitalisierung und Nachbarschaft mit dem Ziel, einerseits einen Überblick über das Verhältnis zwischen Digitalisierung und Nachbarschaft zu gewinnen und andererseits Ausgangpunkte für weitergehende Untersuchungen zu formulieren. Daher werden aus unterschiedlichen Perspektiven Formen lokaler Vergemeinschaftung mittels digitaler Medien untersucht und systematisiert.

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