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Schwarzes Brett

Aus Abgas wird Rohstoff: Carbon2Chem®-Laboreinweihung: Carbon2Chem®-Laboreinweihung
(Quelle: Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT; Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (MPI-CEC) / Stand: 08.03.2019)

Am 7. März wurde das Carbon2Chem®-Labor am Oberhausener Standort von Fraunhofer UMSICHT eingeweiht. Auf 500 m2 Laborfläche und an 30 Büroarbeitsplätzen werden Verfahren zur Gasreinigung sowie zur Produktion von Methanol und höheren Alkoholen entwickelt. Das Ziel: Hüttengase als Rohstoffquelle für die chemische Industrie erschließen. Carbon2Chem® ist ein Großprojekt in dem 17 Partner aus Industrie und Forschung eine Technologie erarbeiten, die bei einer großtechnischen Umsetzung rund 20 Millionen Tonnen der jährlichen CO2-Emissionen der deutschen Stahlbranche wirtschaftlich verwertbar machen kann. Die Technologie ist auch in anderen CO2-intensiven Industrien einsetzbar. Carbon2Chem® wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund 63 Millionen Euro gefördert.

Am Standort des Fraunhofer UMSICHT in Oberhausen betreiben Fraunhofer UMSICHT und das Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (MPI-CEC) das Carbon2Chem®-Labor. Hier forschen die Partner des Konsortiums gemeinsam an Verfahren zur Gasreinigung sowie zur Produktion von Methanol und höheren Alkoholen. Die Ergebnisse bilden die wissenschaftliche Basis für die Arbeiten mit den realen Hüttengasen, die am Rande des Stahlstandorts Duisburg durchgeführt werden. Dort bietet das Carbon2Chem®-Technikum direkten Zugang zu realen Hüttengasen und die Möglichkeit, Versuche unter industriellen Rahmenbedingungen durchzuführen.

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Projektstart "MightyU" - Health Gaming für Kinder und Jugendliche mit infantiler Cerebralparese
(Quelle: Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST / Stand: 07.03.2019)

Die infantile Cerebralparese (ICP), eine chronische Erkrankung des Bewegungsapparates, führt aufgrund einer Schädigung des zentralen Nervensystems im frühkindlichen Alter zu motorischen Beeinträchtigung. Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung einer mitwachsenden und motivationssteigernden Technologie zur Trainingsunterstützung von Kindern- und Jugendlichen mit ICP. Muskelpotentiale und kinematische Daten der Patientengruppe sollen durch Einsatz einer körpernahen EMG-Sensorik erfasst und auf eine spielerische Virtual Reality-Anwendung übertragen werden.

Die Anwendung wird so entwickelt, dass die Nutzergruppe die Möglichkeit hat, das soziale Umfeld mit einzubeziehen und Aufgaben innerhalb der Anwendung kollaborativ zu lösen. In Zusammenarbeit mit Familienangehörigen oder Gleichaltrigen erfolgt so eine Stärkung sozialer und emotionaler Kompetenzen der Betroffenen und schafft Kompetenzerleben. Bei starken motorischen Einschränkungen werden Effekte der Motivationssteigerung untersucht. Bei schlechter Beweglichkeit der Patientengruppe werden individuelle Bewegungen in der Anwendung übersteigert dargestellt, um das Selbstwirksamkeitserleben zu optimieren. Trainingsdaten werden bei jeder Anwendung erfasst und über eine digitale Webplattform bereitgestellt, wodurch professionell Pflegende Einsicht in die Fortschritte ihrer Patienten erhalten und Anpassungen am Therapieplan vornehmen können. Weiterhin soll eine kognitive Algorithmik auf Basis der erhobenen Daten Fortschritte erkennen und die Spielschwierigkeit automatisch anpassen. Dadurch ergeben sich erhebliche Chancen zur Verbesserung der Therapiemotivation, zur Erweiterung des erstattungsfähigen Angebotes, sowie zur Entlastung von professionell beteiligten Akteuren im Rehabilitationsbetrieb.

 Projektpartner:  Fraunhofer ISST, Dortmund; Sozialpädiatrisches Zentrum der Universitätsklinik Bochum; rehaKind e.V., Dortmund; Velamed GmbH, Köln; Centigrade GmbH, Mülheim a. d. Ruhr; Meap GmbH, Witten

Projektlaufzeit: Februar 2019 – Januar 2022

Förderung: Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Programm "Kleine Patienten, großer Bedarf – Medizintechnische Lösungen für eine kindgerechte Gesundheitsversorgung"

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ISST-Bericht: DATENMARKTPLÄTZE - Plattformen für Datenaustausch und Datenmonetarisierung in der Data Economy
(Quelle: Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST/Stand: 08.03.2019)

In den vergangenen Jahren sind zahlreiche digitale Plattformen entstanden, deren primäres Geschäftsmodell im Handel von Roh- und verarbeiten Daten sowie dem Anbieten datennaher Dienstleistungen liegt. Dabei erlangen insbesondere Datenmarktplätze wachsende Popularität in Wissenschaft und Praxis. Die Plattformen bieten eine Infrastruktur für den Datenaustausch, indem sie als digitaler Vermittler („Intermediär") eine Verbindung zwischen Datenanbieter und Dateneinkäufer schaffen. Derartige Datenmarktplätzen sind als Handelsplattformen für Datengüter innerhalb eines überbetrieblichen Datenökosystems sehr notwendig, aber auch sehr herausfordernd. Der ISST-Bericht zu Datenmarktplätzen verfolgt das Ziel, eine Übersicht über das Konzept des Datenmarktplatzes zu vermitteln und stellt darüber hinaus ein Referenzmodell vor, welches auf Basis des derzeitigen Forschungsstands die funktionalen Anforderungen an einen multilateralen Datenmarktplatz detailliert schildert.

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International Data Spaces: Fraunhofer präsentiert Schlüsselkomponente für digitalen Datentausch nach europäischen Werten
(Quelle: Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST / Stand: 07.03.2019)

Die digitale Vernetzung der Welt schreitet voran. Neue Geschäftsmodelle, smarte Services und innovative Leistungsangebote werden dadurch möglich. Die Voraussetzung dafür ist der sichere Austausch von Daten in der Wertschöpfungskette. Die Rufe nach deutschen und europäischen Lösungen im umkämpften Markt für industrietaugliche cloudbasierte Lösungen werden derweil immer lauter. Die unter Federführung der Fraunhofer-Gesellschaft etablierte Initiative International Data Spaces (IDS) ermöglicht offene Datenmarktplätze für die Wirtschaft, auf denen Daten zwischen vertrauenswürdigen Partnern sicher getauscht werden. Am 22. Februar 2019 stellte die International Data Spaces Association mit Experten und Entscheidern aus Forschung, Industrie und Politik konkrete Ergebnisse vor, gab Ausblicke auf die weitere Entwicklung und diskutierte notwendige Investitionen in hiesige Datensouveränität und KI.

IDS ist zentraler Teil einer sicheren Dateninfrastruktur und damit Schlüsseltechnologie für innovative Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) und die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und Europas im wichtigen Marktsegment der Plattformökonomie. Er setzt auf die Umsetzung europäischer Werte im digitalen Datentausch und ermöglicht faire digitale Ökosysteme. Der IDS beruht auf dem Forschungsprojekt "Industrial Data Space" der Fraunhofer-Gesellschaft. In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt entwickeln Fraunhofer-Experten aus insgesamt zwölf Instituten seit 2015 eine Referenzarchitektur für den sicheren Datenraum und dessen Umsetzung. Mit 40 Use Cases unter anderem aus den Bereichen Produktion, Logistik, Energie, Medizin und Telekommunikation sowie 98 Mitgliedern aus 18 Ländern ist der IDS auf bestem Wege, sich als Standard zu etablieren. Der IDS kommt bereits in Cloud-Plattformen und Software-Services zum Einsatz.

Die Teilnehmer der IDS-Initiative schaffen einen gemeinsamen Standard, der bereits in ersten Cloud-Plattformen und Software-Services zur Anwendung kommt. Je schneller und breiter die Adaption durch Marktteilnehmer erfolgt, umso stärker verbreiten sich europäische Werte in internationalen Datenwertschöpfungsketten. Es bilden sich faire und nachhaltige digtiale Ökosysteme. Die IDS-Initiative hat somit internationalen Gestaltungsanspruch. Sie bietet eine Alternative zu monopolistisch wirkenden »Hyper-Scaling«-Plattformen einerseits und zentralstaatlich gesteuerten Digitaldiensten andererseits.

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Fit für die Industrie 4.0? Innovationslabor sucht Unternehmen für Transferprojekte
(Quelle:Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML / Stand: 07.03.2019)

Viele kleine und mittelständische Unternehmen scheuen auch heute oft noch den Aufwand oder das Risiko bei der Einführung von Industrie-4.0-Technologien. Das Innovationslabor Hybride Dienstleistungen in der Logistik des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML und der TU Dortmund bietet  nun die Möglichkeit, neue Technologien einfach mal auszuprobieren: im Rahmen sogenannter Transferprojekte. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Innovationslabor entwickeln in diesen Projekten gemeinsam mit einem Unternehmen eine Lösung für ein ganz konkretes Problem im betrieblichen Alltag. Interessierte Unternehmen aus der Region und aus ganz Deutschland können sich ab sofort über die Teilnahme an einem solchen Projekt informieren. Für 2019 sind zwei Ausschreibungsrunden mit jeweils fünf Projekten geplant, die auf sechs Monate angelegt sind.

Bislang hat das Innovationslabor insgesamt neun Transferprojekte umgesetzt. Ob Fehlervermeidung bei Inventuren, eine effizientere quittungslose Zustellung oder vorausschauende Instandhaltung: Die Ergebnisse aus den bereits abgeschlossenen Transferprojekten zeigen beispielhaft, wie kleine und mittelständische Unternehmen ihre Innovations- und Zukunftsfähigkeit durch den Einsatz digitaler Technologien steigern können. In den laufenden Projekten stehen kostengünstige Lösungen für mehr Transparenz in der Produktion, zukunftsfähige Transportdienstleistungen oder VR-basierte Schulungskonzepte auf der Agenda. Das Themenspektrum für neue Projekte ist breit gefächert: Industrie 4.0, Dienstleistungen und Digitalisierung lauten die Schlagworte. Die in dem Forschungsprojekt entwickelten Technologien, Methoden und Werkzeuge verbleiben beim Unternehmen. Die Unternehmen können sich auf einen begrenzten Aufwand und ein überschaubares Risiko einstellen. Dabei erhalten sie einen guten Einstieg in Forschung und Entwicklung. Jedes Projekt wird mit 50.000 Euro aus den Mitteln des Innovationslabors gefördert, das Unternehmen bringt Personal- und Sachmittel ein.

Interessierte Unternehmen können sich direkt an Andreas Nettsträter vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, wenden. Am besten schildern sie in einer kurzen E-Mail ein mögliches Vorhaben. Passt das Projekt grundsätzlich zum Innovationslabor, sucht das Innovationslabor geeignete Expertinnen und Experten aus den beteiligten Forschungseinrichtungen. Diese führen das Projekt direkt im und mit dem Unternehmen durch.

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