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Schwarzes Brett

Wie grün sind deutsche Städte? Fernerkundungsprojekt liefert Daten zur urbanen Grünausstattung
(Quelle: ILS-Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung / Stand: 12.11.2019)

Parkanlagen, Kleingärten und Brachflächen, aber auch Friedhöfe und Spielplätze sind Beispiele für Grün in der Stadt. Bisher fehlen allerdings valide Informationen zur bundesweiten Grünausstattung und zum Grünvolumen. Im Projekt "Monitoring des Stadtgrüns: Wie grün sind bundesdeutsche Städte?" werden im Auftrag des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung fernerkundliche Methoden für die Erfassung und stadträumlich-funktionale Differenzierung der Grünausstattung von Städten in Deutschland erforscht.

Das Ziel ist eine bundesweite Erfassung der urbanen Grünausstattung mit Daten des europäischen Raumbeobachtungsprogramms Copernicus. Mit der 10×10 Meter Auflösung der Sentinel 2 Satelliten aus Copernicus können hochaktuelle Daten erhoben und für ein Monitoring als Zeitreihen bereitgestellt werden. Unter Leitung des Projektpartners des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung ist es die Aufgabe des ILS, die sozialräumliche Bedeutung von Stadtgrün aus der Nutzerperspektive zu analysieren, um damit für ausgewählte Fallbeispiele vertiefende Monitoringansätze zu testen. In einem Projektworkshop in Dresden wurden Mitte Oktober erste Ergebnisse und Konzepte mit den teilnehmenden Städten (Bielefeld, Hanau, Leipzig, Potsdam, Schwäbisch Gmünd, Solingen, Teltow) diskutiert.

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IAT-Umfrage #heimatruhr: Kreative können Ideen für Projekte einbringen, Räume gestalten und Heimat schaffen
(Quelle: Institut Arbeit und Technik / Stand: 12.11.2019)

Kunst, Kultur und Kreativität sind eine wichtige Säule für die zukunftsfähige Gestaltung des Ruhrgebiets. Deshalb sind Künstlerinnen und Künstler, Kreative und Kulturschaffende angesprochen, sich aktiv an diesem Gestaltungsprozess zu beteiligen. Mit Ihren Vorschlägen und Ideen sollen im Rahmen des Projekts #heimatruhr neue Räume und Orte der künstlerischen sowie kreativen Entfaltung und des gesellschaftlichen Miteinanders entstehen.

Die Befragung dient dazu, Ideen und Projekte einzubringen. Die besten Vorschläge sollen realisiert werden.

Dauer: 15-20 Minuten

Im Fokus stehen reale Orte wie Flächen, Plätze, Gebäude und Treffpunkte, die durch Kreativität neu entstehen oder belebt werden. Die Orte sollen neue Formen der Identität schaffen, offen sein, zum Verweilen und zur gemeinsamen Auseinandersetzung einladen. Die Befragung ist Teil der aktuellen Debatte um die weltoffene, tolerante und kosmopolitische Weiterentwicklung von Heimat durch und mit Künstlerinnen und Künstlern, Kulturschaffenden und Kreativen. Die Ergebnisse sind maßgeblich für die weitere Förderung von Projekten und den gemeinsamen Diskurs.

Ziel des Programms ist die kreative Auseinandersetzung mit dem Ruhrgebiet, bei der neue Heimatorte geschaffen werden sollen, um die vielseitige Region zukunftsfähig und lebenswert zu gestalten. Das Programm ermöglicht durch die künstlerische Gestaltung von öffentlichen Plätzen und Gebäuden, in denen Kreativität gelebt werden kann, Orte des Miteinanders und der Begegnung von Menschen verschiedener Generationen, Kulturen und sozialer Hintergründe im Ruhrgebiet zu reaktivieren oder neu zu schaffen.

Gefördert werden künstlerische Initiativen, wie etwa kreative Begegnungsräume, künstlerische Produktionsstätten und künstlerisch-kreative Interventionen an Plätzen und Gebäuden sowie Begegnungs- und Veranstaltungsformate im öffentlichen Raum, um die Aufenthaltsqualität für die Allgemeinheit zu steigern. Die Orte sollen neue Formen der Identität schaffen, offen für alle sein, zum Verweilen und zur Begegnung und gemeinsamen Auseinandersetzung einladen. Orte, die als Heimat angenommen und erlebt werden.

Die Befragung wird im Auftrag des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen durch das Institut Arbeit und Technik der Westfälischen Hochschule (IAT) und das european centre for creative economy (ecce GmbH) vom 02. Oktober 2019 bis zum 30. November 2019 durchgeführt.

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Digitalisierung von Biomassefeuerungen: Forschungsprojekt "DigitalFire" kombiniert Digitalisierung und Verfahrenstechnik
(Quelle: Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT / Stand: 12.11.2019)

Digitalisierung und Biomassefeuerung: Forschende vom Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT wollen mit "DigitalFire" die Digitalisierung von Biomassefeuerungsanlagen ausschöpfen. Entlang der gesamten Prozesskette sollen Module entwickelt und im Realbetrieb getestet werden, die eine Fülle an zusätzlichen Daten erzeugen. Damit wollen die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen dann die Anlagen effizienter und wirtschaftlicher machen.

In Deutschland existieren ca. 900 000 Biomasse-Kesselanlagen und ca. 700 Biomasseheizkraftwerke. Für einen wirtschaftlichen Betrieb müssen diese Anlagen mehr und mehr in der Lage sein, auch Brennstoffe niedrigerer Qualität inklusive biogener Reststoffe verarbeiten zu können. Die meisten Systeme sind dazu zwar grundsätzlich im Stande, jedoch ist die korrekte Bedienung aufwändig und erfordert viel Erfahrung. Fehler bei der Einstellung der Feuerung führen zu höheren Emissionen und im schlimmsten Fall zu höherem Verschleiß mit Wartungsfolgen und Ausfallzeiten. Hier kommt die Digitaltechnik ins Spiel: Wenn es gelingt, durch Fortschritte in der Steuerungs- und Regelungstechnik niedrigere Brennstoffqualitäten bei gleichbleibender Leistung zu fahren, stellt sich schnell ein ökonomischer Nutzen ein.

Um dieses Ziel zu erreichen, werden im Projekt "DitigalFire" zunächst verschiedene Sensoren, "Soft"-Sensoren und Datenerfassungsysteme installiert. Die darüber erzeugten Daten, z. B. zum Heizwert, der Brennstoffzusammensetzung und -qualität, Rosttemperatur und zum Anlagenzustand (siehe Abb.) werden gesammelt, aufbereitet und visualisiert. Anschließend kommen Methoden des Machine Learning bzw. künstliche neuronale Netze zum Einsatz, um die Daten auszuwerten und nutzbar zu machen, z. B. für eine automatisierte Einstellung der optimalen Feuerungsparameter oder Warnungen vor kritischen Anlagenzuständen. Durch ein benutzerfreundliches Frontend – auch für mobile Endgeräte (z. B. eine App) – sollen diese Informationen dem Betreiber immer direkt zur Verfügung stehen.

Feuerungen in kleineren Leistungsklassen

Normalerweise wird eine solch durchgängige digitale Prozessüberwachung der Feuerung nur in großen Biomasseheizkraftwerken oder Müllverbrennungsanlagen eingesetzt, vor allem aus Kostengründen. Im Projekt sollen diese Funktionen nun auch für Feuerungen in kleineren Leistungsklassen (Kesselanlagen bzw. kleinere Biomassekraftwerke von 100 kW bis zu 20 MW Feuerungswärmeleistung) verfügbar gemacht werden. Damit die Technik bezahlbar bleibt, machen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Fraunhofer UMSICHT sinkende Kosten für elektrotechnische Komponenten, Sensorik und Softwarelösungen zunutze.

Die BFAutomation GmbH & Co. KG ist als Projektpartner dabei. Sie unterstützt die Forschenden bei der Entwicklung und Einbindung der neuen Module. Der Aufbau und die Einbindung in die Serverinfrastruktur, die Datenauswertung sowie die Anwendungsentwicklung wird von IT-Spezialisten der UMSICHT-Standorte in Oberhausen und Sulzbach-Rosenberg durchgeführt.

Förderhinweis
Das Projekt DigitalFire wird über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) finanziert und hat ein Volumen von 814 402 €.

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Aktuelle Entwicklungen beim Rentenzugang: vorzeitige Rente bleibt attraktiv
(Quelle: Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) / Stand: 12.11.2019)

Die einen gehen regulär in Rente, die anderen treten so früh wie möglich in den Ruhestand und nehmen dafür auch Abschläge in Kauf. Diese Polarisierung zeigt der neue Altersübergangsreport des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE). Untersucht wird darin, wie sich die schrittweise Anhebung der Altersgrenze auf 67 Jahre auf den Rentenzugang in Deutschland auswirkt.

Im Jahr 2017 ging mehr als jeder zweite Neurentner vor dem 65. Lebensjahr in den Ruhestand. „Die Anhebung der Regelaltersgrenze fördert die Polarisierung im Rentenzugangsalter und verschärft in der Folge die soziale Ungleichheit im Alter", folgert der IAQ-Forscher Arthur Kaboth. „Denn wer vorzeitig in Rente geht, weil er oder sie beispielweise durch gesundheitliche Einschränkungen oder fehlende Erwerbsperspektiven quasi dazu gezwungen ist, muss geringere Rentenanwartschaften und Abschläge akzeptieren. Das bedeutet: mit weniger Geld auskommen."

Zwar erfreut sich die abschlagsfreie Altersrente für besonders langjährig Versicherte (Rente ab 63) insbesondere bei Männern großer Beliebtheit (36,2 Prozent). Auch Frauen gehen mittlerweile häufiger auf diesem Weg in den Ruhestand (27,1 Prozent). Dennoch wurde fast jede vierte Altersrente mit Abschlägen in Anspruch genommen.

Fazit:
Auf der einen Seite nehmen Übergänge in Rente aus stabiler Beschäftigung zu und spiegeln somit auch die Arbeitsmarktsituation Älterer wider, die sich in den letzten Jahrzehnten verbessert hat. Andererseits erreichen die verbesserten Chancen nicht alle Versicherten. Nach wie vor geht ein erheblicher Anteil aus Langzeitarbeitslosigkeit in den Ruhestand.

Zum Altersübergangsreport:

>> Brussig, Martin / Kaboth, Arthur 2019: Trotz steigender Altersgrenzen stagniert das durchschnittliche Rentenzugangsalter: Aktuelle Entwicklungen im Rentenzugang. Internet-Dokument. Duisburg: Inst. Arbeit und Qualifikation. Altersübergangs-Report, Nr. 2019-02

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Vorzeitige Rente bleibt attraktiv

Auszeichnung: Dozentenpreis des Fonds der Chemischen Industrie für UMSICHT-Chemiker
(Quelle: Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT / Stand: 12.11.2019)

Dr. Ulf-Peter Apfel, Gruppenleiter am Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT in Oberhausen, hat den Dozentenpreis des Fonds der Chemischen Industrie erhalten. Die Auszeichnung ist mit 75 000 Euro dotiert. Der Fonds der Chemischen Industrie verleiht den Preis an herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus der Chemie und Chemischen Biologie, die überdurchschnittliche Leistungen in der Lehre und besondere wissenschaftliche Leistungen erbracht haben.

Wasserstoff produzieren und Kohlendioxid umwandeln

Die Produktion von Wasserstoff und die Frage, wie sich Kohlendioxid elektrochemisch in wertvolle Ausgangsstoffe für die Industrie umwandeln lässt, sind die Hauptforschungsthemen von Ulf-Peter Apfel. Mit seinem Team erfindet er neue Katalysatoren, Elektroden und Reaktoren für diese Umwandlungsprozesse. Die Grundlagen dafür erforscht Apfel mit der Nachwuchsgruppe "Activation of small molecules" an der Ruhr-Universität. Mit der Gruppe "Elektrosynthese" am Fraunhofer UMSICHT entwickelt er darauf basierend Konzepte für die Anwendung – auch in industriellem Maßstab.

Über den Dozentenpreis

Kandidatinnen und Kandidaten für den Dozentenpreis müssen in einem zweistufigen Nominierungsverfahren vorgeschlagen werden. Eigenbewerbungen sind nicht möglich. Das Kuratorium wählt aus den eingehenden Vorschlägen Spitzenkandidaten aus und holt für sie mindestens zwei wissenschaftliche Gutachten von unabhängigen Hochschullehrenden ein. Nur wenn diese einstimmig positiv sind, erfolgt die Auszeichnung. Der Preis wird seit 2013 jährlich vergeben.

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"Das Ganze
ist mehr als die

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