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Schwarzes Brett

Vorreiterin in der Museumsszene: Auf einen Plausch mit Chatbot Antonia - neue digitale Wege in der St. Antony-Hütte
(Quelle: LVR-Industriemuseum: St. Antony-Hütte / Stand: 11.09.2019)

Seit 2014 gibt es die St. Antony-App. In dieser begleitet der Hüttendirektor seine Gäste als Augmented Reality-Einblendung auf dem Smartphone durch das Museum. Jetzt gibt es innerhalb der App eine weitere Möglichkeit, die älteste Eisenhütte des Ruhrgebiets digital kennenzulernen, denn die bestehende App ist um die Funktion eines Chatbots erweitert worden. Chatbots, Computerprogramme mit denen man in Dialog treten kann, werden von immer mehr Unternehmen und Institutionen für Kommunikationsaufgaben und Informationsdienste genutzt. Nun können auch Museumsgäste mittels eines textbasierten Dialoges, der an bekannte Messaging-Dienste wie WhatsApp angelehnt ist, auf dem eigenen Smartphone in Kontakt mit „Antonia" aus der St. Antony-Hütte treten.

Mit „Antonia", einer charmanten älteren Dame, die die St. Antony-Hütte verkörpert, hat der Chatbot ein eigenes Gesicht erhalten. Zwar ist Antonia schon rund 280 Jahre alt, aber noch voll auf der Höhe der Zeit. Da sie die Wiege der Ruhrindustrie wie keine Zweite kennt, kommt sie gerne auf unterhaltsame und spielerische Weise mit den Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch. Die App „St. Antony-Hütte" kann kostenlos für Google Android Smartphones und Apple iOS bei Google Play und iTunes heruntergeladen werden. Gästen im Museum steht dafür freies WLAN zur Verfügung.

Bei der neuen App handelt es sich um eine Weiterentwicklung der bestehenden Museums-App. Wie schon die Vorgängerversion wurde diese zusammen mit Pausanio, einer Kölner Agentur für digitale Kulturkommunikation, realisiert. Die Umsetzung wurde durch eine großzügige Spende vom Förderverein des LVR-Industriemuseum, zu dem auch die Sparkasse Oberhausen gehört, ermöglicht.Ein Prototyp der App wurde bereits der Fachwelt vorgestellt und fand großen Anklang. Das LVR-Industriemuseum gehört mit diesem Angebot zu den Vorreitern in der Museumsszene. Nur wenige Institutionen nutzen bereits diese Form der digitalen Vermittlung.

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Richtfest: Das Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion wächst
(Quelle: Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion / Stand: 11.09.2019)

Seit rund zwei Jahren finden am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (MPI CEC) umfangreiche Neu- und Umbauarbeiten statt. Insgesamt wird das Institut um vier neue Gebäude mit einer Gesamtnutzfläche von 4.500m2 erweitert. Langfristig soll die Mitarbeiterzahl des MPI CEC von 250 auf rund 400 aufgestockt werden und eine weitere Abteilung hinzukommen. Für Neubau, Umbau, Sanierung und Grundstücke stellt das Land Nordrhein-Westfalen insgesamt 45 Millionen Euro zur Verfügung.

Am 14. August fand das Richtfest für den zweiten Bauabschnitt am Kahlenberg statt. Fertiggestellt wurde der Rohbau des zukünftigen Bürogebäudes und für die Chemielabore, die voraussichtlich Ende nächsten Jahres in Betrieb genommen werden. Begrüßt wurden die rund 100 geladenen Gäste von CEC-Direktor Robert Schlögl, Vertretern der Abteilung für Forschungsbau der Max-Planck-Gesellschaft, dem Architekturbüro Nickl & Partner, dem Mülheimer Oberbürgermeister Ulrich Scholten und Dr. Beate Wieland, Leiterin der Forschungsabteilung im Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW.

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Aktuelle RWI-Unstatistik: Verwirrung um Nitrat
(Quelle: RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung / Stand: 11.09.2019)

Bei der aktuellen Unstatistik, an der auch das RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung beteiligt ist, geht´s um einen Artikel aus der Rheinischen Post vom 8.August 2019. Unter der Überschrift „Immer mehr Nitrat im Grundwasser" kommentiert die Rheinische Post darin die Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Grünen. Demnach nahm der mittlere Nitratgehalt an den 15 am stärksten belasteten deutschen Messpunkten von 2013 bis 2017 um rund 40 Milligramm pro Liter zu. Daraus folgt aber nicht, wie von der Rheinischen Post fälschlicherweise kolportiert, dass die Nitratbelastung insgesamt gestiegen ist. Sie ist vermutlich, wie schon in den Vierjahres-Zeiträumen davor, weiter gefallen.

Erstens sind die Messpunkte nicht die gleichen – im Jahr 2017 wurden verschiedene Messpunkte aus dem Jahr 2013 gegen bekannte Hochnitrat-Messstellen ausgetauscht. Die Werte an den 2013er Messpunkten sind bis 2017 im Mittel gefallen. Und zweitens gingen 2013 die Jahresdurchschnittswerte, im Jahr 2017 aber die Höchstwerte (über ausgewählte Tage) in die Analyse ein. Die Meldung aus der Rheinischen Post ist also statistisch gesehen der gleiche Unfug, als wollte man die Veränderung der jährlichen landesweiten Niederschlagsmenge durch einen Vergleich der 15 jeweils feuchtesten Orte ermitteln (und dann auch noch für ein Jahr basierend auf dem Durchschnitt pro Ort, das andere Jahr basierend auf dem Tagesmaximum).

Damit ist natürlich nichts gegen eine sinnvolle Messung der Nitratbelastung in Flüssen, Seen und im Grundwasser gesagt. Deren Begrenzung und Absenkung ist Gegenstand einer der ersten Umweltschutzdirektiven der EU, der Nitratrichtlinie von 1991. Das dazu nötige europaweite Messnetz ist allerdings wissenschaftlich durchaus angreifbar. Wie schon in der Meldung der Rheinischen Post werden speziell in Deutschland Messstellen gerne ausgetauscht beziehungsweise mit Bedacht in Hochbelastungsregionen angelegt. Dagegen wäre auch nichts einzuwenden, wäre man an der zeitlichen Entwicklung der Maxima interessiert. Zum Betrug wird diese Vorgangsweise immer dann, wenn man das Ergebnis als landesweiten Durchschnitt verkauft. Hier zeigt sich, dass bei unveränderten Messpunkten die Belastung eher sinkt.

Mit der „Unstatistik des Monats" hinterfragen der Berliner Psychologe Gerd Gigerenzer, der Dortmunder Statistiker Walter Krämer, die STAT-UP-Gründerin Katharina Schüller und RWI-Vizepräsident Thomas K. Bauer jeden Monat sowohl jüngst publizierte Zahlen als auch deren Interpretationen. Alle „Unstatistiken" finden Sie im Internet unter www.unstatistik.de und unter dem Twitter-Account @unstatistik.

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Befragung zur Verkehrspolitik: Mehrheit für mehr Rad- und Busspuren, Skepsis bei höheren Parkgebühren
(Quelle: RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung / Stand: 11.09.2019)

Verkehrschaos, Dieselkrise, Klimadebatte – besonders in den Städten wird der Ruf nach Alternativen zum Autoverkehr lauter. Wie die Verkehrswende gelingen soll, ist allerdings umstritten. Eine von der Stiftung Mercator geförderte Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) zeigt: Eine Mehrheit befürwortet eine Neuaufteilung des öffentlichen Raums zugunsten von Fahrrad und ÖPNV auch auf Kosten von Parkplätzen und Fahrspuren für den Autoverkehr. Für höhere Parkgebühren, eine Verteuerung von Dieseltreibstoff und vollständig autofreie Innenstädte spricht sich hingegen nur eine Minderheit aus. An der Befragung nahmen knapp 7.000 Haushalte in ganz Deutschland teil.

Die wichtigsten Ergebnisse:

Rund 69 Prozent der Befragten stimmen einer Ausweisung gesonderter Fahrstreifen für Busse und Bahnen zu, nur 10 Prozent sind dagegen. Den Ausbau von Fahrradwegen auf Kosten von Autoparkplätzen befürworten 50 Prozent, 28 Prozent lehnen diesen Vorschlag ab.

Der Ausbau der Infrastruktur für Elektromobilität erhält mit 66 Prozent ebenfalls eine hohe Zustimmungsrate, rund 12 Prozent der Befragten sprechen sich dagegen aus.

Drastischere Eingriffe in die Autonutzung werden dagegen kritischer gesehen: Zwar ist rund die Hälfte der Befragten dafür, dass Fahrzeuge, die Schadstoffgrenzwerte überschreiten, ein Fahrverbot erhalten. Für eine höhere Besteuerung von Dieselautos sprechen sich jedoch nur 36 Prozent aus. Ein generelles Verbot von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor ab 2035 befürworten nur 28 Prozent.

Höhere Parkkosten in Innenstädten halten nur 21 Prozent der Befragten für wünschenswert, 57 Prozent sind gegen diese Maßnahme. Auch die Vision von autofreien Innenstädten erhält mehr Ablehnung als Zustimmung.

Die Zustimmung zu den betrachteten verkehrspolitischen Maßnahmen ist in Westdeutschland durchschnittlich deutlich höher als in Ostdeutschland.

Die Befragung durch das Marktforschungsinstitut forsa fand vom 23. April bis zum 12. Juni 2018 statt. Befragt wurden die Haushaltsvorstände des forsa.omninet Haushaltspanels. Dieses Panel ist für die deutschsprachige Bevölkerung ab 14 Jahren repräsentativ.

>> Studie „Präferenzen und Einstellungen zu vieldiskutierten verkehrspolitischen Maßnahmen: Ergebnisse einer Erhebung aus dem Jahr 2018"

>> RWI Impact Note mit dem Titel "Verkehrswende: Busstreifen okay, höhere Parkkosten nicht"

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Studie: Für Gutverdiener ist der Renteneintritt ein Gesundheitsrisiko
(Quelle: RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung / Stand: 08.08.2019)

Die Erwerbsbiografie hat einen wesentlichen Einfluss darauf, wie der Renteneintritt die Sterblichkeit beeinflusst. So profitieren Männer aus manuellen Routinejobs davon, mit 63 Jahren in den Ruhestand zu gehen. Für Männer und Frauen, die aus gut bezahlten Jobs mit 65 Jahren ihr Berufsleben beenden, steigt hingegen die Sterblichkeit kurz nach der Verrentung. Eine Schlüsselrolle für die Sterblichkeitseffekte spielt die Aktivitätsveränderung um den Renteneintritt. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung. Grundlage sind Daten der Deutschen Rentenversicherung zu knapp 800.000 Rentnerinnen und Rentnern der Geburtsjahrgänge 1934 bis 1936.

Die wichtigsten Ergebnisse:

_Der Eintritt in den Ruhestandkann die Sterblichkeit positiv oder negativ beeinflussen. So sinkt bei Männern aus der unteren Hälfte der Einkommensverteilung, die mit 63 Jahren ihr Berufsleben beenden, die Sterblichkeit kurz nach der Verrentung um gut ein Prozent.

_Bei Männern und Frauen aus der oberen Hälfte der Einkommensverteilung, die mit 65 Jahren in Rente gehen, steigt die Sterblichkeit hingegen um zwei bis drei Prozent.

_Ausschlaggebend für den Effekt des Renteneintrittsist die Erwerbsbiografie vor der Rente. Männer, die mit 63 Jahren in Rente gehen, kommen überwiegend aus Berufen mit manuellen Routinetätigkeitenund relativ geringem Verdienst. Viele dieser Jobs sind körperlich anstrengendoder mit Gefährdungenam Arbeitsplatz verbunden. Weniger Stress und Gefahrensowie ein relativ hoher Freizeitwert senkenbei dieser Gruppe nach dem Renteneintritt die Sterblichkeit.

_Noch positiverwirkt sich die Verrentung auf Männer aus, die mit 63 Jahren aus vorheriger Arbeitslosigkeitin Rente gehen. Sie profitieren davon, dann nicht mehr dem Stigma der Arbeitslosigkeitausgesetzt zu sein.

Die Erwerbsbiografie ist entscheidend für die Art der Aktivitätsveränderung um den Renteneintritt. Gerade frühere Gutverdiener sind durch den Renteneintritt offenbar größeren Gesundheitsrisiken ausgesetzt. Bei Ihnen steht wahrscheinlich die soziale Isolation im Rentenalter im Vordergrund, weil sie mit der Berufstätigkeit auch Berufsprestige und soziale Netzwerke verlieren.

Die Untersuchung basiert auf Daten des Forschungsdatenzentrums der Rentenversicherung (FDZ-RV) der Deutschen Rentenversicherung. Analysiert wurden Informationen zu rund 280.000 Rentnerinnen und gut 500.000 Rentnern der Geburtsjahrgänge 1934 bis 1936, die für den Zeitraum 1994 bis 2013 ausgewertet wurden. Als zweite Datenquelle diente das Sozio-oekonomische Panel (SOEP).

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