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Schwarzes Brett

ISST-Bericht: DATENMARKTPLÄTZE - Plattformen für Datenaustausch und Datenmonetarisierung in der Data Economy
(Quelle: Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST/Stand: 08.03.2019)

In den vergangenen Jahren sind zahlreiche digitale Plattformen entstanden, deren primäres Geschäftsmodell im Handel von Roh- und verarbeiten Daten sowie dem Anbieten datennaher Dienstleistungen liegt. Dabei erlangen insbesondere Datenmarktplätze wachsende Popularität in Wissenschaft und Praxis. Die Plattformen bieten eine Infrastruktur für den Datenaustausch, indem sie als digitaler Vermittler („Intermediär") eine Verbindung zwischen Datenanbieter und Dateneinkäufer schaffen. Derartige Datenmarktplätzen sind als Handelsplattformen für Datengüter innerhalb eines überbetrieblichen Datenökosystems sehr notwendig, aber auch sehr herausfordernd. Der ISST-Bericht zu Datenmarktplätzen verfolgt das Ziel, eine Übersicht über das Konzept des Datenmarktplatzes zu vermitteln und stellt darüber hinaus ein Referenzmodell vor, welches auf Basis des derzeitigen Forschungsstands die funktionalen Anforderungen an einen multilateralen Datenmarktplatz detailliert schildert.

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Fit für die Industrie 4.0? Innovationslabor sucht Unternehmen für Transferprojekte
(Quelle:Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML / Stand: 07.03.2019)

Viele kleine und mittelständische Unternehmen scheuen auch heute oft noch den Aufwand oder das Risiko bei der Einführung von Industrie-4.0-Technologien. Das Innovationslabor Hybride Dienstleistungen in der Logistik des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML und der TU Dortmund bietet  nun die Möglichkeit, neue Technologien einfach mal auszuprobieren: im Rahmen sogenannter Transferprojekte. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Innovationslabor entwickeln in diesen Projekten gemeinsam mit einem Unternehmen eine Lösung für ein ganz konkretes Problem im betrieblichen Alltag. Interessierte Unternehmen aus der Region und aus ganz Deutschland können sich ab sofort über die Teilnahme an einem solchen Projekt informieren. Für 2019 sind zwei Ausschreibungsrunden mit jeweils fünf Projekten geplant, die auf sechs Monate angelegt sind.

Bislang hat das Innovationslabor insgesamt neun Transferprojekte umgesetzt. Ob Fehlervermeidung bei Inventuren, eine effizientere quittungslose Zustellung oder vorausschauende Instandhaltung: Die Ergebnisse aus den bereits abgeschlossenen Transferprojekten zeigen beispielhaft, wie kleine und mittelständische Unternehmen ihre Innovations- und Zukunftsfähigkeit durch den Einsatz digitaler Technologien steigern können. In den laufenden Projekten stehen kostengünstige Lösungen für mehr Transparenz in der Produktion, zukunftsfähige Transportdienstleistungen oder VR-basierte Schulungskonzepte auf der Agenda. Das Themenspektrum für neue Projekte ist breit gefächert: Industrie 4.0, Dienstleistungen und Digitalisierung lauten die Schlagworte. Die in dem Forschungsprojekt entwickelten Technologien, Methoden und Werkzeuge verbleiben beim Unternehmen. Die Unternehmen können sich auf einen begrenzten Aufwand und ein überschaubares Risiko einstellen. Dabei erhalten sie einen guten Einstieg in Forschung und Entwicklung. Jedes Projekt wird mit 50.000 Euro aus den Mitteln des Innovationslabors gefördert, das Unternehmen bringt Personal- und Sachmittel ein.

Interessierte Unternehmen können sich direkt an Andreas Nettsträter vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, wenden. Am besten schildern sie in einer kurzen E-Mail ein mögliches Vorhaben. Passt das Projekt grundsätzlich zum Innovationslabor, sucht das Innovationslabor geeignete Expertinnen und Experten aus den beteiligten Forschungseinrichtungen. Diese führen das Projekt direkt im und mit dem Unternehmen durch.

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Verlängerung bis 2020: Innovationslabor forscht weiter
(Quelle: Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML / Stand: 08.03.2019)

Das Innovationslabor Hybride Dienstleistungen in der Logistik geht in eine neue Runde: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat jetzt eine Verlängerung des Großforschungsprojekts bewilligt. Das vom BMBF mit 10 Millionen Euro geförderte Innovationslabor war Mitte 2016 gestartet und auf eine Laufzeit von drei Jahren ausgelegt. Nun können die Forschungsarbeiten bis Ende 2020 weiterlaufen, die Mittel wurden um rund zwei Millionen Euro aufgestockt.

Lag bislang lag der Fokus auf der Erprobung neuartiger Mensch-Technik-Kollaborationen und der Vernetzung der einzelnen Teilnehmer, soll die Forschungsarbeit in der Verlängerung um zwei neue Arbeitspakete erweitert werden. Im Arbeitspaket "Dynamische Organisation" werden interaktive Arbeitssysteme entwickelt, in denen Mensch und Technik logistische und produktionstechnische Aufgaben in einem sozialen Netzwerk bewältigen. Dabei stehen neue Konzepte für eine Mensch-Maschine-Organisation auf der Forschungsagenda. Ziel ist es, die Personal- und Ressourcenplanung, die ohnehin immer mehr miteinander verschmelzen, ganzheitlich zu betrachten.

Im Arbeitspaket "Intelligentes Regal" werden neue – auch indirekte – Kommunikationstechniken zwischen Mensch und Maschine auf Basis von Smart Services getestet und evaluiert. Die Daten werden als direkter Input für die Arbeitsorganisation genutzt.Unabhängig von der Verlängerung des Forschungsprojekts werden die Infrastruktur und die Mensch-Technik-Demonstratoren in den beiden im Rahmen des Innovationslabors aufgebauten Versuchshallen – dem Forschungs- und dem Anwendungszentrum – für weitere Experimente und Untersuchungen genutzt.

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Traditionsreiche Ehrenauszeichnung: Prof. Michael ten Hompel ist Bürger des Ruhrgebiets 2018
(Quelle: Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML / Stand: 07.03.2019)

Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML und Inhaber des Lehrstuhls für Förder- und Lagerwesen an der Universität Dortmund ist gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Politischen Forums Ruhr Stephan Holthoff-Pförtne zum "Bürger des Ruhrgebiets 2018" gekührt worden. Pro Ruhrgebiet ehrt wissenschaftliche Exzellenz und gesellschaftspolitisches Engagement. Prof. Michael ten Hompel hat die Digitalisierung des Logistikstandorts Ruhr wegbereitend vorangetrieben, urteilte die Jury.

Michael ten Hompel wurde aufgrund einer öffentlichen Ausschreibung zum Thema: "Genial digital: Wer ist im Ruhrgebiet ganz vorn mit dabei im Prozess der digitalen Transformation?" bestimmt. Die in großer Zahl eingereichten Vorschläge waren allesamt herausragende Beispiele für die Innovationskraft der Metropole Ruhr: Digitalisierung ist an der Ruhr mitnichten ein Rand- oder Nischenthema. Die Jury unter Vorsitz von NRW Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart entschied sich für Prof. Dr. Dr. h. c. Michael ten Hompel, Dortmunder Spitzenforscher mit Weltruf, einer der Wegbereiter des Internet der Dinge, Erfinder der Shuttletechnologie in der Intralogistik, unternehmerischer Wissenschaftler mit Leib und Seele, seine Praxisprojekte hat er stets fest im Blick.

Ten Hompels digitale Innovationen bieten Lösungen für eine zukunftsweisende Logistik, die rund um den Globus in logistischen Prozessen zur Anwendung kommen, die Maßstäbe setzen für den Innovationsstandort Ruhr, die für die Verwirklichung einer Industrie 4.0 essentiell sind. Er hat die Digitalisierung des Logistikstandorts Ruhr wegbereitend vorangetrieben. Mit Leuchtturmprojekten, wie etwa das von ihm inhaltlich definierte EffizienzCluster LogistikRuhr, inzwischen Europas bedeutendstes Logistikforschungscluster, hat er die Metropole Ruhr überregional bekannt gemacht. Seine anwendungsorientierte Forschung stärkt eine Branche, die für das moderne Ruhrgebiet prägend ist.

Mit Holthoff-Pförtner und ten Hompel ehrt pro Ruhrgebiet zwei Persönlichkeiten, die die Metropole Ruhr an ihren Stärken messen und sich gleichzeitig ihren großen Herausforderungen stellen, die durch ihr Wirken die Zukunftsfähigkeit der Region vorantreiben und ihr überregionale Strahlkraft verleihen. Dabei setzen sie konsequent auf den Vorteil durch regionale Synergien.

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Unstatistik des Monats: Weltsensation – Bluttest erkennt Brustkrebs!
(Quelle: RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung / Stand: 08.03.2019)

Die Unstatistik des Monats Februar ist eine Pressemitteilung der Universitätsklinik Heidelberg. Sie berichtet über einen neuen „marktfähigen" Bluttest für Brustkrebs, der eine Trefferrate (Sensitivität) von 75 Prozent hat. Die Heidelberger Forscher gaben der BILD-Zeitung ein Exklusiv-Interview, die dann schrieb: „Neuer Bluttest erkennt zuverlässig Brustkrebs - Warum dieser Test eine Weltsensation ist" .

Nach üblichen wissenschaftlichen Standards veröffentlichen Forscher zuerst eine Studie in einer Fachzeitschrift, die dort begutachtet wird, und gehen erst dann an die Presse. Beim Bluttest wurde dieser Standard nicht eingehalten. Die Heidelberger Forscher sind zuerst medienwirksam zur BILD-Zeitung gegangen. Eine wissenschaftliche Veröffentlichung liegt nicht vor. Was bedeutet eine Trefferrate von 75 Prozent? Laut Pressemitteilung wurde der Bluttest an über 900 Frauen erprobt, von denen über 500 Brustkrebspatientinnen waren. Bei 75 Prozent der Frauen mit Brustkrebs war der Test positiv (Verdacht auf Brustkrebs) und bei 25 Prozent dieser Frauen wurde der Krebs übersehen.

Erst die Falsch-Alarm-Rate macht die Trefferrate aussagekräftig

Ist 75 Prozent nun gut oder schlecht? Diese Frage kann niemand beantworten, da die Pressemitteilung die dazu notwendige Information unerwähnt gelassen hat: die Falsch-Alarm Rate des Bluttests. Denn jeder Test dieser Art macht zweierlei Fehler: erstens, einen Krebs zu übersehen (wie gesagt, der Bluttest übersieht dies bei 25 Prozent der Frauen), und zweitens, bei Frauen ohne Krebs fälschlicherweise Krebs zu diagnostizieren. Die Falsch-Alarm Rate gibt an, wie oft dieser zweite Fehler passiert. Gerade bei einem Bluttest sollten Frauen diese Information ehrlich und verständlich erhalten, da sie mit einem verdächtigen Befund noch bis zu fünf Jahre leben müssen – erst dann sind Tumore in der Regel so groß, dass man mit bildgebenden Verfahren wie Mammographie prüfen kann, ob es wirklich einen Tumor gibt oder es sich um einen falschen Alarm handelt. Und je höher die Falsch-Alarm Rate ist, desto mehr gesunde Frauen müssen mit Verdacht auf einen Krebs leben, den sie gar nicht haben. Man muss sich ernsthaft fragen, warum die Pressemitteilung diese wichtige Information der Öffentlichkeit vorenthalten hat.

Ein einfaches Beispiel verdeutlicht, warum die Trefferrate allein nicht zeigt, wie gut ein Test ist. Nehmen wir eine Gruppe von Frauen, 10 mit Krebs und 100 ohne Krebs. Man kann eine Trefferrate von 100 Prozent erreichen, wenn man einfach bei jeder Frau Verdacht auf Krebs feststellt. Diese Methode „erkennt" alle Frauen mit Brustkrebs, aber alle 100 Frauen ohne Krebs erhalten fälschlicherweise einen verdächtigen Befund. Mit dieser Methode würde man keinen einzigen Krebs übersehen, aber eine Falsch-Alarm Rate von 100 Prozent haben. Eine Trefferrate von 100 Prozent wäre dagegen beeindruckend, wenn zugleich die Falsch-Positiv Rate bei 1 Prozent läge. Dieser Test erkennt alle Frauen mit Brustkrebs richtig, und nur eine der Frauen ohne Brustkrebs wird fälschlicherweise alarmiert. Eine Trefferrate kann man also nur bewerten, wenn man die Falsch-Alarm Rate kennt. Die Mammographie hat beispielsweise eine Trefferrate von etwa 80 Prozent und eine Falsch-Alarm Rate von fünf bis zehn Prozent.

Das Problem liegt hier nicht erst bei der BILD Zeitung, sondern bereits in der Pressemitteilung. Dank BILD wissen zwar jetzt viele Frauen von dem Test, ohne aber wissen zu können, wie gut er ist. Pressemitteilungen mancher Universitäten sind in den vergangenen Jahren zurecht kritisiert worden, weil sie Schlagzeilen oder Vermarktung statt dem Ziel verständlicher Information dienen. So saß bei der Pressekonferenz auch der Geschäftsführer der HeiScreen GmbH auf dem Podium, der den Bluttest auf den Markt bringen soll. Gerade bei so angstbesetzten Themen wie Krebs sollten Pressestellen jedoch dafür sorgen, dass die Standards guter wissenschaftlicher Information wieder eingehalten werden.

Mit der „Unstatistik des Monats" hinterfragen der Berliner Psychologe Gerd Gigerenzer, der Dortmunder Statistiker Walter Krämer und RWI-Vizepräsident Thomas K. Bauer jeden Monat sowohl jüngst publizierte Zahlen als auch deren Interpretationen. Alle „Unstatistiken" finden Sie im Internet unter www.unstatistik.de .

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