Hintergrundbild

Schwarzes Brett

Aktuelle Entwicklungen beim Rentenzugang: vorzeitige Rente bleibt attraktiv
(Quelle: Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) / Stand: 12.11.2019)

Die einen gehen regulär in Rente, die anderen treten so früh wie möglich in den Ruhestand und nehmen dafür auch Abschläge in Kauf. Diese Polarisierung zeigt der neue Altersübergangsreport des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE). Untersucht wird darin, wie sich die schrittweise Anhebung der Altersgrenze auf 67 Jahre auf den Rentenzugang in Deutschland auswirkt.

Im Jahr 2017 ging mehr als jeder zweite Neurentner vor dem 65. Lebensjahr in den Ruhestand. „Die Anhebung der Regelaltersgrenze fördert die Polarisierung im Rentenzugangsalter und verschärft in der Folge die soziale Ungleichheit im Alter", folgert der IAQ-Forscher Arthur Kaboth. „Denn wer vorzeitig in Rente geht, weil er oder sie beispielweise durch gesundheitliche Einschränkungen oder fehlende Erwerbsperspektiven quasi dazu gezwungen ist, muss geringere Rentenanwartschaften und Abschläge akzeptieren. Das bedeutet: mit weniger Geld auskommen."

Zwar erfreut sich die abschlagsfreie Altersrente für besonders langjährig Versicherte (Rente ab 63) insbesondere bei Männern großer Beliebtheit (36,2 Prozent). Auch Frauen gehen mittlerweile häufiger auf diesem Weg in den Ruhestand (27,1 Prozent). Dennoch wurde fast jede vierte Altersrente mit Abschlägen in Anspruch genommen.

Fazit:
Auf der einen Seite nehmen Übergänge in Rente aus stabiler Beschäftigung zu und spiegeln somit auch die Arbeitsmarktsituation Älterer wider, die sich in den letzten Jahrzehnten verbessert hat. Andererseits erreichen die verbesserten Chancen nicht alle Versicherten. Nach wie vor geht ein erheblicher Anteil aus Langzeitarbeitslosigkeit in den Ruhestand.

Zum Altersübergangsreport:

>> Brussig, Martin / Kaboth, Arthur 2019: Trotz steigender Altersgrenzen stagniert das durchschnittliche Rentenzugangsalter: Aktuelle Entwicklungen im Rentenzugang. Internet-Dokument. Duisburg: Inst. Arbeit und Qualifikation. Altersübergangs-Report, Nr. 2019-02

>> mehr

Vorzeitige Rente bleibt attraktiv

Digitalisierung von Biomassefeuerungen: Forschungsprojekt "DigitalFire" kombiniert Digitalisierung und Verfahrenstechnik
(Quelle: Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT / Stand: 12.11.2019)

Digitalisierung und Biomassefeuerung: Forschende vom Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT wollen mit "DigitalFire" die Digitalisierung von Biomassefeuerungsanlagen ausschöpfen. Entlang der gesamten Prozesskette sollen Module entwickelt und im Realbetrieb getestet werden, die eine Fülle an zusätzlichen Daten erzeugen. Damit wollen die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen dann die Anlagen effizienter und wirtschaftlicher machen.

In Deutschland existieren ca. 900 000 Biomasse-Kesselanlagen und ca. 700 Biomasseheizkraftwerke. Für einen wirtschaftlichen Betrieb müssen diese Anlagen mehr und mehr in der Lage sein, auch Brennstoffe niedrigerer Qualität inklusive biogener Reststoffe verarbeiten zu können. Die meisten Systeme sind dazu zwar grundsätzlich im Stande, jedoch ist die korrekte Bedienung aufwändig und erfordert viel Erfahrung. Fehler bei der Einstellung der Feuerung führen zu höheren Emissionen und im schlimmsten Fall zu höherem Verschleiß mit Wartungsfolgen und Ausfallzeiten. Hier kommt die Digitaltechnik ins Spiel: Wenn es gelingt, durch Fortschritte in der Steuerungs- und Regelungstechnik niedrigere Brennstoffqualitäten bei gleichbleibender Leistung zu fahren, stellt sich schnell ein ökonomischer Nutzen ein.

Um dieses Ziel zu erreichen, werden im Projekt "DitigalFire" zunächst verschiedene Sensoren, "Soft"-Sensoren und Datenerfassungsysteme installiert. Die darüber erzeugten Daten, z. B. zum Heizwert, der Brennstoffzusammensetzung und -qualität, Rosttemperatur und zum Anlagenzustand (siehe Abb.) werden gesammelt, aufbereitet und visualisiert. Anschließend kommen Methoden des Machine Learning bzw. künstliche neuronale Netze zum Einsatz, um die Daten auszuwerten und nutzbar zu machen, z. B. für eine automatisierte Einstellung der optimalen Feuerungsparameter oder Warnungen vor kritischen Anlagenzuständen. Durch ein benutzerfreundliches Frontend – auch für mobile Endgeräte (z. B. eine App) – sollen diese Informationen dem Betreiber immer direkt zur Verfügung stehen.

Feuerungen in kleineren Leistungsklassen

Normalerweise wird eine solch durchgängige digitale Prozessüberwachung der Feuerung nur in großen Biomasseheizkraftwerken oder Müllverbrennungsanlagen eingesetzt, vor allem aus Kostengründen. Im Projekt sollen diese Funktionen nun auch für Feuerungen in kleineren Leistungsklassen (Kesselanlagen bzw. kleinere Biomassekraftwerke von 100 kW bis zu 20 MW Feuerungswärmeleistung) verfügbar gemacht werden. Damit die Technik bezahlbar bleibt, machen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Fraunhofer UMSICHT sinkende Kosten für elektrotechnische Komponenten, Sensorik und Softwarelösungen zunutze.

Die BFAutomation GmbH & Co. KG ist als Projektpartner dabei. Sie unterstützt die Forschenden bei der Entwicklung und Einbindung der neuen Module. Der Aufbau und die Einbindung in die Serverinfrastruktur, die Datenauswertung sowie die Anwendungsentwicklung wird von IT-Spezialisten der UMSICHT-Standorte in Oberhausen und Sulzbach-Rosenberg durchgeführt.

Förderhinweis
Das Projekt DigitalFire wird über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) finanziert und hat ein Volumen von 814 402 €.

>> mehr

Weltpremiere am Fraunhofer IML: High-Speed-Schwarm für digitale Plattformökonomie
(Quelle: Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML / Stand: 10.11.2019)

Hochverteilte künstliche Intelligenz und Kommunikation über 5G: Ein neuer Schwarm autonomer High-Speed-Fahrzeuge des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML hat am 28. Oktober 2019 im Rahmen des Digital-Gipfels 2019 in Dortmund seine Weltpremiere gefeiert. Vertreter aus Politik und Medien konnten bei einer Informationstour durch Dortmund Innovationen zum Thema "Digitale Plattformen" hautnah erleben.

In der »Silicon Economy«, der digitalen Plattformökonomie der Zukunft, werden sich Fahrzeugschwärme selbst organisieren und mit Menschen, anderen Schwärmen und Plattformen kommunizieren, um ihre Mission zu erfüllen. Ein solcher Schwarm autonomer High-Speed-Fahrzeuge hat beim Digital-Gipfel 2019 seine Weltpremiere gefeiert: Der »LoadRunner« kann sich hochdynamisch mit bis zu 10 m/s im Schwarm organisieren und sich bei Bedarf sogar für Transportaufträge zusammenkoppeln. Dank künstlicher Intelligenz ist er in der Lage, selbstständig Aufträge anzunehmen und zu verhandeln. Damit ist das Fahrzeug eine Revolution für die Logistik. Bei der Informationstour des Digital-Gipfels haben die beteiligten Forscher verschiedene denkbare Szenarien vorgeführt, zu welchen Zwecken sich die Fahrzeuge künftig einsetzen ließen.

Außerdem präsentierten Wissenschaftler des Fraunhofer IML und der TU Dortmund einen biointelligenten Drohnenschwarm, mit dem Algorithmen künstlicher Intelligenz erprobt werden, um so komplexe logistische Aufgaben zu bewältigen.

Der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) koordinierte Digital-Gipfel greift die zentralen Handlungsfelder der digitalen Transformation in zehn thematischen Plattformen auf. In diesen Plattformen und ihren Fokusgruppen erarbeiten Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft unterjährig Projekte, Veranstaltungen und Initiativen, die die Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft voranbringen sollen. Beim Gipfel werden die Ergebnisse der Arbeiten präsentiert, Trends vorgestellt und digitalpolitische Herausforderungen sowie Lösungsansätze diskutiert. Schwerpunktthema des diesjährigen Gipfels am 28. und 29. Oktober in Dortmund sind »Digitale Plattformen«.

>> mehr

Auszeichnung: Dozentenpreis des Fonds der Chemischen Industrie für UMSICHT-Chemiker
(Quelle: Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT / Stand: 12.11.2019)

Dr. Ulf-Peter Apfel, Gruppenleiter am Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT in Oberhausen, hat den Dozentenpreis des Fonds der Chemischen Industrie erhalten. Die Auszeichnung ist mit 75 000 Euro dotiert. Der Fonds der Chemischen Industrie verleiht den Preis an herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus der Chemie und Chemischen Biologie, die überdurchschnittliche Leistungen in der Lehre und besondere wissenschaftliche Leistungen erbracht haben.

Wasserstoff produzieren und Kohlendioxid umwandeln

Die Produktion von Wasserstoff und die Frage, wie sich Kohlendioxid elektrochemisch in wertvolle Ausgangsstoffe für die Industrie umwandeln lässt, sind die Hauptforschungsthemen von Ulf-Peter Apfel. Mit seinem Team erfindet er neue Katalysatoren, Elektroden und Reaktoren für diese Umwandlungsprozesse. Die Grundlagen dafür erforscht Apfel mit der Nachwuchsgruppe "Activation of small molecules" an der Ruhr-Universität. Mit der Gruppe "Elektrosynthese" am Fraunhofer UMSICHT entwickelt er darauf basierend Konzepte für die Anwendung – auch in industriellem Maßstab.

Über den Dozentenpreis

Kandidatinnen und Kandidaten für den Dozentenpreis müssen in einem zweistufigen Nominierungsverfahren vorgeschlagen werden. Eigenbewerbungen sind nicht möglich. Das Kuratorium wählt aus den eingehenden Vorschlägen Spitzenkandidaten aus und holt für sie mindestens zwei wissenschaftliche Gutachten von unabhängigen Hochschullehrenden ein. Nur wenn diese einstimmig positiv sind, erfolgt die Auszeichnung. Der Preis wird seit 2013 jährlich vergeben.

>> mehr

Digital-Gipfel 2019: Große Bühne für wichtige Forschung: Prof. Michael ten Hompel gibt Bundeskanzlerin Merkel Einblick in die Silicon Economy
(Quelle: Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML / Stand: 12.11.2019)

Ende Oktober hat der Digital-Gipfel die große Politik nach Dortmund geführt: Bei einem Rundgang zu ausgewählten Exponaten in den Dortmunder Westfalenhallen präsentierte Prof. Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML, Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel das Landesexponat NRW "Offene und föderale Plattformen in der Logistik – digitale B2B-Geschäftsmodelle aus NRW" und gab ihr so einen Einblick in die digitale Plattformökonomie der Zukunft: die Silicon Economy.

Das Landesexponat NRW zählte zu den ausgewählten Exponaten, die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel beim Digital-Gipfel besucht hat. Anhand verschiedener Innovationen des Fraunhofer IML verdeutlichte ten Hompel, wie Deutschland mittels digitaler Plattformen und künstlicher Intelligenz seine Marktführerschaft in der Logistik erhalten kann. Dabei präsentierte er eine gemeinsam mit der Deutschen Telekom und EPAL entwickelte intelligente Palette, einen gemeinsam mit Rhenus entwickelten intelligenten Wertstoff-Container sowie ein Hochgeschwindigkeits-Transportfahrzeug (LoadRunner), das beispielsweise mit einer intelligenten Palette verhandeln und Transporte übernehmen kann.

Der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) koordinierte Digital-Gipfel greift die zentralen Handlungsfelder der digitalen Transformation in zehn thematischen Plattformen auf. In diesen Plattformen und ihren Fokusgruppen erarbeiten Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft unterjährig Projekte, Veranstaltungen und Initiativen, die die Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft voranbringen sollen. Beim Gipfel werden die Ergebnisse der Arbeiten präsentiert, Trends vorgestellt und digitalpolitische Herausforderungen sowie Lösungsansätze diskutiert.

>> mehr

Wissenschaftsforum


"Das Ganze
ist mehr als die

Summe seiner Teile."

________________________

A neu Baua Logo Schutzzone RGB    

 

  

   

 

         

     

 

 

ISAS Logo Standard 100k 

       logo

  

  

 

 Stiftung Geschichte des Ruhrgebiets Logo RGB 002

 

Private Fördermitglieder:
Prof. Rolf Kinne
Peter Busse