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Schwarzes Brett

Klimaschutz vor Ort: Vernetzt geht es besser
(Quelle: ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung / Stand: 11.09.2019)

Klimaschutz ist längst ein Thema für Städte geworden. Das Verbundforschungsprojekt KlimaNetze hat erforscht, wie sich die im lokalen Klimaschutz beteiligten Personen und Organisationen aus Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung miteinander vernetzen. Gemeinsam haben verschiedene Akteure konkrete Ideen entwickelt und die Zusammenarbeit im und als Netzwerk weiter ausgebaut. Projektleiter war Dr. Martin Stark vom Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS).

Das Forschungsprojekt setzte in den vergangenen drei Jahren auf eine Verbindung von Wissenschaft und Praxis. Mit Hilfe einer sozialen Netzwerkanalyse entstand zunächst ein Überblick über die an Klimaschutzaktivitäten beteiligten Personen und Organisationen. Bei einer Ideen-Werkstatt konnten die Bürgerinnen und Bürger ihre Projekt-Ideen einbringen. Zwei dieser Ideen wurden dann auf einer Auswahl-Werkstatt von allen Beteiligten als Reallabore ausgewählt: Das Reallabor „Verkehrsräume umverteilen" zeigte, wie Verkehrsräume auch anders als nur für den Autoverkehr genutzt werden können und  dei dem Reallabor „MobiNetz" stand in der Projektlaufzeit die Bündelung des ehrenamtlichen Engagements für nachhaltige Mobilität im Fokus. Hier wurden gezielte Interventionen für den lokalen Klimaschutz entwickelt und erprobt. Reallabore ermöglichen Forscherinnen und Forschern zum einen weiterführende Erkenntnisse über soziale Prozesse zu erlangen, zum anderen soll durch die Experimente als soziale Innovation die Zusammenarbeit von Akteuren vor Ort verbessert werden. Die Reallabore wurden eigenverantwortlich von den beteiligten Bielefelder Bürgern und Bürgerinnen entwickelt und umgesetzt. Das Forschungsteam hat durch Moderation, Konzeptionsworkshops, Reflexion und Beratung unterstützt. Für eine erfolgreiche Umsetzung der Reallabore hat das Forschungsteam Kommunikationsstrukturen zwischen Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft und Forschung geschaffen.

Das Format der Reallabore erwies sich als motivierend für die Beteiligten. So konnten zum Beispiel Akteure aus unterschiedlichen gesellschaftlich Bereichen oder auch aus verschiedenen Ämtern der Verwaltung über die Zusammenarbeit ein gegenseitiges Verständnis und Vertrauen aufbauen, welches auch für zukünftige gemeinsame Projekte im städtischen Klimaschutz von Nutzen sein kann. Die guten Erfahrungen aus KlimaNetze haben gezeigt, dass große Potentiale in der unterstützten Umsetzung von zivilgesellschaftlich motivierten Projektideen im Klimaschutz stecken. In einem Folgeprojekt sollen deshalb die Erfahrungen aus dem Projekt auf sowohl andere gesellschaftliche Handlungsfelder, wie beispielweise Konsum und Ernährung, übertragen werden, als auch auf weitere Kommunen oder Städte transferiert werden.

KlimaNetze ist ein Verbundprojekt der Städte Bielefeld und Darmstadt mit dem ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung und den Lehrstühlen für Organisationssoziologie sowie Planungstheorie und Stadtentwicklung der RWTH Aachen University. Außerdem wirken die Transition Town Initiative Bielefeld, die B.A.U.M Consult GmbH und die Sennestadt GmbH als Praxispartner im Projekt mit. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und ist Teil des Förderprogrammes „Nachhaltige Transformation urbaner Räume". 

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Spitze Feder: Institut für Zeitungsforschung erhält Karikaturensammlung von Bernd Gutzeit
(Quelle: Institut für Zeitungsforschung / Stand: 11.09.2019)

Eine umfangreiche Sammlung von fast 1.500 Original-Federzeichnungen des 2015 verstorbenen WR-Zeichners Bernd Gutzeit wurde von seiner Witwe dem Institut für Zeitungsforschung übergeben. Mauerfall und Gorbatschow, Nazis und Olympia, FJS und Willy Brandt, Gentechnik und Umweltpolitik – die 1980er- und 1990er-Jahre boten den Karikaturisten viele Gelegenheiten, um Charakterköpfe abzubilden und tagespolitische Entgleisungen mit spitzer Feder zu kommentieren. Eine umfangreiche Sammlung von fast 1.500 Original-Federzeichnungen des 2015 verstorbenen WR-Zeichners Bernd Gutzeit wurde jetzt von seiner Witwe dem Institut für Zeitungsforschung übergeben, ermöglicht durch den Verein zur Förderung der Zeitungsforschung in Dortmund e.V.

Bernd Gutzeit, geboren 1936, lebte, studierte, lehrte und arbeitete in Dortmund und Schwerte. Der Grafiker war an der Werkkunstschule Dortmund als Dozent und am Fritz-Henßler-Haus als Referent für Musisches Gestalten tätig. Seit 1968 war er einer der letzten bei einer deutschen Tageszeitung festangestellten Karikaturisten und prägte die Seite 2 der Westfälischen Rundschau in Dortmund. Seine Zeichnungen dokumentieren die kritische Sicht auf fast drei Jahrzehnte deutscher und internationaler Geschichte und waren bereits in zahlreichen Ausstellungen in NRW zu sehen.

Institut für Zeitungsforschung sollen die Karikaturen inhaltlich erschlossen und dauerhaft aufbewahrt werden. Eine Auswahl kann auch in Ausstellungen gezeigt werden. Die Federzeichnungen sind eine wertvolle Ergänzung der Institutsbestände, die neben Zeitungen, Zeitschriften, Frühdrucken und Plakaten auch eine Karikaturensammlung und die Nachlässe bedeutender Pressezeichner der Weimarer Republik umfasst. Mit den Zeichnungen von Bernd Gutzeit konnte das Institut das Werk jetzt eines für die Dortmunder Pressegeschichte wichtigen Journalisten des 20. Jahrhunderts übernehmen.

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Richtfest: Das Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion wächst
(Quelle: Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion / Stand: 11.09.2019)

Seit rund zwei Jahren finden am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (MPI CEC) umfangreiche Neu- und Umbauarbeiten statt. Insgesamt wird das Institut um vier neue Gebäude mit einer Gesamtnutzfläche von 4.500m2 erweitert. Langfristig soll die Mitarbeiterzahl des MPI CEC von 250 auf rund 400 aufgestockt werden und eine weitere Abteilung hinzukommen. Für Neubau, Umbau, Sanierung und Grundstücke stellt das Land Nordrhein-Westfalen insgesamt 45 Millionen Euro zur Verfügung.

Am 14. August fand das Richtfest für den zweiten Bauabschnitt am Kahlenberg statt. Fertiggestellt wurde der Rohbau des zukünftigen Bürogebäudes und für die Chemielabore, die voraussichtlich Ende nächsten Jahres in Betrieb genommen werden. Begrüßt wurden die rund 100 geladenen Gäste von CEC-Direktor Robert Schlögl, Vertretern der Abteilung für Forschungsbau der Max-Planck-Gesellschaft, dem Architekturbüro Nickl & Partner, dem Mülheimer Oberbürgermeister Ulrich Scholten und Dr. Beate Wieland, Leiterin der Forschungsabteilung im Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW.

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Vorreiterin in der Museumsszene: Auf einen Plausch mit Chatbot Antonia - neue digitale Wege in der St. Antony-Hütte
(Quelle: LVR-Industriemuseum: St. Antony-Hütte / Stand: 11.09.2019)

Seit 2014 gibt es die St. Antony-App. In dieser begleitet der Hüttendirektor seine Gäste als Augmented Reality-Einblendung auf dem Smartphone durch das Museum. Jetzt gibt es innerhalb der App eine weitere Möglichkeit, die älteste Eisenhütte des Ruhrgebiets digital kennenzulernen, denn die bestehende App ist um die Funktion eines Chatbots erweitert worden. Chatbots, Computerprogramme mit denen man in Dialog treten kann, werden von immer mehr Unternehmen und Institutionen für Kommunikationsaufgaben und Informationsdienste genutzt. Nun können auch Museumsgäste mittels eines textbasierten Dialoges, der an bekannte Messaging-Dienste wie WhatsApp angelehnt ist, auf dem eigenen Smartphone in Kontakt mit „Antonia" aus der St. Antony-Hütte treten.

Mit „Antonia", einer charmanten älteren Dame, die die St. Antony-Hütte verkörpert, hat der Chatbot ein eigenes Gesicht erhalten. Zwar ist Antonia schon rund 280 Jahre alt, aber noch voll auf der Höhe der Zeit. Da sie die Wiege der Ruhrindustrie wie keine Zweite kennt, kommt sie gerne auf unterhaltsame und spielerische Weise mit den Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch. Die App „St. Antony-Hütte" kann kostenlos für Google Android Smartphones und Apple iOS bei Google Play und iTunes heruntergeladen werden. Gästen im Museum steht dafür freies WLAN zur Verfügung.

Bei der neuen App handelt es sich um eine Weiterentwicklung der bestehenden Museums-App. Wie schon die Vorgängerversion wurde diese zusammen mit Pausanio, einer Kölner Agentur für digitale Kulturkommunikation, realisiert. Die Umsetzung wurde durch eine großzügige Spende vom Förderverein des LVR-Industriemuseum, zu dem auch die Sparkasse Oberhausen gehört, ermöglicht.Ein Prototyp der App wurde bereits der Fachwelt vorgestellt und fand großen Anklang. Das LVR-Industriemuseum gehört mit diesem Angebot zu den Vorreitern in der Museumsszene. Nur wenige Institutionen nutzen bereits diese Form der digitalen Vermittlung.

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Befragung zur Verkehrspolitik: Mehrheit für mehr Rad- und Busspuren, Skepsis bei höheren Parkgebühren
(Quelle: RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung / Stand: 11.09.2019)

Verkehrschaos, Dieselkrise, Klimadebatte – besonders in den Städten wird der Ruf nach Alternativen zum Autoverkehr lauter. Wie die Verkehrswende gelingen soll, ist allerdings umstritten. Eine von der Stiftung Mercator geförderte Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) zeigt: Eine Mehrheit befürwortet eine Neuaufteilung des öffentlichen Raums zugunsten von Fahrrad und ÖPNV auch auf Kosten von Parkplätzen und Fahrspuren für den Autoverkehr. Für höhere Parkgebühren, eine Verteuerung von Dieseltreibstoff und vollständig autofreie Innenstädte spricht sich hingegen nur eine Minderheit aus. An der Befragung nahmen knapp 7.000 Haushalte in ganz Deutschland teil.

Die wichtigsten Ergebnisse:

Rund 69 Prozent der Befragten stimmen einer Ausweisung gesonderter Fahrstreifen für Busse und Bahnen zu, nur 10 Prozent sind dagegen. Den Ausbau von Fahrradwegen auf Kosten von Autoparkplätzen befürworten 50 Prozent, 28 Prozent lehnen diesen Vorschlag ab.

Der Ausbau der Infrastruktur für Elektromobilität erhält mit 66 Prozent ebenfalls eine hohe Zustimmungsrate, rund 12 Prozent der Befragten sprechen sich dagegen aus.

Drastischere Eingriffe in die Autonutzung werden dagegen kritischer gesehen: Zwar ist rund die Hälfte der Befragten dafür, dass Fahrzeuge, die Schadstoffgrenzwerte überschreiten, ein Fahrverbot erhalten. Für eine höhere Besteuerung von Dieselautos sprechen sich jedoch nur 36 Prozent aus. Ein generelles Verbot von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor ab 2035 befürworten nur 28 Prozent.

Höhere Parkkosten in Innenstädten halten nur 21 Prozent der Befragten für wünschenswert, 57 Prozent sind gegen diese Maßnahme. Auch die Vision von autofreien Innenstädten erhält mehr Ablehnung als Zustimmung.

Die Zustimmung zu den betrachteten verkehrspolitischen Maßnahmen ist in Westdeutschland durchschnittlich deutlich höher als in Ostdeutschland.

Die Befragung durch das Marktforschungsinstitut forsa fand vom 23. April bis zum 12. Juni 2018 statt. Befragt wurden die Haushaltsvorstände des forsa.omninet Haushaltspanels. Dieses Panel ist für die deutschsprachige Bevölkerung ab 14 Jahren repräsentativ.

>> Studie „Präferenzen und Einstellungen zu vieldiskutierten verkehrspolitischen Maßnahmen: Ergebnisse einer Erhebung aus dem Jahr 2018"

>> RWI Impact Note mit dem Titel "Verkehrswende: Busstreifen okay, höhere Parkkosten nicht"

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"Das Ganze
ist mehr als die

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