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Virtuelle Buchpräsentation: Querulieren. Kulturtechniken, Medien und Literatur 1700-2000

Montag, 14. Juni 2021, 18:00 - 19:30

Anlässlich der Buchvorstellung spricht die Literaturwissenschaftlerin Juliane Prade-Weiss mit Rupert Gaderer über die Geschichte und Aktualität des Querulierens. Die Monographie erscheint in der neuen Reihe „Media. Literaturwissenschaftliche Forschungen" (Metzler Verlag), die vor der Diskussion von der Mitherausgeberin Natalie Binczek vorgestellt wird.

 

Über „Querulieren. Kulturtechniken, Medien und Literatur 1700-2000" (J.B. Metzler 2021):

 

Ende des 18. Jahrhunderts wird zum ersten Mal der Typus des „Querulanten" beschrieben. Es handelt sich um einen devianten Kläger, der mit unzähligen Schreiben die bürokratische Kommunikation stört, die Arbeitskapazität der Gerichte erschöpft und nötigenfalls mit Waffengewalt um sein Recht kämpft. In dieser Zeit wird das Querulantentum in unterschiedlichen Wissensfeldern virulent. Ausgehend von institutionellen Verordnungen, juristischen Diskussionen und psychiatrischen Falldarstellungen rekonstruiert die Studie von Rupert Gaderer erstmals eine systematische Medien- und Literaturgeschichte des Querulierens von der Aufklärung bis in die Gegenwart.

 

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(Quelle: Kulturwissenschaftliches Institut)

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