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Schwarzes Brett

ILS-Wissenschaftler schauen kritisch auf die Entwicklung von Grünflächen in deutschen Großstädten
(Quelle: ILS-Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung / Stand: 09.10.2020)

Großstädte in Deutschland werden immer grüner? Das ILS blickt genauer hin. Am 8. September berichteten Medien über die Zahl der Woche des Statistischen Bundesamtes: Im Jahr 2018 standen Bewohnerinnen und Bewohnern deutscher Metropolen im Schnitt 25 Quadratmeter Grünanlagen pro Kopf zur Verfügung, 7 Quadratmeter mehr als 1996. In kleineren Städten ist die Entwicklung ähnlich positiv. Werden Großstädte in Deutschland also tatsächlich immer grüner?

Grünanlagen und Parks aus der Nutzerperspektive
Aus der Perspektive von Erholungssuchenden stellen sich in diesem Zusammenhang kritische Fragen des tatsächlichen Zugangs zu Grünanlagen: Nutzungen wie Kleingärten oder Anlagen mit Öffnungszeiten und Eintrittskosten sind nicht für alle zugänglich. Bauliche Nachverdichtungen im Bestand führen zu einer Übernutzung von Grünanlagen in den Innenstädten und Konflikten zwischen Nutzergruppen. Diese Entwicklungen bleiben verborgen, wenn gleichzeitig Siedlungserweiterungen am Stadtrand mit überdurchschnittlicher Grünausstattung die Werte nach oben treiben. Die Berechnungen des Statistischen Bundesamtes geben somit lediglich die mittleren Werte im administrativen Gesamtgebiet einer Kommune wieder.

Neue ILS WebGIS-Anwendung zur Grünversorgung in deutschen Städten
An dieser Stelle helfen Analysen aus dem Geomonitoring des ILS, die Grünraumversorgung differenzierter zu betrachten. In einer neuen WebGIS-Anwendung werden für alle Städte in Deutschland öffentlich zugängliche Grünanlagen und Parks den Einwohnerinnen und Einwohnern im tatsächlich besiedelten Raum gegenübergestellt. Wir kommen so für Großstädte auf eine durchschnittliche Versorgung von lediglich 13,1 Quadratmetern pro Person. Die Anwendung zeigt in dieser Hinsicht die räumlichen Zusammenhänge der Grünversorgung auch im Hinblick auf Erholungspotenziale wie Wäldern, die nicht als Grünanlagen und Parks in die Statistik einfließen.

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Projekt "SeniorenScooter": Wie können neue elektrische Fahrzeuge älteren Menschen dabei helfen, mobil zu bleiben? 
(Quelle: Institut für Gerontologie / Stand: 09.10.2020)

 Wie können neue elektrische Fahrzeuge älteren Menschen dabei helfen, mobil zu bleiben? Dr. Vera Gerling und Prof. Dr. Christoph Strünck sprechen in einem Video-Clip über das Projekt "SeniorenScooter" mit der Sozialholding in Mönchengladbach.

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Wer kommt, wenn Private Equity geht? IAT untersuchte langfristige Wirkungen auf die Eigentümerstruktur deutscher Unternehmen
(Quelle: Institut Arbeit und Technik / Stand: 09.10.2020)

Hilft Private Equity, angeschlagene Firmen zu sanieren und fit für die Zukunft zu machen? Oder ist das Investment auf Zeit doch eher ein Geschäftsmodell, das lediglich die Kapitalgeber mit lukrativer Rendite bedient? Das Institut Arbeit und Technik (IAT / Westfälische Hochschule) hat in einer empirischen Studie für 423 Unternehmen in Deutschland untersucht, wie sich die Eigentümerstrukturen nach dem Ausstieg (Exit) der Private-Equity-Gesellschaft verändert haben und wie sich das auf ihre wirtschaftliche Perspektive auswirkt.

Die Ergebnisse seien ernüchternd, stellt der IAT-Wissenschaftler Dr. Christoph Scheuplein fest. Mit dem Exit der Private-Equity-Gesellschaften erhielt nur eine Minderheit an Unternehmen dauerhaft stabile Eigentümerstrukturen. Während vor der Übernahme rund zwei Drittel (67 %) der Unternehmen eine stabile Eigentümerstruktur (Familien, Strategen, Aktionäre und öffentliche Eigentümer) aufwiesen, sank dieser Anteil nach dem Ausstieg auf etwas über ein Drittel (37 %). Dagegen wurden mehr als zwei Fünftel der Unternehmen beim Ausstieg von einer weiteren Private-Equity-Gesellschaft übernommen. Diese Unternehmen gingen in eine zweite Runde als Finanzinvestment, inklusive einer weiteren Käufersuche. Tatsächlich zeige eine spezielle Auswertung für die im Jahr 2013 übernommenen Unternehmen, dass bis zum Herbst 2019 bereits knapp zwei Fünftel der Unternehmen zum dritten oder vierten Mal von einer Private-Equity-Gesellschaften übernommen worden waren. Noch dramatischer fiel der Exit für ein weiteres Fünftel der betrachteten Unternehmen aus: Sie endeten in finanzieller Notlage, d.h. sie gingen in den meisten Fällen in Insolvenz.

Mit dem Ausstieg änderte sich häufig auch der rechtliche Sitz der Eigentümer. Vor der Übernahme hatten mehr als zwei Drittel der Unternehmen ihren Sitz in Deutschland. Nach dem Ausstieg stieg der Anteil von Käufern aus den USA und aus europäischen Ländern auf knapp die Hälfte aller Unternehmen. Ein Fünftel der Unternehmen wurde aus Asien, d.h. insbesondere aus China, übernommen. Käufer aus Deutschland stellten noch ein Viertel der neuen Eigentümer.

Scheuplein, Christoph (2020): Wer kommt, wenn Private Equity geht? Langfristige Wirkungen auf die Eigentümerstruktur deutscher Unternehmen. Internet-Dokument. Gelsenkirchen: Inst. Arbeit und Technik. Forschung Aktuell, Nr. 10/2020  >> PDF

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Abschlussbericht zur Untersuchung von Personalfluktuation in Einrichtungen der pflegerischen Versorgung veröffentlicht
(Quelle: Institut für Gerontologie/ Stand: 09.10.2020)

Das Institut für Gerontologie hat in Kooperation mit der Sozial-Holding in Mönchengladbach, dem Evangelischen Christophoruswerk in Duisburg und der Seniorenhilfe der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel mit Sitz in Bestwig eine Studie mit dem Titel „Personalfluktuation in Einrichtungen der pflegerischen Versorgung – eine Analyse von Ursachen und Handlungsmöglichkeiten" durchgeführt. Das Projekt wurde vom Land Nordrhein-Westfalen und den Europäischen Sozialfonds finanziell unterstützt. Die Studie liefert differenzierte Erkenntnisse zu Gründen von Arbeitgeber- und Berufswechsel in der Pflegebranche, zeigt Faktoren der Arbeitszufriedenheit von Pflegekräften auf und stellt Ideen vor, wie Pflegeeinrichtungen angesichts schwieriger Rahmenbedingungen in positiver Weise ihre Fachkräfte binden können.

>> Personalfluktuation in Einrichtungen der pflegerischen Versorgung: Langfassung mit Anhang

>> Personalfluktuation in Einrichtungen der pflegerischen Versorgung: Nutzerfreundliche Kurzfassung

 

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IAQ-Direktorin Ute Klammer erneut berufen - Weitere vier Jahre im Sozialbeirat
(Quelle: Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) / Stand: 09.10.2020)

Seit 2016 gehört Prof. Dr. Ute Klammer dem Sozialbeirat an, der die Bundesregierung zu aktuellen Entwicklungen in der Alterssicherung berät. Jetzt hat Minister Hubertus Heil die IAQ-Direktorin in diesem Amt für weitere vier Jahre bestätigt.

Den Sozialbeirat gibt es seit 1958. Er ist das älteste Beratungsgremium für die gesetzgebenden Körperschaften und die Regierung und ist beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales angesiedelt. Er besteht aus insgesamt zwölf Mitgliedern, die ihre Aufgabe ehrenamtlich wahrnehmen: Drei sind Wissenschaftler*innen, je vier vertreten die Versicherten sowie die Arbeitgeber, ein Mitglied wird von der Deutschen Bundesbank entsendet.

Zu den Aufgaben der Zwölf gehört, sich zum Rentenversicherungsbericht der Bundesregierung zu äußern. Jedes Jahr im Herbst erstellen sie hierzu ein Gutachten, so auch jetzt. Außerdem arbeiten sie zurzeit an Vorschlägen, wie der Sozialbeirat samt seines Aufgabenspektrums weiterentwickelt werden kann.

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ist mehr als die

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